Meeper wischt den Boden des Ale-E-Inn, einer intergalaktische Oase auf dem Planeten Glorf . Dabei wägt er sich in seinen Träumen, nimmt den Wischmob als Mikrofon, singt und tänzelt durch die Bar bis er in seiner tolpatschigen Art an die singende Diva gerät, dem eigentlichen Star dieses Etablissements. Weil ihn eh Niemand respektiert, fliegt er daraufhin hochkant raus. Dort draussen muss er erfahren, dass die ChubbChubbs, die schrecklichsten Kreaturen des Universums, mit einem Affenzahn auf dem Weg hierher seien. In seiner gutartigen Art stürmt Meeper folglich zurück in die Bar um die fröhliche Gesellschaft vor dem nahenden Unheil zu warnen. Seine Mission ist nicht von Erfolg gekrönt, so dass er sich im nächsten Augenblick und ohne dass ihm weitere Aufmerksamkeit geschenkt worden ist wieder vor der Tür befindet. Doch die ChubbChubbs kommen rasend näher und er versucht es ein weiteres Mal über’s Dach einzudringen und die Warnung weiterzugeben, bricht ein und landet sofort wieder draussen. Kurz bevor die herannahenden Horrorgestalten das Ale-E-Inn erreichen fliehen die Gäste alamiert in Panik und Meeper steht plötzlich allein da.
Nun ist es aber höchste Eisenbahn für ihn, er muss weg. Doch da sind noch diese kleinen, süßen Wesen, sehen ein wenig so Kücken gleich, die scheinen nichts von der Gefahr, den grausamen Monstern, zu ahnen. Heldenhaft und ohne Rücksicht auf sein Leben kehrt Meeper um, packt die Kleinen in das einzig vorhandene Versteck, einen Eimer, und sieht sich im nächsten Moment mit den riesigen Gestalten konfrontiert. Diese sehr gespannte Situation versucht unser Held nun durch eine Songeinlage zu entschärfen, ein eher verzweifelter und sinnloser Versuch sein Leben noch ein paar Sekunden rauszuzögern. Das Ende vom Lied ist, dass der Eimer umfällt und das junge Federvieh zu Tage tritt.
Das Ende scheint gekommen für Meeper und seine Schützlinge. Doch weit gefehlt. Denn diese kleinen, süßen und ach so unschuldig dreinblickenden Flaumbällchen enpuppen sich nun als wahrhaft furchterregende, zähnefletschende und unbesiegbare Biester, welche mit ihren Widersachern keine Gnade kennen und folglich ganz schnell mit den dunklen rotäugigen Zyzaks aufräumen. Danach suchen sie die Nähe zu ihrem selbstlosen Meeper, schmussen und knuddeln. – Letztendlich hat sich Meeper den Respekt verdient, nun steht er im Rampenlicht der Bühne, im Rücken seine neuen, kleinen ungewöhnlichen Freunde, die ChubbsChubbs.
Fünf einhalb Minuten lang ist dieser Zeichentrickfilm aus dem Hause Sony Pictures Imageworks, im Vertrieb der Columbia Pictures. Dem Animation Supervisor Eric Armstrong oblag die Regie. Januar 2002 wurde das Design entworfen und über 2.500 Animatoren arbeiteten ab Februar parallel zu "Spider-Man" und "Stuart Little 2" an der Umsetzung von Jeff Wolvertons’ Drehbuch. Fertiggestellt war diese komplett computer-generierte, animierte Sci-Fi Kurz-Komödie im Juni. Im Grunde war die Herstellung von "The ChubbsChubbs!" ein Test für das Studio. Imageworks wollte wissen, ob es Ihrer F/X-Einheit möglich sei einerseits mit den gleichen Leuten an einem Animationsfilm zu arbeiten und ebenso Spezialeffekte für Live-Action-Streifen zu kreieren um es damit mit den anderen grossen, bekannten und schon erfolgreichen Animationsunternehmen aufnehmen zu können.
— Die Verantwortlichen bei Sony haben auf das hier entstandene Werk eine durchweg positive Resonanz erhalten und das vollkommen zurecht. Am Anfang, den ersten Sekunden, denkt man an einen etwas lang geratenen Trailer, ähnlich wie diese Anfangssequenz von "Ice Age". Unabhängig von der Leistung eine komplette und runde Geschichte in sechs Minuten unterzubringen ist hier ein sehr amüsanter Top-Streifen entstanden. Der Film läßt einen schmunzeln, von der ersten bis zur letzten Minute. Dies ist wahrlich eine angenehme Lachnummer und die Story ist echt herzallerliebst. Also, wenn Du erfährst, dass "ChubbsChubbs" als Vorfilm läuft, hol Dir eine Karte für den Hauptfilm! Oder Du musst so lange warten, bis der erste ‘reguläre’ Animationsfilm aus dem Hause Sony erscheint. Man darf gespannt sein.
Im Cinema am: 04.10.’02

