Das geht nun bereits seit Stunden so, die Fenster offen, die Anlage aufgedreht, jetzt noch lauter als zuvor, in der Wohnung im Haus gegenüber, das Haus der Asozialen. Aber das scheinen die Nachbarn nicht so dufte zu finden, “Ey, ey” schreien sie lauthals, auch das hässliche Weib, was sonst gerne den Innenhof beschallt.
Das Fenster ist gerade geschlossen worden, die Musik aus, Rücksicht und so Fehlanzeige, aber wie getippt, das is’ eh ‘n Pack dort.
Der “B & S GbR Ablese-u. Montagedienst” war hier, ich habe die beiden Jungs das machen lassen, was’e wollten, die Heizkörper vermessen und die Zähler ablesen. Tatsache ist, das könnte sonst jemand sein. Die drucken sich einfach Kärtchen aus, schreiben “ista”, “BHM” oder sonstwas drauf, lassen sich ‘n Stempel anfertigen und melden sich “Im Auftrag von HV, Eigentümer” an, fertig. Wer fragt schon vorher bei der Hausverwaltung nach, ob das mit den Heizungsablesern mit rechten Dingen zugeht, das dürfte die Ausnahme sein.
Fahre ich morgen mit nach Dresden, nein, das hatte ich nicht vor. Ob ich heute Abend weggehe, wohl kaum. Der King Kong Club ist mir zu weit, das Lovelite ebenfalls, das Insomnia wird mich trotz der vorhandenen AiB-Freikarte wohl kaum sehen.
Gegen 21 Uhr hole ich die andere Partei am Südkreuz ab.
Update 27.08.2010 19:32 Uhr
Wat’n Vollhonk, gerade hatt’er das Fenster wieder aufgerissen und die laute Musik plärrt in den Innenhof. Zeitung lesen tut er dabei, der Afro-Amerikaner. Yut, besser das, als dass’er wieder Bongo spielt.

