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100% Immobilien-Management

Ronny Roger • Mittwoch, 13. Mai 2009 2027 Uhr • Category: Berlin,Händel

Wer in Berlin mietet, den muss ich warnen, aktuell vor:

      Horand Abel Haus- und Grundbesitzverwaltung
      Hortensienstr. 9
      12203 Berlin
      Telefon 030 8318075
      Fax 030 8327169
      E-Mail abel-hv@t-online.de

Die Geschichte: Der Mieter bewohnte sechs Jahre lang eine Zwei-Zimmer-Wohnung mit vielleicht 60 46 Quadratmetern im Hinterhaus, Hochparterre. Dunkel, miserabelst isoliert, die Räumlichkeiten sind garnicht gut geschnitten, Teppich im Flur und in den Zimmern, in der Küche hässliche Dielen, von denen die braune Farbe längst abblätterte, darunter hellblau, ein Herd, welcher an allen Ecken rostet, zusammengefasst: Die Wohnung ist in einem erbärmlichen Zustand. Nicht schön. Über sechs Jahre lang zahlte der Mieter trotz alledem eine wahrlich überteuerte Miete. Nun, da er gerade sein Studium beendet hatte, kündigte er, fristgerecht, zu Ende Juni Mai.
Der Vermieter jedoch möchte nun, lange überfällig, nach dem Auszug des Mieters, die Wohnung modernisieren. Ebenfalls soll eine neue Elektrik rein. Aus diesem Grund verlangt der Vermieter, Horand Abel, von dem Mieter um die 2.000 Euro (laut Malerangebot). Der Mieter wurde angewiesen vor seinem Auszug eben gerade nicht mehr zu renovieren, denn dies würde ohnehin kaum was bringen, da nach der Modernisierung erneut u.a. gemalert werden muss. Berufen tut sich Horand Abel mit seiner Forderung auf einen eventuell sogar nichtigen Passus (2.) im Mietvertrag:

§ 13 Gebrauch und Pflege der Mieträume, Schönheitsreparaturen

1. Im allgemeinen werden Schönheitsreparaturen in den Mieträumen in folgenden Zeitabständen erforderlich: In Küchen, Bädern und Duschen alle 3 Jahre, in Wohn- und Schlafräumen, Fluren, Dielen und Toiletten alle 5 Jahre, in anderen Nebenräumen alle 7 Jahre.

2. Hat sich der Mieter zur Durchführung der Schönheitsreparaturen verpflichtet, und beabsichtigt der Vermieter, nach Beendigung des Mietverhältnisses bauliche Veränderungen, insbesondere Modernisierungsmaßnahmen durchzuführen, ist der Mieter zur Zahlung einer angemessenen Entschädigung anstelle der geschuldeten Leistung verpflichtet.

Das ist ja wohl die Frechheit schlechthin. 400 Euro monatlich für eine Höhle verlangen und jetzt noch 2000 Euro obendrauf. Dieser Horand Abel bekommt offensichtlich den Hals nicht voll. Die Geschichte ist schon beim Anwalt und wer weiß, vielleicht mische ich mich auch noch ein. Was’n A#schloch! Ich kenne die Wohnung übrigens sehr gut, das Haus mag ich genausowenig und niemals hätte ich diese vier Wände angemietet. Da wird wohl schön um die Kaution gestritten werden. Unmöglich. Dieser Gierschlund sollte lieber froh sein, dass er die ganzen Jahre anstandslos soviel Geld in den Rachen geworfen bekam.

Update 26.05.2009 15:09 Uhr

Das Ende der Geschichte ist weiterhin offen. Wir waren heute zweimal da. Erst gegen 11, der Praktikant öffnete die Tür und ließ uns auf dem Flur stehen. Irgendwann tauchte der Azubi auf und fragte nach unserem Begehren. J. legte einen Aufhebungsvertrag vor, welchen sein Anwalt aus Gütersloh fertigte, damit er wirklich auf der sicheren Seite und damit ausgeschlossen ist, dass es später zu weiteren unangenehmen Überraschungen kommt.
Die Abmachung sieht nun so aus, dass die Kaution von um die 782,03 Euro an die Hausverwaltung geht und J. obendrauf 300,- Euro überweist. Das war Horand Abel‘s letztes Angebot. Ich meine, diese ganze Sache ist sowieso reine Abzocke seitens Horand Abel. Aber selbst darauf wollten sie sich plötzlich nicht mehr einlassen. Warum? Weil sie einen ärgern wollen, ganz einfach. Nachvollziehbare Gründe gibt es nämlich keine.

Wir kamen gegen 13h30 wieder, weil Herr Abel angeblich bis 13 Uhr unterwegs war. Gut, folglich sind wir nach dem ganzen Ärger für eine gütliche Einigung zweimal nach Berlin-Lichterfelde gefahren. Und was war dann? Herr Abel hätte ein Problem mit irgendeiner Formulierung, woraufhin der Azubi eine eigene schreibmaschinengetippte Vertrags-Variante vorlegte. Haben die Langeweile?! Offensichtlich mehr als genug. Folglich zogen wir von dannen.
Deren Aufhebungsvertrag wurde jetzt erstmal nach Gütersloh in die Anwaltskanzlei von A. gefaxt und nu’ ‘mal gucken was dabei rumkommt.

Einfach nur krass. Was’n assliger Vermieter. Gibt es überhaupt noch anständige Vermieter? Mit meinem Letzten befinde ich mich auch noch im Rechtsstreit.

Übrigens wurde der Mietvertrag über die 46 Quadratmeter Dunkelkammer Anfang 2003 mit der Zoologischer Garten Berlin AG geschlossen. Heute scheint Horand Abel die Eigentümer Thomas und Katharina Färber zu vertreten. Genau weiß ich das sowieso nicht, weil mir die Unterlagen nicht vorliegen und ich davon nur so am Rande mitbekam. Geht ja garnicht. Mein Eindruck bzw. Fazit: Hässliches Haus, hässliche Hausverwaltung.

Update 27.05.2009 00:40 Uhr

305,- Euro plus Strom und Gas, soviel zu den monatlichen Kosten für die Wohnung. Wir machten ein paar Fotos, morgen noch mehr. Also echt wahr, die Wohnung ist so was von schäbig und die Härte, viele Dinge wie defekte Stromleitungen, fehlende Scheuerleisten usw. wurden damals vor sechs Jahren direkt beim Einzug reklamiert. Ohne Reaktion. Ohne Abhilfe zu schaffen. Was eine Bruchbude. Übrigens hat sich bei unserem Besuch in Zehlendorf kein Horand Abel blicken lassen. Der war zu feige und schickte stets seinen Hiffi, welcher so garkeinen Plan von nüschts hat. Einbildung ist och ‘ne Bildung, yep.

Eine Antwort auf J.s letzte Mail gab es Dienstag nicht mehr. Wir warten ab, was sich tut. Die haben echt Probleme, Mann, Mann, Mann.

Update 27.05.2009 12:22 Uhr

Fortsetzung hier.

 

Una Nota bene

  1. hallo,
    na da kann ich mich ja noch auf was gefasst machen ….
    ich bin auch in einer wohnung von horand abel und habe einen herd von 1994 der mittlerweile nichtmehr wirklich geht der griff war von anfang an abgebrochen, mir wurde nur aufgetragen ihn wieder ran zu kleben :) . Am anfang stinkendes dreckiges warmwasser (mittlerweile ist es “nurnoch” dreckig) die fenster sind in einem miesen zustand und müssen dringend repariert werden zudem haben die eigentlich keine isolierwirkung (ich habe 12.000 KWh gas in einer saisong verfeuert) ….
    und so weiter
    naja nach etlichen beschwerden wo man immer nur vertröstet wird habe ich einen etwas deutlicheren brief geschrieben in dem ich nochmal alle mängel sachlich zusammengefasst habe und mit einer mietminderung gedroht habe.
    da kam promt eine antwort in der es heißt so wörtlich:
    “wenn sie weiterhin derart pampige briefe an und richten, werden wir, da viele beschwerden anderer hausbewohner gegen sie vorliegen, sie fristlos kündigen”
    ….
    “… es icst nichts absonderliches, wenn kein wasser unter oder über ihnen gezapft wird, zunächt einmal braunes wasser fließt und sich dann ändert.”

    naja ich finde nach 8 monaten könnte sich das ruhig mal ändern!
    ….
    “gesundheitiche schäden sind nicht zu erwarten:”

    na das will ich auch hoffen sonst gibts richtig auf´n sack!!!
    ….
    “friesten lasse ich mir von Ihnen nicht setzen!”

    ja ne is kla ich bezahle immer pünktlich die miete und alles was die haben wollen, na das soll die mal versuchen :)
    da frage ich mich warum der alki und messi schräg unter uns noch hier wohnt ??? wenn der das fenster aufmacht muss ich meine zu machen!!!! und duch den hausflur gehen ist dann erstmal nicht mehr da springe ich lieber aus dem fenster :)

    …..
    naja ich lasse mich nicht mehr so anblafen von denen werde das einen anwalt übergeben dann soll er sich kümmern.

    2009-07-11 00:29 · Ronny Roger dazu:

    Da stimme ich vollends mit Dir überein. Lass Dich nicht weiter irre machen, nimm Dir einen fähigen Anwalt und der soll sich mit denen herumärgern.
    Blöd ist natürlich immer, dass man die Kohle für den Rechtsanwalt vorstrecken muss. Außerdem bleibt stets ein Restrisiko auf eben den Anwaltskosten sitzen zu bleiben, nicht unbedingt weil man den Prozeß verliert, sondern weil weiß der Kuckuck, irgendwas ist immer.

    Als Empfehlung möchte hier ‘mal Sascha Ross raushauen, mit dem ich zwischen einem Hallo und Tschüss zwar nur wenige Worte wechselte, welcher bei mir aber dennoch einen sehr freundlichen und kompetenten Eindruck hinterließ.
    Wovon ich dagegen abraten möchte , ist der Gang zur Berliner MieterGemeinschaft e.V., mit welchen ich in einer anderen Sache Unmöglichstes erlebte. Sprich soviel unfähige und in Sachen Mietrecht unterbelichtete Leute findes’de nicht ‘mal hinter ‘nem Bierzelt.

    Egal wie, schon jeder einzelne von Dir geschilderte Punkt für sich genommen ist ‘ne Frechheit schlechthin und dem Mieter selbsverständlich absolut unzumutbar. Wobei ich mich frage, bist Du mit den Problemen alleine, sprich wie sieht das mit den anderen Wohnungen nebenan, drunter oder obendrüber aus?
    Ein Wort zu der fristlosen Kündigung. ‘Mal unabhängig ob Du Deinen Nachbarn auf den Zeiger gehst oder nicht – sollte man natürlich nicht, Stichwort Respekt und Rücksicht. Horand Abel ist, eigentlich nicht erwähnenswert, zweifelsohne ein Spinner, der von Tuten und Blasen keine Ahnung hat. Mit dem Nachwuchs, den er sich heranzieht, scheint es sich offensichtlich nicht anders zu verhalten. Sprich, der Alte sitzt auf einem ziemlich hohen Roß, merkt aber nicht, dass tatsächlich er die Scheuklappen aufhat. Soll heissen, klar meint’er immer, er könne dies und jenes und das Recht hätte er ohnehin für sich gepachtet, aber genau so sehen die Gesetze eben nicht aus. Es gibt für einen Vermieter kaum etwas mühsameres und langwierigeres als einen Mieter aus ‘ner Wohnung rauszuprügeln, wenn der Miete zahlt noch viel weniger. Und Mietminderungen sind völlig legitim, damit würde ich sofort bzw. dann eben nach der Beratung mit Deinem Anwalt, anfangen.

    Richtig ist natürlich, ich schweife ein wenig ab, Vermieter sein ist kein Spaß. Trotzdem sollte man darüber den Anstand, den Respekt, idealerweise ein Stückchen Menschlichkeit und vor allem die Verantwortung dieser Aufgabe nicht vergessen!

    Wie dem auch sei, Fenster haben dicht zu sein und das Wasser, sofern es nicht wochenlang in der Leistung steht, klar, fertig. Wie albern ist das denn, braunes Wasser im Jahre 2009 als Normalität zu bezeichnen.
    Geh doch ‘mal zur Bauaufsicht, zum Gesundheitsamt … neh, egal, gib Dir den Streß nicht, halte Dich da ganz raus, verschwende kein Blatt Papier mehr. Der Anwalt vermag den Briefbogen, wie auch seine Zeit, wenigstens in Rechnung zu stellen, Du nicht.

    Es wäre schön, wenn’de Dich nochmal meldest und kundtust, wie die Geschichte weiter- bzw. ausging. Nebenbei vermochte ich mir manches Schmunzeln nicht zu verkneifen, vielen Dank dafür.

    2010-03-16 17:02 · Nachtrag via E-Mail:

    hallo,
    ja naja bin jetzt raus aus der wohnung endlich :D
    naja der mieterin unter mir gehts da auch nicht so gut in der wohnung mal davon abgesehen das sie seid 2 wochen keine heizung hat was ja bei den temperaturen eine absolute frechheit ist. naja und da weis ich das die hausverwaltung da nicht allzu aktiv ist was an der situation zu ändern.
    die kaution haben wir noch nicht widerbekommen, mal sehn ob die noch kommt. auf jedenfall wurde erstmal das bad koplett saniert da mittlerweile beim duschen das wasser durch die fliesen in den außenputz gegangen ist :D. naja ich habe die ja oft genug darauf hingewiesen das da dringend was unternommen werden muss aber wer nicht hören will muss fühlen.
    auf jedenfall eine höchst unprofessionelle arbeit die diese “hausverwaltung da macht.
    mfg

    2009-07-10 21:34 · Kommentar by Klaus

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