Freundin fährt gerade zwei einhalb Stunden auf Arbeit, sofern sie gut durchkommt und die Strecke nicht durch Besucher bzw. Teilnehmer des Rostocker Segel-Events verstopft ist. Heute Abend gegen 21 Uhr geht’s wieder retour.
Der samstägliche Morgen war bis hier hin nicht unbedingt die große Freude. Kurz vor acht stand ich auf, um mich nach ‘ner Katzenwäsche dem riesen Drumm auf dem Küchentisch zu widmen. An dem Teil hatte ich mich schon am Vortag halb zu Tode geschleppt, als ich’s vom Stand zum Auto trug. Mein weißes T-Shirt versaute es ebenfalls mit grün.
Ich mag den Türkenmarkt nicht. Das sind einfach nur ätzende Händler, also die Türken, nicht die Deutschen mit ihren Ständen von Honig, Fisch, Bioobst und -gemüse, etc., ist halt so. Die schreien die ganze Zeit herum und die Ware sieht vordergründig zwar immer recht gut aus, aber was sie einem dann einpacken, damit sieht’s oft anders aus. Insbesondere bei frischen Sachen zieht man dort gerne eine Niete nach der anderen, so meine persönliche Erfahrung. – Richtig ist, das Gemüse hat zumeist gute Qualität.
Freitag ist Markt, wir waren dort. Die frischen Kirschen müssen natürlich sofort bzw. noch am selben Tag verzehrt werden, sonst sind’se entgültig hin. Die angeblichen “Trauben kernlos” entpuppten sich als Trauben mit ziemlich vielen und großen Kernen. Und dann war da die Melone. Ein riesen Oschi, drei Euro, oh was’n Schnäppchen. So wirklich überzeugt war ich davon nicht, aber gut, ich verfrachtete sie vom hinteren Ende des Marktes am Maybachufer zum Kottbusser Damm, um’se in den Kofferraum zu hieven.
Heute Früh also schlachtete ich das Teil und wie ich schnell feststellen musste, die war schon fast hinüber. Es kostete mich über eine Stunde die zu zersäbeln und vor allem den ganzen Schmodder sowie die Kerne zu entfernen. Viel Arbeit vor dem Frühstück.
Und weil wir momentan erneut so viel Obst herumliegen haben, aus dem Kühlschrank schmeckt das halt nicht, fanden sich ebenfalls ganze neue Battalione von Fruchtfliegen ein. Außerdem verirrte sich zu früher Stunde eine Wespe in die Küche, die, nachdem sie wie irre an einer Energiesparleuchte der Küchenbeleuchtung herumsurrte, von Wand zu Wand zu flog, boingboing, in irgendeiner Ecke verschwand.
Freitag, ja, auch gestern, ging’s wieder raus an den Motzensee. Gegenüber der Töpchiner Straße 5 in Kallinchen fuhr ich rechts ran. Leider vermochte ich nicht in Erfahrung zu bringen wer dort wohnt, weil es kein Namensschild an dem Briefkasten gab. Die Vögel von Alba wussten’s och ned. Scheinbar jemand mit Kindern, worauf ein kleiner Spielplatz vor’m Haus schliessen lässt.
Im Wasser war’n'wa nicht gewesen, trotzdem bekamen wir Wasser ab, Dreckwasser, Dank eines sch#iß Köters, so’n kleiner dämlicher Kläfer, welcher meinte sich ohne Vorwarnung neben unserem Liegeplatz ausschütteln zu müssen und alles vollschmandete, unmöglich! Dem nicht genug, der dazugehörige Heini – wahrscheinlich aus der Nachbarschaft – entschuldigte sich nicht einmal für die Töle, ganz im Gegenteil, der fand das sogar lustig. Schade, dass ich meine Utzi nicht am Mann hatte, aus den beiden hätte ich am liebsten Hackfleisch geschossen.
Klartext: Hundehalter sind mir zutiefst zuwider. Zwar habe ich auch ein paar nette Bekannte mit WauWau, wo ich wohl oder übel über den Makel hinwegsehen muss, aber so generell sind Hundehalter einfach das allerletzte. Weil Hunde stinken, sind verzogen, unanständig, sche#ßen und urinieren überall durch die Landschaft und als Fremder nützt einem die Treue gegenüber Herrchen und Frauchen nüschts.
Deshalb bin ich jedenfalls dafür, alle, und ich meine damit alle, Hunde, welche keinen Zweck erfüllen, zu nichts nutze sind, außer dass’e Arbeitsplatze an den Chappi-Produzier-Maschinen halten, sprich keinem Blinden den Weg geleiten oder ‘ne Schafherde zusammenhalten, ausnahmslos eliminiert werden, basta.
Weiß’d, das Hauptproblem ist, dass der 0815-Hundebesitzer meint, weil er sein Viech toll findet, müsste dies ebenfalls alle Welt tun. Dass es jedoch anderen Leute tatsächlich überhaupt kein Wohlempfinden bereitet, wenn’se aus heiterem Himmel eine kalte Schnauze im Gesicht verspüren, wo ich garnicht wissen will, wo die vorher dranhing, das checken diese Untermenschen, dieser dr#ckige Abschaum, das asoziale des Lebens unwürdige Pack, genetischer Sondermüll, leider nicht. Sprich, mit den Hunden sollte man bitte die Hundebesitzer bestenfalls gleich mit ausrotten.
Gauklerfest war bereits vergangenes Wochenende, wir ham’s verpasst. Dass heisst, dieses Jahr gibbed keine Riesenbrötchen.
Anderes Thema, ich möchte mich zumindest einmal darüber ausgek#tzt haben, das Klima, der Sommer. Inzwischen schlafen wir nachts mit dem Ventilator vor’m Bett, mit offenem Fenster sowieso. Die Hitze ist kaum auszuhalten und deshalb läuft das Ding, nicht lautlos, bis früh morgens. Tagsüber bekomme ich am Schreibtisch oft ‘nen Vogel, da ich nimma sitzen kann, so unangenehm wird’s, weil zu warm. Sommer schön und gut, ich bräuchte meine Burg mit dem dicken Mauerwerk, welches die angenehme Kühl speichert.

