Herrlich, die Sonne strahlt. Das letzte Wochenende hatten’wa och schönes Wetter. Samstag Spätnachmittag statteten wir dem Natur-Park Südgelände bei der S-Bahnstation Priesterweg einen Besuch ab. Ein Euro machte der Eintritt, ab 14 Jahren. Schön war’s, eigentlich. Was wir jedoch total uncool fanden, waren die asozialen Jugendlichen, welche die Info-Schilder und Tafeln im Naturschutzgebiet besprühten. Da hätte ich am liebsten ‘ne Schrottflinte gehabt und bumm, verrecken soll’n'se!
Ich verstehe es nicht. Klar haben wir als Kiddies och ‘ne Menge Mist gebaut, aber ich kann mich nicht erinnern mutwillig fremdes, privates oder gemeinschaftliches Eigentum zerstört zu haben, einfach so, an der Freude an Randale und Vandalismus, rücksichts- und respektlos. Es sieht auch einfach sch#iße aus, diese Graffiti-Tags überall, Schmierereien, Schmierereien, made by biologischem Abfall, lebensunwürdigem humanoidem Unrat.
Klar, was haben wir gemacht, nichts, weil was wills’de auch machen. Wenn ich noch ‘ne männliche Begleitung gehabt hätte, hätten wir dem Gör und Anhang die Sprühdose entrissen und ihn fein eingesprüht. Diskussionen oder Ermahnungen bringen’s ohnehin nicht, Gewalt ansich auch nicht. Aber wir hätten uns zumindest gut dabei gefühlt, der Wut Luft gemacht. So ärgerte ich mich einfach, nichts getan zu haben und nichts tun zu können. Ich hasse sie, die Menschen.
Kurz vor der Beendigung unserer Runde im Park kamen wir dort vorbei, wo die Kiddies legal sprühen dürfen. Die meisten kritzeln allerdings ebenfalls nur irgendeinen R#tz hin, dafür wäre mir die Farbe zu schade für. Fazit: Park ist o.k., nichts Besonderes, die dr#cks Gören haben einem die schöne Stimmung vermasselt.
Sonntag legten wir uns nach dem Frühstück erst für das eine und andere Stündchen in den Park im Gleisdreieck und fuhren danach raus, in den Treptower Park. Dort war, klar, Sonnenschein, Halli galli. Wo’de hingucktest, rauchte ein Grill, dicht an dicht drängten sich die Leute auf der Wiese. Wir parkten, der Opa benötigte über zehn Minuten bis’er ausgeparkt hatte, zuerst musste er noch was trinken, dann fand er wohl das Zündschloss nicht, und spazierten durch die Plänterwald Richtung Spree. Irgendwann werden wir wohl auch ‘mal ‘ne Führung mitmachen, auch wenn 15,- Euro echt krass viel Kohle dafür sind. Aber gut, Christopher Flade und Norbert Witte, welcher den Park so heruntergewirtschaftet hatte, wollen wohl och von irgendwas leben.
Vor dem Ballermann bogen wir ab, die Insel unter neuer Flagge ließen wir dieses Mal aus, retour zum Auto. Back in da hood wurde die Eisdiele anvisiert, zur Abwechslung nicht Il Maestro Gelatiere, sondern die vanílle & marílle Eismanufaktur. “Manufaktur” ist total hip & trendy und wird daher gerne als Bezeichnung für junge Bio-Produkte verwendet. Bio ist hier jedoch nicht. Aber hip & trendy ist der Laden trotzdem, dort ist insbesondere am Wochenende bei sommerlichen Temperaturen die Hölle los.
Yep, das dürfte Il Maestro Gelatiere merken. Dort gibbed zwar och meist noch Schlangen, aber nicht (mehr) so wie bei vanílle & marílle. Deren vergangenes Jahr eröffneter zweiter Laden in der Kreuzbergstraße dürfte sich damit kaum mehr rechnen.
Die Hagelberger Straße 1 is’es, eine Nebenstraße. Trotzdem, die Kundschaft findet auch hierher. Der Laden ist recht klein und die Schlange meist lang. Was’e gut machten, sie hängen die verfügbaren Sorten draußen aus. So hat’ma während des Wartens genug Bedenkzeit, um an der Theke seine Entscheidung mitzuteilen. Ich verlangte nach einer Kugel “Berliner Marzipan mit Pflaume, Schoko und einem Schuss Pflaumenschnaps” und ‘ner “Erdbeer mit Mascarpone” in der Waffel, verdammt lecker. Was dabei nicht so schön ist, eine einzige Kugel, besonders groß sind die nicht, kostet inzwischen einen ganzen Euro, zehn Cent mehr wie 2009, die Inflation. Oder sie haben gemerkt, dass’es machen können, Kohle scheffeln. Ausgesorgt werden Falk Rahn und Nico Robert damit haben, zumindest ham’se längst die Investitionen drinne, die Bude ist eine Goldgrube.
Die Zeit kennt kein Erbarmen, keine Pause und schreitet stetig vorwärts, es ist bereits Dienstag. Unser Wochenendtrip hat sich leider zerschlagen, denn das Gartenhaus ist bereits belegt. Ob sich noch etwas anderes ergibt, schau’ma ‘mal. Freitag Abend sim’ma wahrscheinlich auf der Angel in Bondage.
Am ersten Mai marschieren Neonazis im Prenzlauer Berg auf, blockiert von Gegendemonstranten. Einerseits finde ich diese linke (als auch rechte) Gewaltbereitschaft und absolut sinnlose Zerstörungswut total verachtenswert, trotzdem sollte’ma nicht nur zuschauen, wenn sich die Ewig Gestrigen formieren.
Update 28.04.2010 11:24 Uhr
Die Hälfte habe ich vergessen, was verzettel ich mich och immer so. Samstag schauten wir “Edge of Darkness” @home, ein total überflüssiger Streifen, Sonntag war’ma im Kino. Positiv überrascht war ich, dass die im Cinestar ohne jegliches Murren meine beiden Kino-Gutscheine annahmen, welche ich vergangenes Jahr geschenkt bekommen hatte und auf denen noch ein Gültigkeitsdatum aufgedruckt war, wo’wa längst drüber waren. Deren System mochte den Barcode zwar nicht, aber das Mädel druckte anstandslos zwei Freikarten aus. Der Film, “Dorian Gray” war nüschts, aber erwähnenswerte Alternativen gab es ebensowenig. Eine mittlere Popcorn nahm die andere Partei mit, süß.

