Es war einmal 1971 in dem Örtchen Alexandria des Staates Virginia als zwei "black" Schulen in die "white" T.C. Williams High School integriert werden sollten. Erzählt wird diese Geschichte von Sheryl, der Tochter des bisherigen head coach Bill Boast (Patton), welcher in diesem Vorhaben durch den African-American football coach Herman Boone (Washington) aus North Carolina ersetzt wird. Schwarz und Weiß stehen sich in dem neuen Multikulti Footballteam gegenüber. Durch ein intensives Trainingscamp, durchgreifend hart, diszipliniert, und mit seinen rhetorischen Fähigkeiten, intelligenten aufreibenden Reden versucht der neue Coach gegen alle Widerstände den Spielern Teamgeist zu vermitteln, die Gesellschaft in Harmonie zu vereinen, Freundschaften zu schaffen, im Hinblick eines gemeinsamen Zieles, dem Sieg auf dem Spielfeld.
— "Based upon a true story", so heißt es eingangs des Filmes. Richtig, aber eine wahre Geschichte ist es definitiv nicht, denn es ist nur ein modernes Märchen. Und: Es ist ein gutes Märchen mit vielen schönen Bildern in zeitweise recht emotionsgeladener Stimmung, aber völlig realitätsfern. Denn die Story versucht einem klarzumachen, daß Vorurteile gegenüber Anderem wie Homosexualität, bzw. daß weißer und vor allem schwarzer Rassismus einfach so überwunden werden kann, was ja in Wirklichkeit völliger Unsinn ist. Es ist ein netter, ergreifender Film, den wir in ähnlicher Form schon gesehen haben und sicherlich in veränderter Form immer wieder sehen werden, mit dezentem Humor. Den Kinobesucher wird es nicht reuen ein paar Mark für dieses Ereignis ausgegeben zu haben, auch wenn es beispielsweise irritiert wie einer unserer Footballstars zuerst nach einem Autounfall im Rollstuhl landet und einige Jahre später bei einem zweiten Autounfall um’s Leben kommt, vielleicht verbirgt sich dahinter eine besondere Message.
Cinema Sneak Preview: 09.02.’01

