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Defiance

Ronny Roger • Freitag, 13. Februar 2009 2343 Uhr • Category: Filme

DefianceEgal ob Nazi, Russe, Jude, Menschen (-massen) sind einfach widerlich. Da wird ein gefangener Nazi vom Mob gelyncht, bespuckt, totgeprügelt und der große Anführer schaut zu bzw. wendet sich ab, Bravo.

Und warum müssen Hungernde sich dann, wenn es wieder etwas zu Essen gibt, immer wie irre darauf stürzen und fressen wie die Schweine? Warum?!

Warum kann man nicht in Ruhe flüchten, warum kann man in Todesangst nicht einfach ‘mal die Klappe halten? Warum muss der Wachposten so ein D#pp sein, der’s auch nach zwei Jahren nicht checkt?

Warum müssen sich beste Freunde, Brüder, whatever immer erst die Köppe einschlagen um sich später wieder in den Armen zu liegen?

Weil das in jedem Film so ist.

Ich war Anfang des Jahres in London und auf jeder U-Bahn-Plattform prangte das riesige Plakat zu diesem Streifen an der Wand. Nachdem er nun schon so lange hier herumliegt, habe ich mich nun doch überwunden den anzuschauen und tja, es war sehr enttäuschend.

Klischee über Klischee, eine hanebüchene Story mit einem bisschen ‘Schindlers List’ und vielen Bruchstücken aus wahllosen Nazi/Juden-Kriegsfilmen. Und auch wenn es ja eine wahre Geschichte sein soll, was Drehbuchschreiber und Regisseur daraus gemacht haben, geht ja ‘mal gar nicht. Das ist alles so unglaubwürdig. So unlogisch. Es passt soviele einfach nicht zusammen.

Eines aber, da haben die Engländer den Amis einiges voraus: Die Deutschen im Film sprechen tatsächlich deutsch und nicht irgendein mieses Deutsch-Kauderwelsch wie in so vielen Hollywood-Produktionen.

Der Stoff ist super, was daraus geschneidert wurde, leider nur lächerlich. Schade. Echt schade.

 

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