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Der Fall Postbank

Ronny Roger • Donnerstag, 19. August 2010 1457 Uhr • Category: Händel,Korrespondenz

Nur Idioten, überall, nur Idioten. Nach der anhaltenden Action mit der DKB, dem Theater damals wegen der Ersatzkarte, dem Werbespam und den anfänglichen Problemen bezüglich der Visa-Karte, is’es nun erneut die Postbank. Damit besitze ich momentan keine einzige einsetzbare Kreditkarte, ganz prima.

——– Original-Nachricht ——–
Betreff: Reklamation Konto [...]
Datum: Thu, 19 Aug 2010 14:48:06 +0200
Von: [...]
An: Deutsche Postbank AG <direkt@postbank.de>

Sehr geehrte Damen und Herren,

da mir kein direkter Ansprechpartner bekannt ist und auf kurzem Wege von dem Postbank-Kundenservice erfahrungsmäßig “aufgrund eines erhöhten E-Mail-Aufkommens” bzw. “hohe Anzahl von Kundennachfragen” kein Kundenservice zu erwarten ist, bitte ich Sie um Weiterleitung meines Anliegens an die verantwortliche Stelle.

Es war einmal, die Geschichte: Ich stattete vorhin der Commerzbank in der Hauptstraße 23/24, 10827 Berlin Schöneberg, einen Besuch ab. Der Grund: Ich wollte Geld. Also führte ich meine Postbank-Maestro-EC-Karte ein, wählte den gewünschten Betrag aus, gab die PIN ein und ein Moment verging. Der Bancomat teilte mir daraufhin mit, dass er diese Karte nicht akzeptiere.

Komisch, aber vielleicht klappt es bei der ehemaligen Dresdner-Bank-Filiale in der Hauptstraße 17, inzwischen ebenfalls eine Commerzbank, doch Pustekuchen.

Das ist ja nicht so schön, weshalb ich folglich bei der Deutsche Post bzw. im Postbank Finanzcenter in der Hauptstraße 27-29 vorbeischaute.

300,- Euro würde ich gerne haben, bekundete ich dem freundlichen Post-Mitarbeiter gegenüber. Warum die Postbank-Karte nicht an den Bankautomaten funktioniere, blieb ihm ebenfalls schleierhaft. Nachdem eine Viertelstunde vergangen war, er immer noch kein Geld herausbekam, sogar nicht einmal in der Lage war, den Kontostand abzurufen, lief der nette Herr ein Weilchen verwirrt umher, bis er, nachdem ich ihm versicherte, dass das Konto noch existiere, endlich nach hinten ging und mindestens weitere fünf Minuten lang telefonierte.

Die Karte sei gesperrt, teilte er mit nach Beendigung des Telefonats mit – oh welch Überraschung. Denn angeblich hätte ich 13 (dreizehn!) Mal die Geheimzahl falsch eingegeben, 13 Mal. Entsperren könne er mir die Karte leider nicht, die müsse nämlich eingeschickt werden, was außerdem mit einer Gebühr von 3,50 Euro zu Buche schlagen würde.

Desweiteren vermochte mir Ihr Kollege ebensowenig zu erklären, warum nicht nur meine Postbank-Bankkarte, sondern zudem meine Visa-Kreditkarte, mit welcher ich vergangene Woche vergeblich versucht hatte – mit der korrekten PIN – bei einem Bankautomaten am Flughafen Sibiu an Geld zu kommen, wertlos ist.

Ich bitte umgehend um selbstverständlich kostenfreie Entsperrung meiner Maestro- sowie Kreditkarte. Desweiteren wäre ich Ihnen sehr dankbar, wenn Sie mich einweihen, wo denn bitte 13 Mal welche falsche PIN eingegeben worden sei. Außerdem wäre ich Ihnen sehr verbunden, wenn Sie mir die entsprechenden Überwachungsvideos gleich mitsenden.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung.

Mit freundlichen Grüßen
[...]

Update 28.08.2010 20:32 Uhr

Tatsache, die neue Bankkarte gab’s deswegen. Einen Brief von der Postbank München in der Bayerstraße 49, 80335 München, auf’m Umschlag ist “80317″ aufgestempelt, erhielt ich heute. Hut ab! Der normale Kundenservice taugt zwar nur bedingt, die Sondereinheit für die besonderen Kunden wie meiner einer macht jedoch einen sehr guten Job.

[...]

Unser Zeichen     KSC M-70, ZRM [...]
Telefon     089 5169-16**, Fax -22**
Datum     27.08.2010
Betrifft     Postbank Konto Nr. [...]

Sehr geehrter Herr [...],

vielen Dank für Ihre E-Mail vom 19.08.2010. Die Pressestelle hat uns gebeten, Ihnen zu antworten.

Ihre Erfahrungen widersprechen unserem Qualitätsverständnis. Bitte entschuldigen Sie die entstandenen Unannehmlichkeiten.

Leider konnten wir Sie telefonisch nicht erreichen. Wor bedauern, dass Ihre Postbank Card nach dreimaliger Eingabe der falschen Geheimnummer am Geldautomaten gesperrt wurde. Eine dreizehnmalige Falscheingabe konnten wir nicht feststellen. Die Fehlinformation bitten wir zu entschuldigen.

Die Falscheingabe wird auf dem Magnetstreifen der Karte gespeichert.

Nach Eingang Ihrer Karte bei uns wird die Sperre wieder aufgehoben. Nach unserem Preis- und Leistungsverzeichnis berechnen wir für diese Tätigkeit ein Entgeld von 3,50 EUR.

Da uns Ihre Karte noch nicht vorliegt, stellten wir Ihnen eine neue Postbank Card mit neuer Geheimnummer aus. Im Interesse einer weiteren guten Geschäftsbeziehung verzichten wir auf das Entgelt für [eine] neue Karte.

Videoaufnahmen können wir Ihnen aus Sicherheitsgründen nicht zur Verfügung stellen.

Ihre Kreditkarte haben wir ebenfalls überprüft. Eine Automatentransaktion wurde nicht aufgezeichnet. Auch eine Kartensperre konnten wir nicht ermitteln. Leider können wir im Nachhinein die Ursache der Fehlfunktion nicht mehr feststellen.

Sollten Sie weiterhin Probleme bei der Verwendung Ihrer Kreditkarte haben, bitten wir Sie um eine kurze Mitteilung.

Sehr geehrter Herr [...], wir freuen uns, wenn wir die Angelegenheit damit zu einem guten Abschluss bringen konnten. Es ist uns wichtig, dass Sie mit unseren Produkten und Serviceleistungen zufrieden sind.

Mit freundlichen Grüßen

[...]

Yut, denen werde ich gleich ein Fax mit ‘nem “Dankeschön” übersenden.

 

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