Beumer & Lutum. C. war schon auf dem Weg, gerade am Ostkreuz, deshalb sputeten wir uns in die Zossener Straße, Brötchen holen. Denn dort befindet sich ein Bäcker, ein richtiger Bäcker. Sicherlich gibt es viele, welche sich Bäcker nennen, angefangen bei den ganzen Türken-Schrippen-Klitschen alle Nase lang, über Fließbandproduzenten wie Le(c)kkerback, Spitzenback, Kamps, Wiedemann, Dahlback, Heberer, Steineke’s, Thoben & Thürmann bis zu meinem Lieblings-Discounter, der Back Factory. Was ich besonders schlimm an diesen Backshops finde, viele bieten ihre Backwaren auch noch zu Preisen an, 60 Cent für ein einziges Laugenbrötchen, da kanns’de gleich 10 Cent obendrauflegen und zu ‘nem halbwegs ordentlichen Bio-Bäcker gehen.
Wobei, den muss’de zuerst ‘mal finden. Weil in Berlin gibbed keine Backkultur. Nun mag Berlin mit einigen tollen Restaurants aufwarten und klar hat die Bundeshauptstadt vieles, was sich andere deutsche Städte wünschen. Eines fehlt ihr jedoch komplett, is’ nicht, hat’se nicht, null, garnicht: Klasse. Berlin, verdreckt, korrupt, kaputt, ohne Stolz, ist definitiv keine Weltstadt. Aber anderes Thema, worauf ich eigentlich hinaus wollte: Die Berliner kennen ihr Spritzgebäck aka Schrippe, jedoch hat das noch lange nix mit Backen zu tun. Genauswenig wie ‘ne Currywurst mit ‘nem Gourmet-Traum, lecker is’e natürlich schon.
In Kreuzberg 61 gab es in den vergangenen sechs Jahren keinen anständigen Bäcker. Discounter, Ketten, zahlreich, die Bäckerei Brendel in der Großbeerenstraße, leider schmeckt es nicht so wirklich. Die Schwaben dagegen können backen, die Bayern kriegen’s och noch gerade so hin, sogar in Wismar und Stralsund ist bekannt, wie das so mit Mehl, Wasser, mit und ohne Hefe funktioniert. Nur in Berlin nicht. In Görlitz übrigens ebensowenig, obwohl’s da zumindest noch kleine Bäcker gibt.
Die beste Alternative zu den elendigen Backshops war eine Zeit lang das Reformhaus Krieger in der Großbeeren- und Bergmannstraße, welche Märkisch Landbrot im Sortiment führten. Zu fairen Preisen, nicht wie bei dem Gemüsefritzen Schwarze Olive. Ferner richtig nett, die Brote vom Vortag gab’s immer zum halben Preis, echt super. Nachdem der Mietvertrag in der Bergmannstraße 11 auslief, die Miete exorbitant angehoben werden sollte, wurden u.a. die beiden Läden geschlossen. Aus dem Ladenlokal, wurde, was wohl, eine weitere Freßbude, die Lone Star Taqueria.
Irgendwann letzten Jahren zog der Plus in das neu hochgezogene Ärztezentrum und Bio Company Ecke Friesenstraße ein, inklusive Bio-Backshop. Jedoch blieb die Seerose am Mehringdamm die fairere Bezugsquelle für Märkisch Landbrot, weil’s dort weiterhin jedes Brot für 3,- Euro gab.
Sodele, Bio schön und gut und ja, das Brot war besser und schmackhafter als von Kamps & Konsorten, trotzdem, von einem Gaumenschmaus war’s noch weit entfernt.
Heute also holten wir uns bei Beumer & Lutum die übliche Palette und zusätzlich gleich mehrere Brote. Die Brote sahen schon in der Filaile sehr gut aus und machten sich auf dem Frühstückstisch noch viel besser. Endlich! Richtiges Brot und das in Berlin. Das ist wirklich großartig. Ja, es ist s#uteuer, 13 Euro, dafür könnten wir glatt schon brunchen gehen. Ob Bio oder Nicht-Bio, das ist mir ohnehin total schnurz-piep-egal. Darum geht’s hier auch nicht, sondern um gutes Brot, um lecker Brot. Und das gibt es in Berlin bei Beumer & Lutum.
Andere Sache. Ab sofort werde ich Artikel anderer Blogs hier auf meiner Seite kommentieren. Mir reicht’s nämlich mit dem ganzen Moderations-IP-Getue und noch nerviger wird’s wenn man sich da einen abreisst und dann gibbed nur eine Fehlermeldung, so geschehen bei der Kanzlei SEWOMA® Rechtsanwaltspartnerschaft Sevriens & Wolff-Marting.
Na Ihr A#schlöcher, was bitte soll denn das: Fehler: Bitte gib einen Kommentar ein.?! Da tippe ich ein freundliches und ausführliches Kommetar und dann kommt so was, Hallo?! Und klicke ich zurück, weg ist mein Kommentar, prima. Wollt Ihr verdammten W#xer mich ver#rschen, häh?!
Update 06.08.2009 13:00
Zuviel der Lorbeeren für Beumer & Lutum, hier geht’s weiter.


Hut ab vor Leuten, die ganz Berlin kennen und natürlich auch alle Bäcker. Einen Engländer, der behauptet, ganz London zu kennen, würde man mit Recht als Volldiot bezeichnen.
2012-01-01 16:46 · Kommentar by Wolf Thieme