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Wir lieben Lebensmittel

Ronny Roger • Freitag, 27. Februar 2009 1443 Uhr • Category: Supermarkt

Das erste Viertel ist gelaufen, auch wenn es sehr verspätet startete. Schlau wär’s gewesen den Wecker zu stellen, aber nein, 11:40 Uhr zeigte der Braun TimeControl 3875/DB12 Funkwecker an, *ups*, ab unter die Dusche und 12:20 Uhr verließ ich das Haus.
Zum Frühstück gab’s soeben ein Stückchen Marabou Biscuit. Zwei Häuser weiter vor der türkischen italienischen Pizzeria stand die dusslige Postbotin herum und laberte mit ‘nem Kollegen. Mein Popo ist ‘n bisschen feucht, weil die Straßen nass sind und mein altes klappriges Radl keine Schutzbleche hat. Den Leatherman muss ich gleich mit runternehmen um die Schraube von dem Ständer anzuziehen. Der meint nämlich andauernd sich mit der Speichen anlegen zu müssen.

Schöneberg ist für heute erledigt, Friseur neun Euro, 11 habe ich hingelegt, das ging ratzfatz. Bei Biocompany Bagel und Brötchen für etwa sechs Euro, dann zur Kaiser-Wilhelm-Passage, wo eingangs dieses ganze alkzerfressende Gelumpe herumgammelt.
Edeke Reichelt, auweia. Die Kartoffeln gab’s nicht einzeln, also ‘n 2,5-kg-Netz Bauer’s Beste Speisekartoffeln mehligkochend für 1,99 in die Hand und auf zur Kasse. Na wenn das so einfach wäre; Kasse 1, Stau bis in den Regalgang, Kasse 3, genauso, und Kasse 4? Same, same, nur andere Leute. So, und wenn man dann noch bei Frau Alma landet, deren Lahma#schigkeit mir schon vor einer Woche aufgefallen war, folglich wartest Du einfach ‘mal ‘ne gute Viertelstunde. Und das, wo mich sogar eine nette ältere Dame vorgelassen hat. Dann legt man zwei 50-Cent-, vier 20-Cent- und zwei 5-Cent-Stückchen gut sortiert auf das Plastkdingens da über dem Scanner und trotzem braucht sie eine Minute um das zu zählen und in die Kasse zu werfen.
Zwischendurch hatte ich sehr große Lust verspürt die Kartoffeln einfach in diesen Kaugummi-Süßkram an dem Gitterbau am Kassenband zu pfeffern. Die Vernunft hat mich gerade noch einmal davon abgehalten.

Next Stop Platz der Luftbrücke Manfred-von-Richthofen-Straße 1, rein zum Metzger, wo es sich ewig bei dem warmen Mittagskram staute, die Fleischereifachverkäuferin Frau Kiaut hinter der Theke jedoch wartete nur auf mich. Eine Poulade, die bekam ich prompt und wurde für 1,512 Kilogramm 10,43 Euro los. Dafür kann man wohl auch gut essen gehen und ‘n Hähnchen vom Grill krieg’ste für die Hälfte nachgeworfen. Aber das ist natürlich niemals dieselbe Qualität und es ist nicht so nett wie beim richtigen Metzger.

Jetzt werde ich mich gleich zum Türkenmarkt aufmachen, Freude. Vorher Emails checken.

 

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