The King’s Speech

Es war einmal Prince Albert, Duke of York, welcher als King George VI in die Geschichtsbücher einging. Wir schreiben das Jahr 1925, als “Bertie”, wie er früher von seiner Familie genannt wurde, im Wembley Stadium und über’s Radio seine erste Rede hält, wobei von Rede nicht wirklich die Rede sein dürfte, denn ihre Königliche Hoheit hat ein Problem, er stottert.

Es ist Alberts Frau Elizabeth, welche ein Treffen mit dem australischen Sprachtherapeuten Lionel Logue arrangiert und hier nimmt die Geschichte über zwischenmenschliche Beziehungen, Herausforderungen, Enttäuschungen, Unsicherheit, Frust, Auseinandersetzung mit der Vergangenheit, Loyalität, Erfolg und Freundschaft seinen Lauf. Anfangs ist der Prinz wenig begeistert von der Distanzlosigkeit des “Doktors”, unwohl fühlt er sich auf der Couch, lässt sich jedoch letztlich darauf ein, singt, flucht und redet. 1939 erklärt England Deutschland den Krieg, die Radioansprache des Königs an sein Volk umfasst drei Seiten.

You’ve got such perseverance, Bertie. You’re the bravest man I know. You’ll make a bloody good king.

Vor dem Hintergrund des Krieges und der anrührenden Worte seiner großen Rede, sentimental in Szene gesetzt, bleibt ein trauriges Gefühl zurück. Betreten wird manch Kinobesucher den Saal verlassen. Es ist ein schöner, teilweise etwas anstrengender Film. Der Zuschauer fiebert mit, hofft, dass es die sympathischen Protagonisten schaffen die psychische Barriere zu überwinden und der König aus seinem eigenen Schatten tritt.

Sehenswert? – Yep.

von Ronny Roger am Mittwoch, 19. Januar 2011

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