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Ronny Roger • Freitag, 11. September 2009 1937 Uhr • Category: Berlin

Gestern, es war fünf vor fünf nachmittags, beobachtete ich in der Katzbachstraße eine lustige Sache. Und zwar stand dort so’n Typ herum, an den gelben Briefkasten gelehnt, mit dem zur Öffnung bzw. Leerung nötigen Schlüssel in der Hand. Er guckte irgendwie verzweifelt die Straße hoch und runter, runter und hoch, hoch und runter. Sein Transporter stand zweite Reihe, “Servicepartner der Deutschen Post AG” war hintendrauf zu lesen.
Warum? Ich vermute einfach ‘mal, die haben schon ‘mal gehörig einen auf den Deckel bekommen, weil’se die Briefkästen zu früh, also vor der angeschriebenen Zeit, hier: “17:00 Uhr”, leerten.

Rekordzeit. Auf die Uhr hatte ich nun nicht geschaut, aber ich vermute, dass ich’s in kaum mehr als ‘ner Viertelstunde von meinem 12-Uhr-Termin in der Charlottenburger Tauroggener Straße bis heim schaffte, mit dem Radl. Ob ich mich stets an die Straßenverkehrsordnung hielt? Nein, natürlich nicht. Trotzdem bin ich jederzeit aufmerksam und rücksichtsvoll unterwegs.
Einen wireless Router galt es zum Laufen zu bringen. Es dauerte, aber ich bekam’s gebacken. Im Grunde war’s sogar recht simple, ein paar Kabel umgestöpselt, das Routermenü aufgerufen, die Zugangsdaten von Vodafone/Arcor eingegeben, dann die Verschlüsselung eingestellt, fertig. Wenn das Menü nicht so verwirrend gewesen wäre, eine Sache von drei Minuten. Belohnt wurde mein Engagement direkt mit Kaffee und Käsekuchen, sozusagen Barzahlung in Naturalien, lecker.

Aktuell, die K#ckbr#tze von nebenan treibt’s die Tage wieder besonders wild und in einer lange nicht mehr gehörten Lautstärke. Ach war das schön, als die Flotters für ein paar Wochen in der Türkei untergetaucht waren.

Morgen fahre ich morgens wahrscheinlich wieder eine Runde mit nach Rostock und abends zurück. Was dort machen, gute Frage. Vielleicht setze ich mich einfach in die Kantine, gehe zwischendurch ‘mal tanken und viel mehr auch nicht.

Honey Pomela, die ist morgen dran. So ein Ding hatte ich noch nie unter’m Messer. Deshalb nahm ich sie kürzlich mit. Und wehe die schmeckt nicht. Dann muss ich mich wohl erneut beschweren.

Donnerstag Abend. Wir schwangen und auf’s Radl und steuerten Lush in der Friedrichstraße an. Über den Alex radelten wir zurück. Dort war das Oktoberfest im Hippodrom im vollen Gange. Wenige Meter weiter fand ich einen äußerst amüsanten Hinweis an den Wasserspielen vor dem Fernsehturm, darauf wäre der gemeine Berlin Tourist nie selbst gekommen: “Kein Trinwasser”.
Tapas im Colibri war der nächste Gedanke, so dass wir den Chamissoplatz ansteuerten. Halb 9 dürfte es gewesen sein, tote Hose. Eine Aushilfe wurschtelte hinter’m Tresen herum. Kein Grisha, keine Jessi in Sicht. Nö. Wir sind dann weiter in’s Korn’s in der Kreuzbergstraße Ecke Möckernstr. 73a. Das war nett. Den sonntäglichen Brunch mussten sie übrigens leider einstellen, weil sie zum Ende stets draufzahlten.

Zu verdanken dürften sie dies wohl dem Tomasa haben, welches sich 2007/2008 in der Villa Kreuzberg einnistete und nicht nur das Dach verschandelte, als würde es sich bei der Villa um ein Indianertipi handeln. Das Tomasa ist eine auf anspruchslose Touris ausgerichtete Berliner Fresskette mit momentan vier Dependancen.

Je später des Abends, desto kühler wurde es. Der trockene Rotwein fand keinen Fan, das Garnelen-Pfännchen allerdings kam an. Ich hatte nur ‘nen Latte Macchiato und ‘n großes Kirschsaftschorle. Freundin ist gerade in diesem Moment wieder dort, mit einer Kollegin aus dem Seminar. Nachmittags waren sie Paddeln in Spandau.

 

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© Ronny Roger  Dich krieg'n'wa auch noch!