Neh, neh, neh, der Laden geht garnicht. Wir verabredeten uns kurzfristig um 21 Uhr, ich rief nochmals durch und schob zehn Minuten. Das Colibri und deren elitäres Getue geht’ma auf den Senkel, deshalb schlug ich das Zaher’s in der Nostitzstraße vor.
Tote Hose war in dem Laden, Zaher ist offensichtlich mehr mit dem Vertrieb der kreuzberger Wostok-Tannenwald-Limo aus dem hessischen Butzbach beschäftigt, als mit seinem eigenen Geschäft. ‘N dickes unansehnliches Weib mit Migrationshintergrund stand hinter der Bar, irgendein Kerl, ebenfalls mit Migrationshintergrund, äugte herüber, keiner der beiden schien mich an dem Tisch draußen zu registrieren.
A. guckte kurz rein, ging für kleine Mädchen, setzte sich und wir entschieden nach einem Moment der Ratlosigkeit das Weite zu suchen, das Zaher’s s#cks. Im Locus weiß’ma was’ma bekommt, die vegetarischen Maultaschen bestellte sie. Der Hundewelpe nahm unter unserem Tisch Platz, hörte nicht wirklich und stand etwas neben sich.
Das Wochenende war A. auf’m Geburtstag von S. gewesen, in Ösiland, mit B., die nicht mehr gut zu Fuß ist und mit dem Autoverkehr ein wenig überfordert scheint, sie wird alt, 67 is’e, das ist wohl der Lauf der Dinge. Zurück von München nahm’se ‘ne Air-Berlin-Maschine. Seit zwei Tagen arbeitet’se bei so ‘ner Film-Construction-Truppe irgendwo bei Treptow-Köpenick, 20 Stunden die Woche.
Einige Mückenstiche habe ich, woher die alle kommen, hier und da juckt’s, och mit Fenistil ‘drauf, dr#cks Biester.

