Früher war alles besser, war es auch! Früher mietete ich nicht nur geschäftlich, sondern oftmals auch privat und privat ausschließlich bei Europcar. Früher ist schon viele Jahre lang vorbei. Zufrieden war ich, meistens. Besonders angetan war ich über ein Upgrade zwar nicht immer, Golf-Klasse reserviert, aber B-Klasse Automatik, C-Klasse oder ‘n Nissan-Boot erhalten, was bei 600 Kilometern aufwärts schon einen Unterschied an der Kasse der Tankstelle macht, trotzdem, es passte.
Den Umzug von Ulm nach München, München nach Ulm, die beiden Fahrten mit einem Transporter nach Berlin, die Produktion “Nicht alle waren Mörder”, das war ebenfalls Europcar. 2000 versuchte mir Europcar an den Karren zu fahren, nachdem ich beim unaufmerksamen Wenden, der Sprinter is’ eben länger als der alte Golf, in dem ich kurz vorher saß, gegenüber Europcar auf dem Parkplatz von A.T.U die Stoßstange eines Fahrzeuges mitgenommen hatte. Die Angelegenheit ließ sich nach einem E-Mail-Wechsel mit dem Oberchefe Dieter Neuhäusser klären. Das hieß damals, Europcar behielt die Kaution, konnte sich aber dafür die wenig plausible Rechnung, ausgestellt von einer Hamburger Autowerkstatt Wochen später, in den Popo stecken.
Der Schaden an dem Sprinter selbst war ohnehin nicht der Rede wert gewesen. Der sah eh schlimm aus, also vorher, eben der Grund warum ich extra nochmal ranfuhr und reklamierte, dass all die Schäden im Protokoll fehlten. Das sei ein Umzugsfahrzeug, meinten’se damals lapidar. Wäre ich nicht von dem Europcar-Parkplatz in Ulm zur Station gefahren, hätte ich nicht gewendet, hätte sich der Unfall nicht ereignet. Hätte ist die reichste Familie der Welt.
Vergangenen Montag war’s erneut Europcar – ich erspare mir bereits zusammengeschriebene Ausführungen und komme direkt zum Punkt, naja, in ein paar Sätzen weiter.
Angefangen hatte der ganze Ärger mit Europcar in Irland, dem Schottland bzw. England deftig eins draufsetzte. Der Kundenservice ist erfahrungsgemäß die Katastrophe schlechthin, Reaktion oder Hilfe, Fehlanzeige, gleich wo. Letztlich half’s nur, der Chefetage eine und noch eine E-Mai reinzuballern. Die Engländer schickten daraufhin eine substanzlose Entschuldigung und versprachen eine einvernehmliche Problembehebung herbeizuführen, wonach Funkstille folgte. Alles Lüge.
Happy war ich, als sich endlich die deutsche Kundenservice-Chefin einmischte. To make a long story short, sie versprach mir nach mehrmaligem Nachhaken die entsprechende Gutschrift, welche nun auch schon seit einem Monat auf sich warten lässt. Auf Nachfrage schob sie es auf Banklaufzeiten, ja neh is’ klar. Egal, ich schweife wieder voll ab.
Gerade schaue ich in die Umsatzanzeige meiner Postbank-Visa und was muss ich sehen: “442,80 €” meines Verfügungsrahmens sind durch Europcar geblockt! Solche Schw#ine, die sollen gefälligst ihre Dr#ckspfoten von meinem Geld lassen.
Angeblich hätte meine EC-Karte nicht funktioniert, weshalb ich Montag Früh einlenkte und meine Visa rüberreichte. Die Anmietung ist jedoch längst erledigt, sogar eine Rechnung erhielten wir mittags, bezahlt. Mit welchem Recht halten die die Anfrage aufrecht, vier Tage später?! – Nur Idioten, überall.
Update 27.09.2010 11:29 Uhr
——– Original-Nachricht ——–
Betreff: AW: Legitimierte Mitteilung: Reklamationen ID[|#3641[...]#|]
Datum: Fri, 3 Sep 2010 09:39:57 +0200 (MEST)
Von: select@postbank.de
Antwort an: select@postbank.de
An: [...]Guten Tag,
vielen Dank für Ihre E-Mail.
Leider kann ich Ihre Anfrage im Postbank E-Mail-Service nicht abschließend bearbeiten.
Daher habe ich Ihr Anliegen an die zuständige Fachabteilung weitergeleitet, die Ihren Auftrag bearbeitet. Bei Rückfragen wird sich die Fachabteilung mit Ihnen in Verbindung setzen.
Vielen Dank für Ihr Verständnis und Ihre Geduld.
Mit freundlichen Grüßen
Ihr Postbank E-Mail Team
Gut zwei Wochen waren letztendlich vergangen, bis mein Telefon klingelte (“17-09-2010 10:02″) und ich abschliessende Nachricht vom Postbank Visa-Kreditkartenservice aus Hamburg (“+494063310202″) erhielt. – Schnell ist anders!

