Ronny Roger • Samstag, 28. Februar 2009 1551 Uhr
Ich kann es nicht mehr hören: Der Vorleser und Kate Winslet. Vorhin im Autoradio, was die da auf radioeins vom RBB für einen Stuß laberten, ganz furchtbar, zum Davonlaufen!
Heute Abend haben wir Besuch von M**** & N*******, es gibt Wermut-Huhn. Dafür waren wir heute och schon gut auf Achse. Das erste Ziel war Kaufland in der Bessemerstraße 57-75.
Ach Klassikradio gerade, rate ‘mal von welchem Film die es wieder und wieder haben, richtig, der Vorleser. Florian Schmidt berichtet über den berührendsten Film des Frühjahrs, einem Film, der lange nachwirkt, den verfilmten 218 Seiten eines weltweiten Bestsellers, ach ja, Blabla.
Kaufland. Kaufland hat keinen Kahlúa in ihrem riesigen Sortiment. Das habe ich auch der Kassiererin gesacht, nachdem sie fragte, ob wir mit allem zufrieden gewesen wären, und sie hat’s notiert, die Kölln Kekse ebenfalls. Tiefkühlbrötchen, Basilikum, zwei Feigen, je 79 Cent, Kürbiskernöl von der Bio-Eigenmarke, Frosch WC-/Duschreiniger und u.a. Wermut befanden sich im Karton.
Ikea, ach Ikea. Ikea am Samstag, aber es ging. Was aber gar nicht geht, das sind diese ganzen schrottigen weißen Transporter, welche überall die Kunden von Bauhaus und Ikea behindern, indem sie beispielsweise mit ihren Fahrzeugen wild auf dem Parkplatz herummanövrieren oder dumm mitten auf der Fahrbahn herumstehen und sich sogar dreisterweise der Reihe nach direkt vor dem Ikea-Ausgang an der Ecke Ikea/rooms auf dem breiten Gehweg positionieren. weiter …
Ronny Roger • Freitag, 27. Februar 2009 1836 Uhr
Das dröhnt gerade aus meinem Speaker, heute sind The Sisters of Mercy in Berlin, sie spielen abends, also in gut einer Stunde, in der Columbiahalle, 20 Uhr. Und das ist von hier aus garnicht weit weg, sozusagen gleich um die Ecke.
Vielleicht schauen wir heute Nacht im Insomnia rein, aber eigentlich mag ich nicht, was vor allem einen Grund hat: Ich rauche (momentan) nicht (mehr), und das seit dem Valentinstag 2008. Und es fehlt mir! Jeden Tag, jede Stunde, jede Minute, ich will rauchen und deshalb werde ich das auch wieder tun. Richtig, die Gesundheit und so, aber ich habe den Absprung einfach nicht geschafft, da kanns’de machen wat’de willst. Das Rauchen ist für mich so ein Ausbrechen, Freiheit, gegen den Strom, meine Entscheidung. Das böse Nikotin, na ich denke das ist es nicht nur. Dann würde ich mir also irgendwelche närrischen Nikotin-Patches aufkleben und gut wär’s? Quatsch. Von der Sucht mag man zwar nie wieder loskommen, aber den Entzug habe ich längst hinter mir. Das Problem ist vielleicht eher, dass ich rauchen möchte, aber es gezwungenermaßen nicht tue, weil’s vernünftiger ist, wegen dem Geschmack, Gestank, dem vielen Geld, dem körperlichen Wohlbefinden und so fort.
Was mit dem Rauchen ebenfalls auf der Strecke geblieben zu sein scheint, ist einfach mein freier Wille, welcher durch quälende Einschränkungen ersetzt worden war. Yut, der mag so frei vielleicht nicht mehr gewesen sein, weil sich da bei mir vor gut 17 Jahren ‘n gieriges Nikotin-Männchen eingenistet hat, welches ich niemals wieder loswerden werde (wat’n Deutsch), dennoch, ich will rauchen, jetzt. – Und nein, ich möchte nicht an irgendeinem Krebs elendig zugrunde gehen, nein, ich möchte nicht (wieder) Rauchen müssen, Nikotin ist schädlich für Herz, Blutdruck, Kreislauf, Herzkranzgefäße und kann einen Herzinfarkt verursachen, I know, trotzdem, was soll’ma nur machen?
Ronny Roger • Freitag, 27. Februar 2009 1757 Uhr
Kanns’de wählen so oft’de willst, das Bürgertelefon der Polizei ist immer besetzt. Zuständigerhalber hatte ich es vorher beim Ordnungsamt versucht, an einem Freitag Mittag gegen 16 Uhr ausssichtslos, außerhalb der Bürozeiten. Yut, dann versuchen’s wir ‘mal mit der 110, ein sehr netter Mitarbeiter der Polizei meldete sich. Ich hätte gerne einen Kontakt zu den Hundekot-Verantwortlichen, bekundete ich, Ordnungsamt antwortete er, die wären schon noch da, fügte er hinzu und suchte mir die Durchwahl 4316 heraus. Da war aber dann och dauernd besetzt.
Überall Aa, überall, Berlin ist so dreckig. Wenn ich die Zeit finde, schreibe ich einmal ein schönes Fax dazu. Aber irgendwie sind die vom Ordnungsamt schon ziemliche Einfallspinsel, Zitat Marlies Meunier von deren Homepage:
[...] Gerne verweilt man [...] oder genießt den Aufenthalt im Grünen [...].
Damit die Vorzüge unseres Bezirks erhalten bleiben, ist der sorgsame Umgang mit dem öffentlichen Raum erforderlich.
Unsere Außendienstmitarbeiter/innen in blauen Uniformen helfen mit, dass [...] Hunde [...] Grünflächen nicht verschmutzen [...]
Aha, Grünflächen, aber was ist mit diesen Beeten um die Bäume herum auf dem Trottoir? – Ich habe soeben beim Außendienst unter der Durchwahl 4313 nachgefragt; das ist öffentliches Straßenland und natürlich sind sie auch dafür zuständig. Aber machen können sie nichts, was wiederum daran liegt, dass die Hundehalter selbstverständlich, sofern sie die Uniformierten sichten, die Ausscheidungen ihres Köters alibimäßig entfernen. Wie widerlich ist das denn, aber bitte, wer sich ‘n WauWau in die Stadt holt, selbst Schuld.
In Zivil dürfen die Ordnungsamtler nicht raus und so wird Berlin tagtäglich, sekündlich, weiter vollgesch#ssen. Ja, Berlin is(s)t Sch#esse!
Ronny Roger • Freitag, 27. Februar 2009 1443 Uhr
Das erste Viertel ist gelaufen, auch wenn es sehr verspätet startete. Schlau wär’s gewesen den Wecker zu stellen, aber nein, 11:40 Uhr zeigte der Braun TimeControl 3875/DB12 Funkwecker an, *ups*, ab unter die Dusche und 12:20 Uhr verließ ich das Haus.
Zum Frühstück gab’s soeben ein Stückchen Marabou Biscuit. Zwei Häuser weiter vor der türkischen italienischen Pizzeria stand die dusslige Postbotin herum und laberte mit ‘nem Kollegen. Mein Popo ist ‘n bisschen feucht, weil die Straßen nass sind und mein altes klappriges Radl keine Schutzbleche hat. Den Leatherman muss ich gleich mit runternehmen um die Schraube von dem Ständer anzuziehen. Der meint nämlich andauernd sich mit der Speichen anlegen zu müssen.
Schöneberg ist für heute erledigt, Friseur neun Euro, 11 habe ich hingelegt, das ging ratzfatz. Bei Biocompany Bagel und Brötchen für etwa sechs Euro, dann zur Kaiser-Wilhelm-Passage, wo eingangs dieses ganze alkzerfressende Gelumpe herumgammelt.
Edeke Reichelt, auweia. Die Kartoffeln gab’s nicht einzeln, also ‘n 2,5-kg-Netz Bauer’s Beste Speisekartoffeln mehligkochend für 1,99 in die Hand und auf zur Kasse. Na wenn das so einfach wäre; Kasse 1, Stau bis in den Regalgang, Kasse 3, genauso, und Kasse 4? Same, same, nur andere Leute. So, und wenn man dann noch bei Frau Alma landet, deren Lahma#schigkeit mir schon vor einer Woche aufgefallen war, folglich wartest Du einfach ‘mal ‘ne gute Viertelstunde. Und das, wo mich sogar eine nette ältere Dame vorgelassen hat. Dann legt man zwei 50-Cent-, vier 20-Cent- und zwei 5-Cent-Stückchen gut sortiert auf das Plastkdingens da über dem Scanner und trotzem braucht sie eine Minute um das zu zählen und in die Kasse zu werfen.
Zwischendurch hatte ich sehr große Lust verspürt die Kartoffeln einfach in diesen Kaugummi-Süßkram an dem Gitterbau am Kassenband zu pfeffern. Die Vernunft hat mich gerade noch einmal davon abgehalten.
Next Stop Platz der Luftbrücke Manfred-von-Richthofen-Straße 1, rein zum Metzger, wo es sich ewig bei dem warmen Mittagskram staute, die Fleischereifachverkäuferin Frau Kiaut hinter der Theke jedoch wartete nur auf mich. Eine Poulade, die bekam ich prompt und wurde für 1,512 Kilogramm 10,43 Euro los. Dafür kann man wohl auch gut essen gehen und ‘n Hähnchen vom Grill krieg’ste für die Hälfte nachgeworfen. Aber das ist natürlich niemals dieselbe Qualität und es ist nicht so nett wie beim richtigen Metzger.
Jetzt werde ich mich gleich zum Türkenmarkt aufmachen, Freude. Vorher Emails checken.
Ronny Roger • Freitag, 27. Februar 2009 514 Uhr
Klasse, Klasse, Klasse.
Yut, das Gefummel und notgeile Geknutsche anfangs, bah, egal ob homo oder straight, das geht ja garnicht. Aber sobald man die ersten Minuten überstanden hat, wird man in den Bann gezogen, in die Großartigkeit des Einzelnen. Fourty years old and I haven’t done a thing I’m proud of.
Es ist beeindruckend, rundherum, ‘ne wahnsinnige Geschichte und eine wahrlich gelungene Verfilmung derselben. Hier trifft der Slogan Kino. Dafür werden Filme gemacht. ins Schwarze.
Ferner wird einem wie selten, klar vor Augen geführt, es gibt eben Stars und andere sind Möchtegerns, Sean Penn ist der Hammer. Dagegen kann man solche Diven wie Veronica Ferres, Iris Berben, Mario Adorf, wie sie alle heißen, welche sich selbst gegenüber der Filmcrew als Wunderwas aufführen, einfach ‘mal in die Sondermüll-Tonne kloppen. Das Tolle ist ja außerdem, Sean Penn ist nicht nur ‘n hervorragender Schauspieler, sondern er lässt sich auch sonst in kein Förmchen drücken.
Authentisch, unterhaltend, faszinierend, muss man gucken.
Without hope, the “us’s” give up. And I know you can’t live on hope alone. But without hope, life is not worth living. So you, and you, and you, you got to give them hope. You got to give them hope.
Ronny Roger • Freitag, 27. Februar 2009 231 Uhr
Wie immer habe ich überhaupt keine Zeit. Morgen steht auf dem Programm erst einmal der Friseur und dann Metzger. Auf dem giftgrünen Post-it® ist zu lesen:
- “mehligkochende Kartoffeln’”
- “Zwiebeln”
- “Basilikum”
- “Poularde (junges Huhn)”
- “Kopfsalat oder Pflücksalat”
- “Rucola”
Außerdem steht immer noch “Kürbiskernöl” auf einem der vielen Magneten. Die Zwiebeln habe ich gestern Abend bereits erledigt, als ich außerdem meinen Coke-zero-Vorrat aufstockte und nebenbei och nich’ von den “Riesengarnelen in Senfsauce” lassen konnte. Nicht für mich, der “Ziegenkäse”, die Pizza natürlich schon.
Auf dem Rausweg habe ich ‘n Stück Zettelchen mit der Beschriftung “0179 7**7907 WLAN-Julia” abgerissen. Julia, keine Ahnung wer das ist, wohnt zwei Stockwerke höher und braucht dringend Internet, welches sie irgendwie mit jemandem teilen möchte.
Deshalb habe ich meine SSID geändert und auf sichtbar gestellt, ferner das Passwort geändert und ihr eine SMS 20:14 Uhr (Sofern’de das WLAN SSID “*****.org” empfängst, Pass ist “[...]” (WPA-PSK TKIP). Temporär – bis’de jemand gefunden oder selbst Inet hast. Gruß, Hi**ie) über’s O2-Communications-Center geschickt, worauf Sie “Danke Hi**! Ich probier mal aus;-)” 20:15:53 Uhr & “Ich meinte natürlich Hi**ie :-)” 20:17:41 Uhr geantworet hatte.
O2 im Übrigen, hat’s – wie ich zur Kenntnis nahm – nun seit einem halben Jahr nicht gebacken bekommen meinen alten längst deaktivierten “O2 Active UMTS Data” (manuell) aus “Mein O2“ zu entfernen. Warum auch immer funktionierte der Support Chat och nimma.
Die Berliner Volksbank, ach, die hebe ich mir für später auf. Türkenmarkt wäre och ned doof, schau’n wa ‘mal.
©
Ronny Roger
₰
Dich krieg'n'wa auch noch!