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The Next Generation

Ronny Roger • Montag, 26. Juli 2010 1452 Uhr • Category: Berlin,Supermarkt

“+39″ oder “+36″ ham’se über die Tür gehängt, fleißig rollerte er die Grundierung über die Fassade an dem Gebäude auf der Möckernstraße 73 A. Das geht recht fix, eine Neueröffnung steht wahrscheinlich bald an.

Das Wochenende im Schnelldurchlauf: Samstag stand ich in aller Herrgottsfrühe auf, teilte und schmierte Butter auf Brötchen und spülte fleißig, und zwar in dem ollen Catering-Mobil bei L’Oréal in der Mauerstraße. Bis nachmittags unterstützte ich die beiden, für lau. Keinen schönen Wagen ham’se sich da günstig geliehen, ‘nen Selbstfahrer mit klitzekleiner Spüle. Irgendwie schön gemacht ham’se es sich das och nicht. Aber es reicht. Gemüse- und Rindviechlasagne gab’s zu Mittag, formidabel, wirklich sehr lecker.

Mit der Versicherung ham’se ordentlich Ärger. Die zahlt nämlich nicht, weil ihr unfähiger Allianz-Vertreter ihnen statt einer Versicherung für ihren Hänger eine Versicherung für’n Auto angedreht hatte. Somit sind einfach so 40.000 Euro wech, den Verdienstauswahl und die Mieten für Ersatz noch garnicht einberechnet. Neh, Allianz, aber das bekomme ich nicht zum ersten Mal mit, ist garkein nettes Unternehmen. Nächstes Jahr, wenn’se ein paar Euro zusammengespart haben, wollen’se klagen, zumindest ham’se es vor.
Gestern Abend guckte ich nochmal kurz vorbei, Nachtdreh. Die Salzburger Nockerln waren mir zu süß und so beförderte ich die halbe Portion in den Müll. In der Arndtstraße standen’se, drehten an der Bergmannstraße. Ab heute will’er packen. Den Umzug machen’se selber. Vielleicht holt’er sich ein paar Bulgaren oder andere zuverlässige Arbeitskräfte, welche die Kisten und Möbel in den LKW rein und von dort in die neue Weddinger Wohnung schleppen. M. wird zwischendurch von seiner Schwester unterstützt. Vielleicht greife ich ihm och ‘mal unter die Arme.

Samstag Abend, boahr, diese Chocri “Dattelblüte” is’ wat Gutes, glühten wir vor, ich mit Moskovskaya-Diet-Coke on the rocks, und radelten sodann die Dircksenstraße am Halford vorbei zum VCF Club. An die fünf Svedka-Cola-light genehmigte ich mir dort, ich hatte also ordentlich getankt. Dank ausreichender Bewegung und späterer Umstellung auf Hahnenwasser, hatte der Nervengiftkonsum keine nennenswerten Nachwirkungen. Sehr gut hat’s'ma gefallen.

Zwei Euro Eintritt und dann wollen die Klofrauen obendrein 50 Cent, beim Deutsch-Amerikanischen Volksfest, neh, neh, nehhh. Zum Thema: Früh wa’ma da – damit weiß ich nun ebenfalls wo das Halford liegt, weil’wa da langradelten. Mitternacht war noch Tote Hose, die Särge klappen eben erst in den frühen Morgenstunden auf.

Die Geschichte mit den 2 Euro Rabatt mit Flyer finde ich nach wie vor total albern, aber bitte, damit ham’wa uns arrangiert.

Die Club- als och die Blüthenrausch-Veranstaltungscrew waren allesamt freundlich und aufmerksam. ‘Ne Wodka-Cola-light machte 5,50 Euro, kostet was es kostet, dafür war’s eben ‘n guter Mix trendy Svedka Vodka und richtische Cola light und nicht irgend so ‘ne grauslige Duncker-Afri-Cola-Plörre.

Den einen Euro Pfand auf die u.a. von Havana Club gesponserten Gläser, nö, so was mag ich nicht. Außerdem ist das total inkonsequent, weil bei den Flaschengetränken gab’s kein Pfand. Zumindest hantierten’se ned mit dämlichen Pfandmarken herum, so dass ich mir einen klitzekleinen Teil meiner Drinks mit dem gelegentlichen Einsammeln von ein paar Gläsern zu refinanzieren wusste bzw. die paar Euro verkloppte ich heute Nachmittag in Zehlendorf.

Der Laden füllte sich wie erwartet, die Lüftung streikte, sowohl das Licht wie auch die Musik fanden überwiegend Gefallen. Zwischendurch schaute’ma gelangweilt dem gemeinsamen Sterben auf der Tanzfläche zu, aber das wendete sich wieder und für ein paar Minütchen wurde sogar recht flotte Musik geboten, zu der isch freilich wie’n Känguru-Flummi herumhüpfte und damit auf jeden Fall mehr Kalorien verfeuerte als Mr. Falkensee.

Statt Sauerkrautpizza gab’s übrigens Kuchen, fein. Apropos Sauerkrautpizza, nach Hören Sagen soll’s zu der nächsten Factory ein großes Sauerkrautpizza-Happening geben. Aber daran glaube ich eh nicht mehr und außerdem war die Pizzabäckerin a weng merkwürdig drauf. [...]

Bis zum Morgengrauen verstreuten sich die Papiertücher von der Raucherlounge bis zur Garderobe. Noblesse Oblige ignorierten die rauchfreie Zone , aba macht nix, der Laden hatte sich bis dahin geleert und die Lüftung schien nun klarzukommen. Als gegen 7:33 Uhr John Paul Young aus den Boxen plärrte, war’s höchste Zeit aufzusatteln. [...]

Ach ja, eins noch, das fand ich null nett, dass’er meinen Musikwunsch, welchen ich extra auf mein T-Shirt hab’ drucken lassen, ignoriertet. – Bis ‘n andermal.

11:18 Uhr sagte der Wecker am Sonntag Morgen. Als wenig später das Frühstück auf dem Tisch stand, raffte ich mich auf, viel zu Früh. Nachmittags radelten wir nach Zehlendorf. Zwei Euro wollten’se Eintritt haben, das kannten wir schon vom vergangenen Jahr. Wahrscheinlich wollen’se sich so die Vollassis vom Hals halten. Weil anders ist das nicht zu erklären. Denn die Fahrgeschäfte haben och ganz ordentliche Preise. 1,50 Euro gäbe es mit dem Eintrittszettelchen Rabatt, aber nur bei denen mit einem roten Punkt. Natürlich hatte das Riesenrad, 5 Euro, keinen roten Punkt, nicht eines der hochpreisigen und coolen Fahrgeschäfte.
Die andere Partei nahm einen Caipi, der insbesondere für den Preis, 3,90 Euro, wohl sehr gut war. Eine Lift-Apfelschorle für 2,- Euro, das ist recht human. Auf dem Weg hielten wir bei ‘nem Kirschenstand, frisch aus Werder. Die schmeckten, kein Vergleich zu dem Supermarkt-Zeugs aus Spanien oder der Türkei.

In den Regen kamen’wa nicht, och wenn es etwas zuzog. Aktuell ist Montag, es scheint die Sonne. Bei Brot + Brötchen nahm ich ein paar Brötchen mit, Schweizer Brötchen vom Biobäcker gab’s, wie jeden Montag, keine. Den Bagel wollte ich dann och nimmer, und schaute bei der Bio Company rein.
Eine ordentliche Ladung kernlose und süße Trauben holte ich bei Lidl. Da ich vergessen hatte die PET-Flasche vorher abzugeben, ging ich hinterher zum Automaten, einer der zwei war defekt, und musste mich sehr wundern, wie der Typ mit dem Havana-Club-Strohhut eine Bier-Glasflasche nach der Anderen in den Leergutautomaten schob. Es klirrte und klirrte, sonderbar, das geht doch nicht mit rechten Dingen zu. Doch, tut es, wie ich via Google erfuhr. Es gibt von Lidl tatsächlich Einweg-Glas-Pfandflaschen. die aber wohl auch nur bei Lidl zurückgenommen werden, weil die normalen Pfandautomaten damit nicht klarkommen.

Wechselnde DJs spielen Euch an jedem 1. Freitag des Monats unsere Musik in den Kopf und zwischen die Beine.

Der Flyer zum Dark Friday ist so ends schlecht, wie die Veranstaltung an sich, dem Niveau des KitKatClubs angepasst. Irgendwo scheppert ‘n Wecker und der hört nicht auf.

Was an diesem Montag sonst los ist, schau’ma ‘mal. Abends gibbed auf jeden Fall Bison mit Tandoori-Gemüse.

Die asozialen Untermenschen von nebenan krakeelen heute wieder extremst laut herum. Wenn dort ein paar Molotowcocktails reinfliegen würden, ich schaue weg, versprochen. Weil solch widerlicher Abschaum, sowas durch und durch asozial Rücksichtsloses, dessen Lebensinhalt einzig daraus besteht, ihren Mitmenschen das Leben zur Hölle zu machen, gehört liquidiert. Echt, dieser ständige Lärm macht einen voll weich in der Birne. Unsere Hausverwaltung interessiert’s übrigens nicht, aber mit denen befinde ich mich eh Stunde um Stunde mehr auf Kriegsfuß.

Andere Sache, R. klingelte mich gestern an, wegen der Weiterleitung der .com-Domain. Der treibt einen manchmal auch, kurzum, in der Früh reichte er mich an die Dame weiter, welche sich jetzt um den Webauftritt kümmert. Die Baustellenseite kann sich schon sehen lassen. Wir verblieben dabei, dass die Weiterleitung auf die .de bleibt und gut is’.

 

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