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Kinderrechte ins Grundgesetz

Ronny Roger • Donnerstag, 28. Mai 2009 1335 Uhr • Category: Berlin,Home Sweet Home

Na das ist ja großartig, Berlin, die Stadt der Demos.

Nachdem ich das Päckchen mit dem Hansenet-Zeugs, Router und so, für den Alice obendrauf 35,- Euro Nutzungsgebühr erhob, für J. bei der Post in der Bergmannstraße abgegeben hatte, lief ich über die Gneisenaustraße zurück.
In der Ferne sichtete ich bereits die Spruchbänder rund um den Mehringdamm. 20 Jahre Kinderrechte und so. Lächerlich. Noch lächerlicher, was ich diesbezüglich bei den Initiatoren, der Xtra Mobile Kinder -und Jugendarbeit im Sozialraum II lesen durfte. Unter der Schirmherrschaft des Bezirksbürgermeisters Dr. Franz Schulz steht diese Kampagne. Habe ich den gewählt? Werden Bürgemeister überhaupt demokratisch gewählt? Ich glaube nicht. Wenn doch, ich war’s nicht.

Menschen-/ Kinderkette Kreuzung Mehringdamm/ Gneisenaustraße
12:00-13:00 Uhr
o Kinder und Erwachsene stehen an den Kreuzungsecken mit -Plakaten, Trommeln, Trillerpfeifen, Flyer, Unterschriftenlisten etc.
o 8 große Transparente werden in jeder Rotphase auf dem Zebrastreifen in Richtung der Autofahrer gezeigt
o …

Wie dem auch sei, Erwachsene sichtete ich kaum welche, schon garnicht mit irgendwelchen Listen. Für jedes Transparent war scheinbar ein/e Polizist/in abgestellt, wobei es nach meinem Eindruck nicht genügend Beteiligte für 8 Transparente gab, Trommeln bekam ich ebensowenig mit und vor allem, es gibt dort weit und breit keinen Zebrastreifen. Peinliche Aktion und übermorgen erinnert sich keine S#u mehr daran.

Was mir zu dem Thema einfällt, es gibt in der Hauptstadt keine in-/offizielle Seite, nicht eine, auf welcher die (genehmigten) Demonstrationen und Verkehrseinschränkungen, zusammen mit Ansprechpartner der Antragsteller übersichtlich und up to date aufgeführt sind. Mit den Straßensperrungen und Halteverboten aufgrund von Baustellen, öffentlichen Veranstaltungen, Demos, Filmaufnahmen und so fort, verhält es sich nicht anders, keine nachvollziehbare Information an die Betroffenen, den Bürger.
Man sieht’s dann halt, wenn die Halteverbote stehen, beispielsweise vom Hermannplatz bis zur Möckernstraße etwa, außerdem in vielen Nebenstraßen, wegen diesem beknackten Umzug zum Karneval der Kulturen.

Das ist wirklich so eine traurige Veranstaltung wie die Wiesn, nur dass hier statt dem Bier eben alle paar Meter Caipirinha ausgeschenkt wird. Unter dem Deckmantel des Begriffes Kultur, Multikulti, saufen die Jugendlichen und Junggebliebenen Caipirinha und Bier. Selbstverständlich wird dabei die Wegstrecke gehörig zugemüllt, das is’ Usus.
Ach ja stimmt, es gibt ja noch so zumeist wenig talentierte Hobby-Tänzer- und Musiker/innen, welche dann im Schneckentempo vorantippeln, Halt machen, Schreien oder sich einmal um die eigene Achse drehen und wieder weiterschlürfen. Super.
Ich find’s einfach ‘ne Frechheit, dass sowas genehmigt und unterstützt wird. Nicht nur dass man vor, während und nach der Veranstaltung ausschließlich über Um- und Schleichwege nach Hause kommt, die nächste Frage stellt sich direkt danach: Wo stellen die Anwohner ihr Auto ab? Es fallen ja echt tausende Parkplätze weg, einfach so. Und dann kommen obendrauf tausende Besucher mit ihrem Auto, ganz große Klasse.

83,30 Euro überwies ich soeben an die Vester + Niemann GmbH, die jährliche Pauschale für die Wartung der Gasheizungs-Anlage. Für drüben. Diese Post läuft nun ebenfalls bei mir auf. Ich hab’s ‘mal ausgelegt.

 

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