Puhhh, warm! Nein, heiß! 21h19 war’s, als ich zurück von der Fahrt nach Rostock vor der Haustür stand. 21h19 war’s, als schräg gegenüber die Sirene der Freiwilligen Feuerwehr dieses Kaffs losheulte.
Meine erste Aktion war, das brauchte gut 40 Minuten, die Scheiben des Wagens putzen. Denn die Scheibenwischanlage ist eingefroren. Zwar hatten wir heute Nachmittag beim Tanken an der Esso Frostschutz und Wasser nachgekippt, aber bislang ist nüschts aufgetaut. Also schnappte ich mir Bad-, Scheiben- und Allesreiniger, kippte das zusammen mit Frostschutzmittel in den roten Eimer, nahm eine Rolle Zewa unter den Arm und machte mich an die Arbeit. Schlimm genug, dass der Wagen immer noch Sommerreifen ‘drauf hat, minus dreizehn Grad ham’wa momentan, dann möchte ich zumindest etwas sehen, trotz meiner Nachtblindheit. Na ich hab’ halt das Problem, dass ich beispielsweise bei Nässe und Gegenverkehr sofort geblendet werde, die Spuren auf der Fahrbahn kaum erkenne und mich echt anstrengen muss.
Der Trockner klappert, den Eimer muss ich gleich noch wegräumen, die Heizung drehte ich von 5 auf 3. Gegen 1 Uhr nachts werde ich die beiden dort abholen, wo ich sie vorhin absetzte, beim Mau Club. Dort spielt heute wie alljährlich, die Punkrockband ‘Dritte Wahl’, supported by ‘Crushing Caspars’ und ‘Mainpoint’. Das war mitunter ein Grund, warum ich heute Abend hier bin. Selbst auf’s Konzert wollte ich jedoch nicht, trotz dem ein Ticket für 20,- Euro übrigblieb, weil A. von einem Kumpel versetzt worden war.
Auf der Fahrt dorthin stoppten wir bei McDonalds Lambrechtshagen, Drive In. Weil A. ohne alles bestellte, mussten wir bei “Auto 2″ warten. Denn das heisst, die Burger werden frisch zubereitet.
Die Tage sind anstrengend. Drei Dinge: Erstens, wir wollen in den Urlaub, raus, weg. Deshalb klappert die andere Partei regelmäßig die üblichen Lastminute-Webseiten ab. Jamaika wär’s fast geworden, aber nur als Nacht- und Nebelaktion und mit sehr viel Streß. Donnerstag geguckt, Freitag ging der Flieger – wo ganz anders. Außerdem musste’se Freitag, gestern, arbeiten. Morgen geht’s zurück nach Berlin. Neun Tage sollten es schon sein, wenn wir zuschlagen. Wenn gar nichts geht, nimmt man eben irgendwas weniger Exotisches, schau’ma’mal.
Zweitens: Das iPhone. Auch wenn ich’s abgetreten habe oder vielleicht gerade deshalb, treibt es mich in den Wahnsinn. Zum einen funktionierte das WLAN hier nicht mehr bzw. das WLAN schon, aber Wi-Fi nischt. Das Sch#ißding wollte nicht. Außerdem war der ‘Safari’ von unten verschwunden. Grund war, dass sich unter ‘Einstellungen’ irgendwelche ‘Einschränkungen’ selbständig aktiviert hatten, welche sich leider nicht deaktivieren lassen, weil uns der dazugehörige Code fehlt. Wahrscheinlich passierte das alles in der Hosentasche, als wir noch nicht wussten wie man die Tastensperre bei dem iPhone aktiviert. Echt, dieses Dr#cksteil macht einen auf simple und easy, ist aber voll kompliziert und obendrein abartig bescheuert. Das “E” im Display ist nach einem Klick auf das Symbol des ‘Winterboard’ inzwischen der Wi-Fi-Anzeige gewichen, die ‘Einschränkungen’ sind weiterhin drinne.
Drittens: Gestern Abend segnete das ASUS A6000KM das Zeitliche. Super Timing, verdammt. Man gelangt noch zu der Auswahl “Windows normal starten” sowie der anderen Möglichkeiten, es versucht sodann hochzufahren, das Windows-Logo erscheint, aber *schwupps* hier ist Ende, weiße Schrift auf blauem Bildschirm, den man nicht zu lesen vermag, weil er sofort verschwindet, und das Gerät bootet erneut. Keine Chance, vorbei.
Der Lüfter war schon immer recht laut, da muss etwas im Argen gewesen sein. Wie ich zudem vernahm, soll es Sonntag eine Virenmeldung von AVG gegeben haben. Was auch immer es war, wurde in die Quarantäne verschoben. Das war eventuell nicht gut genug, denn vorgestern hätte sich AVG nicht updaten lassen. Das mag Zufall sein, ich denke jedoch es lag an ‘nem Virus, Trojaner, Malware, irgend so was, das dem Notebook den Totesstoss gab.
Ohne Notebook geht, auch für sie, gar nicht. Deshalb bestellten wir vergangene Nacht gleich das Asus UL50AG-XX006C für 549,- Euro. Weil wir’s spätestens Montag haben möchten, wählten wir den Probemonat für die Prime-Mitgliedschaft, sprich Express-Versand. Vorsichtshalber, auch dies gestaltete Amazon wirklich kundenfreundlich, stellte ich soeben die automatische Verlängerung um.
Das heisst also, wir werden Montag das neue Notebook erhalten und schön damit beschäftigt sein dieses einzurichten, Internet, Office und als aller erstes nach dem Betriebssystem: Ein gscheites Anti-Viren-Programm. Das wird ein Spaß, ätzend. Irgendwas ist immer.
Eine Geschichte noch, wir kombinieren zweitens und drittens und landen erneut beim iPhone. F#ck! Ich google mich schon den ganzen Tag wie blöde, poste in diversen Fachforen, ohne viel schlauer geworden zu sein. Das Problem ist Folgendes: Weil der alte Rechner hin ist, muss man natürlich bei dem neuen Rechner das iTunes neu installieren. Wenn man jetzt das iPhone mit dem jungfräulichen iTunes synchronisiert, gehen – nach Aussage von einigen Cracks und Laien, welche diese leidvolle Erfahrung machen mussten – alle Daten, Applications, Einstellungen UND Kontakte komplett verloren, weil iTunes die rigoros einfach von dem iPhone löscht! Krasse Sache, aber warum auch immer scheint das von den Apple-Hohlbr#tzen so gewollt.
Natürlich wollen wir das nicht und suchen daher nach einer inoffiziellen bzw. fachmännischen Alternative. Weil das kann’s echt nicht sein. Solche A#schlöcher, Apple. Vielen Dank für die Erkenntnis, dass die Anschaffung des iPhones ein sauberer Fehler war, nur Ärger mit dem Schrott. Nicht einmal einen Stift gibbed für das Teil, weil der Touchscreen irgendwie darüber funktionieren würde, dass der menschliche Körper Strom leitet, klärte mich nachmittags eine Dame vom Media Markt Ostseepark auf.
Wenn man Zugriff auf die Festplatte des alten Rechner hätte, könnte man wohl die iTunes-Ordner rüberkopieren. Ist dem nicht so, ist man angeblich gea#rscht, Dank Apple.
Nachmittags war’n'ma für einen kurzes und sehr eisigen Spaziergang in Heiligendamm. Davor beförderten wir A. und K. nach Hause, welche bei Abschlepp Harry (ADAC) ihren Mietwagen vor die Tür stellten. Vergangenen Samstag versagten nämlich die Bremsen ihrer kleinen Ford-Möhre, den sie heute vom Meister im nächsten Dorf aus der Reparatur holen durfte. Dafür bekommt der Meister nun seine Uhr von ihrem Vater repariert. In etwa zwei Wochen soll’s soweit sein, mit dem Baby.

