Das dröhnt gerade aus meinem Speaker, heute sind The Sisters of Mercy in Berlin, sie spielen abends, also in gut einer Stunde, in der Columbiahalle, 20 Uhr. Und das ist von hier aus garnicht weit weg, sozusagen gleich um die Ecke.
Vielleicht schauen wir heute Nacht im Insomnia rein, aber eigentlich mag ich nicht, was vor allem einen Grund hat: Ich rauche (momentan) nicht (mehr), und das seit dem Valentinstag 2008. Und es fehlt mir! Jeden Tag, jede Stunde, jede Minute, ich will rauchen und deshalb werde ich das auch wieder tun. Richtig, die Gesundheit und so, aber ich habe den Absprung einfach nicht geschafft, da kanns’de machen wat’de willst. Das Rauchen ist für mich so ein Ausbrechen, Freiheit, gegen den Strom, meine Entscheidung. Das böse Nikotin, na ich denke das ist es nicht nur. Dann würde ich mir also irgendwelche närrischen Nikotin-Patches aufkleben und gut wär’s? Quatsch. Von der Sucht mag man zwar nie wieder loskommen, aber den Entzug habe ich längst hinter mir. Das Problem ist vielleicht eher, dass ich rauchen möchte, aber es gezwungenermaßen nicht tue, weil’s vernünftiger ist, wegen dem Geschmack, Gestank, dem vielen Geld, dem körperlichen Wohlbefinden und so fort.
Was mit dem Rauchen ebenfalls auf der Strecke geblieben zu sein scheint, ist einfach mein freier Wille, welcher durch quälende Einschränkungen ersetzt worden war. Yut, der mag so frei vielleicht nicht mehr gewesen sein, weil sich da bei mir vor gut 17 Jahren ‘n gieriges Nikotin-Männchen eingenistet hat, welches ich niemals wieder loswerden werde (wat’n Deutsch), dennoch, ich will rauchen, jetzt. – Und nein, ich möchte nicht an irgendeinem Krebs elendig zugrunde gehen, nein, ich möchte nicht (wieder) Rauchen müssen, Nikotin ist schädlich für Herz, Blutdruck, Kreislauf, Herzkranzgefäße und kann einen Herzinfarkt verursachen, I know, trotzdem, was soll’ma nur machen?

