Ganz schön verregnet. Schadenfreude? Nein, überhaupt nicht.
Mittags schlenderten wir eine Runde zwischen den Firlefanz-, Fress-, und Saufbuden lang. Die Händler/innen bzw. deren billige Aushilfskräfte, welche dort auf der Blücher- und Zossener Straße sowie rund um’s Waterlooufer bis vor zum Halleschen Tor hinter den Ständen saßen und standen, sahen nicht besonders glücklich aus.
Es war recht angenehm, nicht so brechend voll wie das vergangene Jahr um dieselbe Zeit. Die durchweg dickbäuchigen Polizisten und griesgrämig dreinblickenden Politessenzistinnen schlugen die Zeit tot, indem sie mit den Securities palaverten oder gemächlich herumpatrouillierten.
Wir erwarben einen schwarzen Drachen auf ‘nem schwarz angesprühtem Holzstückchen. 27 Euro wollte der Händler für das Kunsthandwerk, mit 25 war er dann auch zufrieden.
Außerdem kaufte sich Freundin ein rotes Kleidchen, welches bereits in der schwarzen Ausführung in ihrem Kleiderschrank hängt. Morgen will sie Kochbananen probieren.
Auf’m Rückweg statteten wir der LPG, die Apotheke der Biomärkte, einen kurzen Besuch ab. Die sind mir suspekt, die Leute dort. Auch wenn bei uns ebenfalls überwiegend nur noch Bio auf dem Tisch landet, den Biowahn find’ ich doof, die Ökos sowieso.
Es ist eine harte Entscheidung. Soll ich Freundin nachher U-Bahn fahren lassen, U6, U8, oder chauffiere ich sie vor den Club in die Köpenicker Straße 76 zur Fetish Guerilla Revolution 2009? Die Party findet anlässlich der German Fetish Fair statt. 20 Euro kostet’s Eintritt. Dafür soll einiges geboten werden, Show und so.
Wenn ich sie nämlich fahre, ist’s 100 Pro vorbei mit meinem Parkplatz. Weil ab morgen Früh gilt hier überall – nur nicht direkt vor unserer Haustür – das Halteverbot wegen diesem bescheuerten Umzug. Tausende Autofahrer werden sich dann um meinen Parkplatz kloppen. Und wenn ich wieder komme, darf ich das Auto in ‘nem anderen Stadtteil abstellen und ewig weit heimlaufen, super.
Update 30.05.2009 23:57
Vielen, vielen lieben Dank an Fortuna! Als ich soeben von meiner Tour zurückkam, war mein alter Parkplatz noch frei. Jedoch gerade als ich eingeparkt hatte, kam ein anderer Parkplatzsuchender daher und musste folglich wieder rückwärts aus der Sackgasse rausfahren, weil’s eben keinen gab.
Ob ich nach der Abholung dasselbe Glück habe?
Update 31.05.2009 14:09
Nein, hatte ich nicht. 4h16 klingelte mein Handy, woraufhin ich über die Baerwald-/, Prinzen- und Adalbert- die Köpenickerstraße ansteuerte. Wegen ‘ner Langzeitbaustelle war das Rechtsabbiegen von der Brückenstraße weiterhin nicht möglich, deshalb der Schwenk.
Vorne an der Ecke standen die beiden am Imbiss. Nachdem ich sie angeklingelt hatte, verabschiedete sie sich von B., welcher danach die Stufen zur U-Bahn Heinrich-Heine-Straße hinunter nahm.
Mein Parkplatz war weg. Wir fuhren dann hier und da lang und nachdem ich schon total gefrustet Richtung Monumentensraße peste, entschieden wir uns, das Fahrzeug doch ganz knapp neben einen BMW, welcher die vergangene Woche nicht bewegt worden war, an eine Einfahrt abzustellen. Vorne legten wir meine Nummer rein.
Als wir uns gerade von dannen machten, parkte ein Mercedes Kombi an der Yorckstraße aus. Halteverbot Monatg bis Freitag 6 – 18 Uhr, also parkten wir nochmal um.

