Woah bin ich sauer. Das war jetzt echt das letzte Mal, dass ich bei Velofit vorbeischaute. Die sind immer so sch#iße, nicht zu fassen.
Ich heute hin, vor einer Woche hatte ich die beiden Räder vorbeigebracht. Der glatzköpfige Typ beäugt mich schon so komisch, als ich die Werkstatt betrete. Ich traue dem nicht, der ist irgendwie link, ungut, bei dem hatte ich schon immer ein schlechtes Gefühl. Ich zeige ihm draußen meine beiden Räder, welche ich mitnehmen wollte. Das eine stand da so einsam vor der Türe herum, wahrscheinlich weil die Kiddies mit dem herumheizten. Das machen die gerne und der Fahrradbesitzer kann froh sein, wenn er sein Fahrrad danach im Ganzen zurückerhält. Das andere lag so irgendwie quer im Fahrradständer, rechts auf einem anderen drauf, links lag eins drauf. So ist das dort, ‘n behutsamen Umgang mit fremden Eigentum ist denen fremd.
Als erstes durfte ich zahlen, 69,50 Euro. Ganz schön viel Kohle, erst recht für ‘ne Werkstatt, die keine ist. Aber o.k., das Material kostet natürlich auch, eine neue Kette für das eine, ‘ne neue Kassette für das andere. Freundlich fragte ich nach einem Beleg für das schwarze Rad, so einen Zettel, damit’ma weiß was’e gemacht haben. Weil die rufen immer irgendeinen Preis auf, klären Dich aber nicht darüber auf, wo’se an Deinem Rad überall Hand anlegten und wie sich die Rechnung, die keine ist, zusammensetzt. “Ham’wa nicht!”, antwortete er flapsig. Aha. Was mir ebenfalls sehr missfiel, die Bremsen bei dem schwarzen Rad taten es nicht. Da is’ alles locker, die haben außerdem voll Spiel.
Hier muss’ma wissen, dass wir dieses Rad vergangenes Jahr bereits zweimalig in eben dieser Werkstatt hatten. Das eine Mal wurde es generalüberholt, falscher Ausdruck, es wurde wieder so zusammengebastelt, dass es fährt. Es sollte tiptop sein, so die klare Absprache. War’s nicht, eh klar, weil die unfähig sind. Über sechzig Euro legte ich hin, wir erhielten es mit zwei platten Reifen zurück. Aber kein Problem, an die Tankstelle rangefahren und aufgepumpt, das können’wa och selber. Was jedoch wirklich ein Problem war und zudem s#ugefährlich, die Bremsen taten’s nicht. Also nochmal hin, ham’se gefixt, ich gab sogar Trinkgeld, wunderbar. Alles geht extra, Mitdenken Fehlanzeige.
Jetzt sind es erneut die Bremsen, die total locker sind. Da hätte ich eine Inspektion dazu nehmen müssen, sagt der unfreundliche Heini dann. Weiß’de, die flickschustern am einen Ende herum, alles andere sehen’se nicht. Sprich, da kann’s, ganz im Ernst, sein, dass’de Dich nach erfolgter Reparatur auf Deinen Drahtesel setzt und es Dich zwei Meter weiter auf die Fr#sse legt, weil sonstwas ist, was bevor Du Dein Rad denen anvertrautest vielleicht schon war oder gerade auch nicht.
Langer Rede, wenig Sinn, nachdem mich der Heini, mit dem eine normale Konversation schlicht unmöglich ist, auch noch angeschrien hatte, war’s'mer echt vergangen. Der nette junge Kerl versuchte erneut zu schlichten, mir reichte es. Nur Theater mir denen, jedes Mal! Ich nahm meine beiden Fahrräder und marschierte geknickt von dannen. A#schlöcher.
Velofit in der Zossener Straße 5, in dem Haus, in welchem ich ‘mal wohnte, Leute lasst Euch gesagt sein, meidet diesen Laden, denn der ist niemandes Unterstützung wert.
Update 27.04.2010 17:00 Uhr
Liebe Nachbarn,
am gestrigen Tag durfte ich mein Fahrrad in der Werkstatt abholen.
Es mag nun nicht mehr das Neueste sein, aber es dient mir schon seit etwa sechs Jahren als weitgehend zuverlässiges und umweltfreundliches Fortbewegungsmittel.
Im vergangenen Winter, während es hier in unserem gemeinsamen Hinterhof abgestellt war, wurde u.a. auf das Hinterrad mutwillig grobe Gewalt ausgeübt, was in einem ordentlichen Achter, einer defekten Kette sowie geborstenen Speichen resultierte, so dass es tatsächlich nicht mehr bewegbar war. Das war gar nicht nett.
Bekanntermaßen ist nichts umsonst und gerade die Fahrradläden kennen diesbezüglich keinerlei Skrupel.
Von daher wäre ich sehr dankbar dafür, wenn eben mein Fahrrad, es hat einen roten Rahmen, gleichermaßen jedes andere fremde Eigentum, zukünftig in Frieden gelassen wird.
Sollte jemand den Vandalismus beobachtet haben, dann bitte ich um vertrauliche Mitteilung an […], welche mir 100,- Euro wert ist.
Vielen Dank für die Aufmerksamkeit.
[...]
Die ehemalige Hauswartin war’s.

