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Zentrale Serviceeinheit Referat Verkehrsordnungswidrigkeiten

Ronny Roger • Freitag, 29. Mai 2009 843 Uhr • Category: Berlin

Muss ich das verstehen? Wenn ‘mal jemand ein paar Minuten ohne Parkschein oder im Halteverbot steht, gibbed gleich ein Knöllchen. Wenn jedoch der Senat, die Stadt, im großen Stil ein Verkehrschaos initiiert, will keine Behörde von einem verkehrsrechtlichen Verstoß oder einer klar strafbaren Ordnungswidrigkeit wissen. Wie getippt, hier ist nicht von einem kurz rechts halten die Rede, sondern von einer zweifelsohne erheblichen Behinderung des Straßenverkehrs. Und damit verbunden eine Gefährdung bzw. Störung des Gemeinwohls.

Ich war nämlich vorhin im Graefekiez, schaute in der Werkstatt vorbei. Natürlich haben die heute keine Zeit, so dass ich das Fahrrad hier wieder aus dem Kofferraum nehmen durfte. Den Kat brachte ich in den Keller. Dann muss ich da ‘mal einen Termin nächste Woche ausmachen, wann auch immer das Auto wieder da ist.
Halb 8 war es, als ich losfuhr. Die Kreuzung Mehringdamm/Gneisenau-/Yorckstraße war teilweise für mehrere Ampelphasen komplett dicht. Weil die Leute, gefrustet wie alle anderen auch, trotzdem auf die Kreuzung fahren, obwohl dort bereits alles steht, Stoßstange an Stoßstange, und somit wirklich garkein Auto mehr vorbeikommt.

Beim Bäcker war übrigens Viertel nach 8 auch Stau, aber der löste sich schneller auf. Bin ich froh, dass ich mich zu diesen Zeiten nicht durch den Berufsverkehr quälen muss.

 

Una Nota bene

  1. Heute kam so eine männliche Zettelpupe ähh “Überwacher des ruhenden Verkehrs” zufällig zur gleichen Zeit am Auto an wie ich, ich hatte natürlichen einen Zettel drin, man kennt ja die Ecken wo die Touristen gerne abgezockt ähhh wo ganz gerne mal überwacht wird und zahlt dann halt lieber…

    Er kam – Ich sah und siegte , aber nicht ohne einen blöden Spruch seinerseits:

    “Wissen Sie, sie müssen den Zettel auch so in die Scheibe legen, dass ich den sehen kann!” – lag er ja, aber nun fahre ich ja weg… man man man, gaaaaaaaanz wichtig diese Leute… (ich wette der hat zuhause nichts zu melden)

    2009-05-29 16:01 · Ronny Roger dazu:

    Auweh, das kenne ich auch. Hauptsache den großen Maxe raushängen lassen. – Da bekomme ich ‘n aufgeregten Anruf von ‘nem Zeltbauer, dass das Ordnungsamt da wäre und sie nicht weitermachen dürften. Grund: Es fehlten angeblich irgendwelche vorgeschriebenen Zentimeter für Rollstuhlfahrer, dort, mit Meterstab nachgemessen (!), wo Jahrzehnte noch nie einer langfuhr.
    Mir war das damals zu doof und wir trafen uns direkt beim Chef der Verkehrsbehörde wieder. Letztlich kam ich dem Besserwisser entgegen und es wurden ein paar Platten versetzt. Der Dipflesch#ißer, sicher Ex-Stasi, war fortan einigermaßen umgänglich.

    Es gibt aber auch andere, selbst in der gleichen Stadt. Wenn ich jedoch wählen kann, ob Ordnungsamt oder Polizei, dann würde ich mich stets für die Polizei entscheiden. Weil das Ordnungsamt in der Regel viel zu langsam ist, gerade wenn’s schnell gehen sollte.

    Privat, so hier im Kiez, der Außendienst ist zwar eine Zumutung, der Innendienst dagegen, man hat ja inzwischen seine Favoriten, recht kompetent.

    2009-05-29 15:22 · Kommentar by Jens

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