Danziger/Eberswalder stiegen wir wieder aus der übervollen Party-Tram M10 aus, nachdem wir gerade ‘mal zwei oder drei Haltestellen in Richtung Warschauer Straße gefahren waren. Wir liefen dann, bis vor, runter, und nahmen die U1 vom Gleis 3.
Erste Station des Abends war das asiatische Restaurant in der Danziger Straße 13. Zwei Tische schoben wir zusammen, damit unser 6er-Grüppchen bequem Platz fand, viel mehr als bei unserem letzten gemeinsamen Restaurant-Besuch im East London am Mehringdamm, als wir uns unbequem zusammenquetschen mussten. Ich hatte die 3, eine Gemüsesuppe und hernach Nudeln, Gemüse-Tofu-Gedöns und Ginger Chicken. Dazu schlürfte ich mittels eines pinknen Strohhalms irgendein Mineralwasser mit Lime und Rohrzucker. 19 Uhr waren wird dort verabredet gewesen und packten es drei Stunden später zu Anna Blume in die Kollwitzstraße 83. Das Stückchen Erdbeer-Sahne-Torte kam auf 3,40 Euro, der Café Latte auf 3,10 Euro. Nach einem guten Stündchen brachen wir dort die Zelte ab und marschierten zur Tramstation. Ein schöner Abend mit angenehmen Leuten war das.
Es ist der erste Freitag seit Ewigkeiten, an dem ich nicht um die Häuser ziehe. Da im SchwuZ heute Lesbenparty ist, fällt dies ebenfalls aus. “Goth-X” im Lauschangriff, das bekam ich gerade noch mit, zu spät, und das Lauschangriff, den kahlen Keller, fand ich schon vor zwei Wochen doof. Samstag Nacht geht es entweder zur “Factory” oder/und ins Kasi zur “K17 Frühlingsparty”.
Update 02.04.2012 19:00 Uhr
Es fällt nicht einfach, gerade am Anfang des Abends, aber ich habe es erneut geschafft, eine Partynacht ohne Alk, ohne dass ich mir die Birne zulötete. Hinterher fühlt sich das immer echt toll an, das ist so ein Yeahhh-Gefühl. Das Frühlingsfest im K17 steuerte ich an, nahm die Bahn um Mitternacht. Doch gerade als ich vorne durch’s Tor gelaufen war, kam mir ein Bekannter entgegen und meinte “Falsche Richtung”. Mitunter bei Tomas Tulpe, Tomas Tulpe geht gar nicht, war er gewesen. Knallvoll soll es sein, ließ er mich wissen, Publikum und Musik zum davonlaufen. In Ordnung, vielleicht sollte das ein Zeichen sein, was ich nicht ignorieren durfte. Geparkt hatte er direkt gegenüber, wir zogen weiter zur “Factory”.
Eine Menge Touris waren unterwegs, einse war es vorbei, als wir aufmarschierten, zu früh. Nach und nach erschienen die üblichen Verdächtigen auf der Bildfläche. Ich hielt mich wacker an Coca-Cola und Club Mate. Mein spezieller Freund ließ sich ebenfalls blicken, wahrscheinlich kam er nach der Aktion vergangenes Wochenende im Kasi dort nicht rein. Der erwartete Schlagabtausch blieb aus, Fräulein R. hatte ein Auge auf ihn und warf sich auch einmal dazwischen, als er in meine Richtung tänzelte, Depp, ey.
War es halb sieben oder später, ich weiß es nicht mehr. Musikalisch jedenfalls war es äußerst durchwachsen, der Stamm-DJ erfüllte wie eh und je keine Wünsche seiner Gäste, dafür legte er so einen Sch#iß wie “Bitte bitte” von Die Ärzte auf.
Beim “Dark Market” im Duncker spielten wir bei einem Tässchen Kaffee ein paar Runden UNO. Die Muffins, den Kuchen, die belegten Käsebrötchen und den Grill ließ ich links liegen. Das Zeugs ist einfach alles maßlos überteuert. Einen Döner holte ich mir aber auch nicht. Die M2 bis M10 nahm ich und orientierungslos wie ich immer bin, lief ich zuerst einmal zur falschen Tram-Haltestelle, wo ich doch Richtung Warschauer wollte.
Vegetarische Lasagne und Nudeln gab es zu Abend, wir guckten “Walk the Line” auf RTL2. Frühstück war Kaffee mit Würfelzucker und Milch, auf dem Weg zur Tram stoppten wir beim Bäcker. Eine Mohnschnecke die keine Schnecke ist, doch so stehe es auf dem Lieferschein, bekam ich. Die Tram fuhr uns gerade vor der Nase weg, wir warteten in der Sonne. Einen Fahrschein holte ich mir erst Warschauer Straße, denn der Automat in der Straßenbahn verlangt Kleingeld und gibt ohnehin nur Einzelfahrscheine aus.
Es ist Montag, bald war Montag.