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Spirit Warriors

Ronny Roger • Mittwoch, 20. Januar 2010 2004 Uhr • Category: Home Sweet Home

Obendrüber ist heute fleißiges Möbelrücken angesagt, ob die ausziehen? Draußen ist es, nachdem es gestern noch taute, richtig frostig, inklusive eisigem Wind. Die Gehwege sind vereist, selbst die Dachlawinen sind im Abrutschen festgefroren.
Ich hätte heute einmal wieder k#tzen können. Super schlau schob ich ein Stylesheet vom Rechner auf den Server. Doof nur, dass ich diese Datei vor ein paar Wochen online geändert hatte, ohne mir die aktuelle Version herunterzuziehen. Tja, damit war ein Tag Arbeit futsch und ich fange nochmal damit an, voll ätzend.

R. rief durch (15:36). Mit dem gehe ich morgen, während sein Freund hier um die Ecke am Tempelhofer Flughafen bei der Bread & Butter arbeitet, gegen 15 Uhr irgend wo am Kurfürstendamm ‘n Käffchen trinken. Sein Anruf war mein heutiges Highlight, wobei, nicht der Anruf an sich, aber das, was er mir mitteilte. Es sei noch nicht spruchreif, aber er wolle wieder Aufnahmeleitung machen, meinte er. “Da bin ich sofort dabei”, ließ ich ihn wissen. Ein Hoffnungsschimmer, auf den ich lange wartete.
Das Thema ist recht komplex, die Sache dabei ist, dass ich einige Jahre in der Filmproduktion arbeitete, die meiste Zeit davon als derjenige, welcher ihm am Set den Rücken freihielt. Ambitionen seinen Job zu übernehmen habe ich bis heute nicht, nur trennten sich eben vor zwei Jahren unsere Wege. Erst war ich bei zwei anderen Produktionen in anderer Position tätig, er wechselte zwischendurch das Fach, was jedoch schon lange geplant war, dann hatte ich mit beiden Produktionen echt richtig Pech, außer Spesen und graue Haare nichts gewesen und irgendwie war ich danach raus. Mein Ex- und Wäre-schön-wenn-bald-wieder-Chef zog mich nämlich stets als sein Assistent mit, was recht komfortabel war. Wenn man diese Rückendeckung nicht hat, niemand, der sagt, ich will den und nicht ohne, is’es einfach verdammt schwer, weil Dich natürlich niemand bezahlen will, wenn die Jungspunte, welche es sofort für weniger machen, Schlange stehen. Dass die Filmproduktion dabei im Nachhinein oft draufzahlt, ach, was soll ich sagen, es gibt soviele Idioten, insbesondere in der Medienbranche.
Wie dem auch sei, das hieße, ich käme endlich wieder vom Schreibtisch weg und hätte ein einigermaßen geregeltes Einkommen. Nah, wir wollen den Abend nicht vor dem Tag loben – bitte Herr, mach, dass es weitergeht. Danke.

Abends, ebenfalls morgen, bin ich mit M. verabredet, im Locus, wobei ich vergaß um welche Uhrzeit. Nachts, vielleicht hole ich mir einfach ein Tagesticket, statte ich eventuell dem Sage einen Besuch ab, Freitag Abend ist’s schon wieder vorbei mit sturmfreier Bude.

Update 21.01.2010 22:21

Da bin ich heute schon echt hin- und hergehetzt, aber zum Sage schaffe ich es bis 22:00 Uhr nicht mehr, erst recht nicht rein. Etwa ‘ne halbe Stunde dauert’s mit der U7 und U8, wonach um die Zeit in der Schlange anstehen angesagt ist. Nach 10 kostet’s 6,- Euro Eintritt und das is’es mir definitv nicht wert.
Blöd, dass ich mir im M19, dem Bus Richtung Kronprinzendamm, direkt ein Tagesticket rausließ. 6,10 kostet das inzwischen, womit ich 2,10 verschwendete. Teuer ist’s geworden!

Bevor ich bei R. klingelte, legte ich auf dem Weg von der Bushaltestelle bis zu ihm einen Zwischenstopp bei Steinecke ein und holte irgendwelchen Süßkram zum Kaffee, ‘nen Pfannkuchen, ‘n Kameruner, einen Muffin, das vierte Gebäck will mir gerade nicht einfallen.
Der Fernseher lief, ProSieben Bildungsfernsehen, furchtbar das Nachmittagsprogramm. Im Nachmittagsprogramm: Die Zielgruppe itsself, arbeitslose Asselfamilien. Ich weiß, warum ich kein Fernsehen schaue, genau deshalb.
Nach dem Kaffee drehten wir eine große Runde mit dem WauWau, eisig is’es derzeit, richtig kalt. Wir quatschten über dies und jenes, er erzählte mit davon, dass die Versicherung immer noch nicht gezahlt hat, weil die Staatsanwaltschaft Monate hinterher sei. Jaja, das kenne ich, das ist Berlin. Der Bürger muss pünktlich seine Steuern und Gebühren blechen, aber wenn man etwas vom Staat möchte, was einem zusteht, wird man auf die Wartebank geschoben. Er hat das nun ‘nem Anwalt übergeben, besser is’es. Die Restaurantpläne in dem Hotel eines Bekannten am Britzer Tor haben’se inzwischen verworfen, weil es dort keinerlei solvente Laufkundschaft gibt und es in’ner Stadt ohnehin reichlich Restaurants gibt. Vielleicht ein Imbiss, eventuell ein Restaurant in Karlsruhe, oder zuerst einmal wieder Filmcatering, zwischendurch vielleicht Aufnahmeleitung. So richtig weiß’er’s nicht. Selbst die Wohnung ist ein ewiges Provisorium, da’se sich nicht einig sind, ob’se dort bleiben und sowieso andauernd unterwegs sind. Schwierig.
Holger H****, der unfähigste Produktionsleiter auf der Welt, ist übrigens überraschenderweise weiterhin gut im Geschäft, unterhält zu seiner Berliner jetzt eine zweite Wohnung in Köln – das waren die Neuigkeiten des Tages, erstaunlich. So ein D#pp.

Abends traf ich mich mit M. im Locus, 19:00 Uhr. Sie kam etwas später, weil ihr der Bus vor der Nase weggefahren war. Zweimal Yogitee für sie, einen KiBa sowie einen Latte Macchiato für mich, 10,20 Euro, 12 mit Trinkgeld. Reisegeschenke gab es, u.a. einen Kühlschrankmagneten mit Mini-Banänchen, Kekse, Curry- und Chilipaste. Sie erzählte von Thailand, Bangkok, traumhaften Stränden, der riesigen Feuerqualle, welcher sie frische Narben zu verdanken hat, von den total unverdorbenen guten Menschen in Burma einerseits, der Armut andererseits, ein tolles Erlebnis, wenn auch wenig komfortabel. Ein wenig durch den Wind wäre sie noch, aufgrund der Zeitumstellung.

Viertel vor 9 lösten wir die Runde auf. Zügigen Schrittes marschierte ich nach Hause. Wenn ich die Urlaubmitbringsel nicht erhalten hätte, wäre ich auf direktem Wege weitergezogen. Mitnehmen wollte ich sie jedoch ebensowenig. Also lief ich den ganzen Weg vom Marheinekeplatz zurück. At home angekommen folgte eine Sitzung auf dem stillen Örtchen, wonach es bereits 10 nach 9 war. Yut, jetzt noch loszuspurten, nö, das war mir zuviel der abendlichen Action und so sitze ich nun ‘mal wieder gemütlich am Schreibtisch.
Hörspiel könnte ich weiterhören, Eclipse. Vorher kümmere ich mich um das neue DKB-Konto. Heute kam nämlich die Visa-Karte und die TANs. Viel mehr würde mich das Passwort zum Internetbanking interessieren

 

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