Was Michael Moore zu Gute zu halten ist, er macht. Egal ob alleine auf weiter Flur, er spricht was er denkt, Respekt. Andererseits beleuchtet er seine Themen, Michael Moore gegen das System, stets einseitig und wenig reflektiert, jedoch verstellt er sich dabei keineswegs, in dem er eben seine Meinung bekundet und schlicht sich darstellt, von Beginn bis zum Ende der einschläfernden Doku, die einen wenig mitreißt.
Kapitalismus, nun, klar ist, egal welche Wirtschaftsform, Macken haben’se alle. Dieser Streifen bringt nichts Neues zu Tage, sondern kaut lediglich Altbekanntes wieder und versucht dabei noch ein wenig auf die Tränendrüse zu drücken. Diese Welt ist ach so gemein. Bush, Reagan, dies waren keine Heilsbringer, keine Frage, aber, verehrter Herr Moore, Obama ist definitv ebensowenig der Messias, den wir so gerne hätten.
Kapitalismus ist böse, er nimmt von den Armen und gibt den Reichen, er ist Quell allen Elends bzw. schlicht unsozial. Richtig, es wird in der Menschenwelt unendlich viel Schundluder getrieben, generell, wenn es zum Thema Geld kommt. Trotzdem, was wären die Alternativen, exactamente.
Sehenswert? – Uninteressant.

