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MysteryMovie

Archivist • Donnerstag, 6. Januar 2005 1735 Uhr

Ronny³ ist ja so fähig, was eine verdammte Verpeiler-Aktion. Zuerst ist er einmal ewig spät aufgestanden, 12 war’s, die Sonne scheinte. Konnte überhaupt nicht schlafen, wie vor ‘ner Produktion, um 3 ein paar Schlückchen Cola light zu zwei Zigarettchen genippt, wurde nicht besser, alles verworren. Post steckte im Briefschlitz, zweimal von der PPe Telecom, SIM-Karte sowie PINs und PUKs. Statt erst einmal duschen zu gehen, gleich die SIM eingelegt. Dann, oha, vier Rubbelfelder, aber komisch, da ging ja gar nichts mit Wegrubbeln. Einen Schraubenzieher zur Hilfe genommen, schön geschabt, *ups*, gleich ‘mal das Feldchen aufgerissen. Sonderbar, umgedreht: “Knicken Sie bitte das Formular an der gestrichelten Linie nach hinten.” Ja f#ck noch ‘mal, die Felder waren gar nicht zum Aufrubbeln und das einzige Feld, was noch unbeschädigt sowie klar lesbar war, ist die PUK2. Dazu könnte man es mit der PIN2 versuchen, 2630 oder 2830. PIN1 und PUK1, kanns’de voll vergessen, keine Ziffer ist mehr da. Na super. Gleich die Hotline angerufen, 0180-5 20 44, “unsere Kunden-Hotline steht Ihnen dann rund um die Uhr zur Verfügung”, schön. 3 mal die 3 eingetippt, bis man hörte, dass alle Leitungen besetzt seien und man es später versuchen sollte, dufte. Schlau wie Ronny³ ist, andere Service-Nummer gewählt, 01805 / 458 458, die kostet statt 24 nur 12 Cent die Minute. Tatsächlich landet man aber in dem selben Computer, alle im Call-Center busy. Eine eMail an kundenservice@mobilcom.de abgesetzt.

Wetter ist so lala, Pfützen hier und da, obwohl’s tagsüber meist nicht regnet, die Sonne brachte öfters etwas Helligkeit, aber schaffte es nicht die dunklen blau-schwarzen Wolken zu durchbrechen. Sony Center gewesen, eine Karte für heute Abend geholt, Kino 6, E 11. Jetzt ist es Ronny³ auch wieder gekommen, welchen Film er gucken wollte, Oceans twelf. Öhh, sieht komisch aus das 12, gleich ins Oxford gucken, twelve. Heideblitz, Ronnys³ Englischkenntnisse lassen von Tag zu Tag nach. Die Dame guckte dabei zu wie ein Euro in dem Schlitz verschwand, wo die Karte ausgedruckt rauskommt, statt die rollende Münze einzusammeln, ihr Ding.
Nächster Stopp, Arkaden, dort hoch zum Saturn, Telefonzubehör. 11,99 kostet das von Hama, 14,99 das 510er Headset von Siemens, na die drei Euro, dann kauft man doch Marke. 19,99 die stylische Ausgabe von Siemens, 610. Bei Teltex.de hatte Ronny³ das 510 für 5 gesehen, plus nochmal 5 Versand, gerundet, ist glatt eine Alternative. Obwohl, über Teltex wird viel bei Teltarif.de hergezogen, im Moment braucht’s Ronny³ eh nicht, weil er ja keine PIN für seine e-plus+ Karte hat.

Lidl, ah, wichtig, Miracel Whip balance, Karotten, Bratwürstl. Ronny³ wird noch kugelrund. Zurück, Rucksack auf, alles raus, und gleich weiter zu Aldi, Ritter Sport Minis, Schweinsöhrchen, ja, dieses Gebäck, Haribo Goldbären und Phantasia, Butterkekse, Toffifee, von den Marzipan Minis wird bald nix mehr übrig sein. Orangen- und Apfelsaft, Toast, ein weiteres Päckchen Karotten, das war’s, 10,53. Bei Lidl an der Ausgangstür, eine Million hätten sie gespendet, weil ja alle so betroffen sind.
Ronny³ bekommt von dem ganzen Tsunami-Horror nicht viel mit, weil kein Fernsehen, aber das was er mitbekommt geht ihm schon auf den Zeiger. Egal wo, nur Spendenaufrufe, auch am Kontoauszugsdrucker der Berliner Volksbank. Deutschlands Bürger spenden zig Millionen, die Regierung gibt Milliarden, das aus allen möglichen Staaten. Warum, weil die Kameras draufhalten, nur deshalb. Dort wo sonst Mord und Totschlag geschieht, tja, Pech gehabt. Mit den Spendengeldern können die da in Süd-Asien an den Stränden ein Dubai an das nächste bauen. Ronny³ und spenden, nicht doch. Das Unicef-Banner hat er von der Homepage genommen, WWF raufgesetzt. Ronny³ ist nicht betroffen, gut, ist auch so weit weg, passiert eben. Und, man muss es echt wiederholen, es ist so verlogen und scheinheilig, auch woanders sterben Tausende, gar Millionen Menschen unter den bittersten Umständen, interessiert Niemanden, weil’s defacto nicht hip ist sich dafür zu interessieren. Aber hier Todeswelle, oh, das ist mega-in, Mainstream, alle sind sie ja so betroffen, deshalb ich auch. Flaggen auf Halbmast. Abscheuliches Volk.
Gerade auch zu dem “tsunami-desaster in Asia” eine eMail erhalten, pöh, “Liebe PR*DA-Crew, hier meldet sich Euer Set-Medic. Die Flutwelle in Asien hat unvorstellbares Leid verursacht und uns alle betroffen gemacht. [Den Ronny³ nicht!!!] Ich habe während meiner Ausbildung ein halbes Jahr in der Uniklinik von Galle (Sri Lanka) studiert, anschließend einige Urlaube dort verbracht und Land und Leute ins Herz geschlossen. Daher habe ich mich entschlossen, auf Sri Lanka persönlich zu helfen. Ich reise demnächst unter der Schirmherrschaft von “Ärzte für die 3. Welt” (www.aerzte3welt.de) auf die Insel und werde dort zunächst bei der Betreuung eines Obdachlosenheims in Amb*langoda (Südwesten) helfen. Vor Ort werde ich dann entscheiden, wie sich mein Einsatz weiter entwickelt. Zur Unterstützung sind zwei Konten eingerichtet, ein offizielles Spendenkonto sowie mein privates Konto mit Stichwortangabe. Geld auf dem Privatkonto kann ich vor Ort unbürokratischer verwenden. Ich verstehe es aber völlig, wenn Ihr auf Nummer Sicher gehen möchtet und lieber das offizielle Konto benutzt! Die Daten sind …” – überhaupt, ach neh, das ganze nochmal auf holprigem Englisch. Was er außerdem tippt, es wird ein Blog zu seinem Einsatz geben, oho, dafür hat er Zeit und Internet haben die dort ebenfalls, wow, so schlecht kann’s denen dann nicht gehen. Was halt auch Banane ist, er tippt nicht, wann er dort rübergeht. Die eMail mit dem dem Betreff “Set-Medic hilft bei Flutwelle in Asien, erbitte Unterstützung / Set-Medic going to help in Asia, support me please!” sendete er an all die eMailadressen aus den Production Contacts. Muss nicht sein sowas, echt nicht.

Schon einmal erwähnt, dass der Staubsauger zurück ist. Toll, nur saugen tut er nicht, zieht nur ein laues Lüftchen. Verstopft oder voll, Ronny³ wird den nicht öffnen, das letzte Mal war’s nicht anders, was ‘ne Sauerei, weil die Tüte ned richtig drin war. Nie was verleihen, ist nicht gut. Apropos Lüftchen, windig ist es und der Wind kommt, egal in welche Richtung Ronny³ radelt, immer aus der Gegenrichtung, ist so, meistens auf jeden Fall.
Lilly ist wieder in da Hood, muss wohl ned so dolle gewesen sein, ‘mal irgendwann wieder versuchen zu erreichen. Ronny³ will gar nicht wissen, was die da für die Zugfahrt für ein Vermögen ausgegeben hat, das tut weh, weil so völlig unnötig. Nils auf einen Kaffee einladen, yep. Mit Renny² irgendwann auf ein Bierchen, ohne Bier für’n Ronny³, bah. Bols Blue, oj ja, lecker, ach, das waren Zeiten.

 
 

Commerzbank

Archivist • Mittwoch, 5. Januar 2005 1936 Uhr

Wenn Post kommt, dann nicht die, welche man erwartet. Von der Commerzbank kam ein Sparkonto-Auszug, Zinsen 5,96 €uro. Und einmal Arbeitsagentur “Die Zahlung der Leistung wurde eingestellt”. Auf wasmachtmeinauftrag.de nachgeschaut, am 3ten soll die SIM-Karte rausgegangen sein. Dann aber spätestens morgen. Cool wär’s, wenn das klappt mit der Erstattung der Grundgebühren, 240 €uro. Was die Mobilfunkler an Provisionen raushauen, dass so etwas überhaupt möglich ist. E-Plus Professional S, 3 Cent kostet’s ins Festnetz, ist ja nix, 30 zu e+ und 45 netzextern. Prima, schon günstig. 60/1 wird abgerechnet, passt schon. In dem aktuellen Cellway-Tarif zahlt er beim Telefonieren um einiges mehr, dafür gibt es weder Grundgebühr noch Mindestumsatz und Cellway erlässt das direkt, was auch ganz komfortabel ist. Ende Februar läuft der Vertrag im D1-Netz ab.

Hermannplatz erster Stopp, herrlich, unter dem hellblauen UV-Licht könnte Ronny³ ewig liegenbleiben. 2 €uro für zehn Minuten, dieselbe Dosis ein jedes Mal, entspannend, zu kurz. Media Markt Neukölln, etwas herumgeschlendert, bei den DVDs nach “Der Hexenclub” geschaut, den gibt’s jedoch nirgends. Unlängst auch bei Videodrom.de gecheckt, die VHS, das ist alles. Siemens Headset, für das Xelibri 7, 14,99, nah, das muss doch billiger gehen. Die Hama-Version davon ist zwar 5 €uro günstiger, sieht aba nicht wirklich was gleich. Abwarten. Morgen eventuell bei Saturn am Potsdamer Platz vorbeiradeln, ‘n Kärtchen für die Sneak will sich Ronny³ auch besorgen.
Bei der Berliner Volksbank einen Kontoauszug rausgelassen, Ronny³ nimmt das Radl grundsätzlich mit in den Vorraum, zu anstrengend das jedesmal anzuschließen. Mutti mit Kinderwagen und tierisch plärrendem Kind kommt rein, nichts wie raus. Eine Sache was Ronny³ unbedingt besorgen muss, Mottenpapier, Säckchen, Kugeln, irgendwas. Bislang konnte er keinen Befall feststellen, dafür ist das Klima schön warm und heimelig.
Ronny³ fast bei sich, kommt ihm so ein Komiker entgegen, welcher einen Schlenker nach rechts andeutet und noch so ein “Buhh” vom Stapel lässt, als Ronny³ ihn passiert. Klar fährt Ronny³ rechts dem Verkehr entgegen, tut er immer, er wohnt ja auch auf dieser Seite. Es war ein kleiner Kampf, Vernunft gegen ausgelöste Aggression, boahr, solchen Typen, olala, es wird ‘mal noch was passieren, hundert Pro.

Kaum hier, ein Scheibchen Sechskornbrot am Mampfen, das ist im Moment bei Brendel im Angebot für 1,50, sowieso das beste Brot von denen, klingelt’s am Tor. Mmh, wer könnte das sein, es hatte sich Niemand angemeldet. Wer weiß, Überraschung, irgendein freundlich-gesinnter Mensch will den Ronny³ besuchen. Oder DHL mit Päckchen für’n Nachbarn. Weder noch. “Ja”, sagt Ronny³ als er den Hörer abgenommen hat. Von der Landesrundfunkanstalt sei er, “Könnte ich sie ‘mal kurz sprechen?”, fragt der Klingler gegen 20 nach 3 nachmittags. Ronny³, knapp, trocken, "Nö”, und legt den Hörer auf. Ahhh, dieses GEZ-Gesoxe. Kurze Pause, eine Minute wird vergangen sein, erneutes Klingeln. Ja wie dreist, wie frech, wie unverschämt. Nix deutsche Sprache verstehen oda was? “Nö”, war’s, ist nicht drin. Klingelte dann nochmal und wieder eine Minute hörte Ronny³ den Heini durch den Innenhof latschen. Wer den wohl vorne reingelassen hat? Wie lästig ist der denn, nun begann der direkt an Ronnys³ Haustür zu klingeln. Dem nicht genug. Total ballaballa, die Klingel ist echt nicht leise, jetzt klopfte er dazu noch. – Schwups, ging die Tür auf und ein Baseballschläger schnellte heraus wie bei Hau-den-Lukas, und da liegt er noch im Treppenhaus. Iwoh, Ronny³ ließ dem Heini seinen Frust rausklingeln, der zog dann ab. ‘Mal gucken, wann der wieder vor der Tür steht oder was von denen in der Post ist.
Was bilden die sich auch ein. Ronny³ hat schon einmal kein Fernsehen bzw. kein Kabelanschluss oder DVB-T, klar ein Radio mit einem super schlechtem Empfang, welches so gut wie nie läuft, dafür zahlen. Pöööhhh, never ever. Und dann Harald Schmidt die Gage von 8 Millionen mitfinanzieren? Der war ja so etwas von schlecht. Die Schmidt-Ära ist vorüber, Geschichte. Diese Sendung am 23sten 12ten, nein, so etwas von gestellt, null witzig. Außerdem sah er mit dem Rauschebart unmöglich aus.
Wo wir gleich beim Spiegel wären, im letzten gab’s ‘nen guten Artikel darüber. Und zu “Alexander” bzw. dem bekloppten Produzenten Thomas Schühly und dessen Mama-Komplex behaftetem Kumpel Oliver Stone. Hippe hatte vernommen, dass der Film nicht der Kracher ist. Er hätte ihn trotzdem geschaut, aber nicht nach dem Artikel. Morgen, Donnerstag, Kino, Cinestar.

 
 

0177

Archivist • Dienstag, 4. Januar 2005 1705 Uhr

Ronny³ hat seit dem 29.12. einen neuen Mobilfunkanschluss. Heute kam das Begrüßungsschreiben von mobilcom bzw. Cellway. Schön, jedoch hat er die SIM-Karte von der PPe telecom in 50321 Brühl noch nicht erhalten. Nachher ‘mal ins Web gucken, was der Auftrag macht. Was er noch bräuchte, ist ein neues Handy. Das alte C45 taugt nur noch bedingt, irgendwie ist der Akku ziemlich zügig leer, die Tastatureingaben sind nicht mehr präzise. Bei Real hatte sich Ronny³ am 13ten vergangenen Monats ein Xelibri 7 geholt. Sieht zwar schön aus, aber zum Laden muss man so eine kleine Abdeckung ausfieseln, wo auch die SIM-Karte drinsteckt. Und ob das mit ‘ner Freisprecheinrichtung funktioniert, Ronny³ schätzt eher nicht. Doch das sollte sein, gerade wenn er auf einer Produktion unterwegs ist, ist es am Steuer supernervig mit dem Handy zu hantieren. Davon ‘mal abgesehen, dass es 60 €uro kostet, wenn die Polizei einen dabei erwischt.

In der Friedrichstraße einen Kontoauszug rausgelassen sowie die Geheimzahl geändert. Kam heute, zu der neuen Karte. EC-Karten halten beim Ronny³ nicht lange, all halbes Jahr benötigt er eine neue, weil sie nicht mehr gelesen werden kann. Dass, obwohl er echt drauf aufpasst und sie nur aus dem Schreibtisch nimmt, wenn er sie wirklich benötigt. Einen Schlenker in die Bergmannstraße, Blinis aka espressolounge, dann doch nicht. Schon wieder ein paar Cent gespart.
Im Netz gesurft, vergangene Nacht, Ronny³, also neh. Irgendwie, verdammt noch ‘mal, hat Ronny³ so ein Faible für Borderline-Girlies. Weiß nicht, er fühlt sich da mancher einfach hingezogen, sind ihm sympathisch. Logisch, würde wahrscheinlich nur Stress bringen und zu jung sind sie ohnehin. Ach, nichts weiter. Warum, keine Ahnung, Beschützerinstinkt, Blödsinn, ist halt so und Punkt.

Nichts gemacht, gegen 12 erst aufgestanden, wobei Aufstehen heißt erst einmal das Lämpchen answitchen, dann aufsitzen, zur Leiter bewegen, Pause, runterhangeln, im Sessel Platz nehmen. Und, wenn er, so wie heute, nichts vorhat, keine wichtigen Verpflichtungen, dann vergeht da schon einmal eine halbe Stunde, bis er sich endlich auf den Weg in die Jeans oder zur Dusche macht. Es steht auch nichts an. Das Passphoto, das, sonst nichts, und dann eben den Ausweis beantragen. Hat Zeit. René hat gestern was von sich lesen lassen, ob Ronny³ denn eine Karte zu Silvester gesendet hätte. “… Wieviele Ronnys³ kenns’de denn oda has’de was über die Tinte geleert …”, das war Ronnys³ erste Antwort. Yep, der hat sich gefreut, so ist’s recht, das ist der Sinn der Sache. Ronny³ etwas recherchiert, was der vor “Flightpl*n” gemacht hat.
eMail von Mobilcom (Stammdaten_MCC@melkor.mobilcom.de), ach, einen Satz, und die haben Ronnys³ Anliegen natürlich nicht kapiert. Ronny³ hätte ganz gerne die Rechnung vom vergangenen Monat direkt am Anfang des Folgemonats und nicht erst in der Mitte. Funzt nicht. Ronny³ muss doch noch B*belsberg seine Mobilfunkgebühren in Rechnung stellen und zwar schnellstmöglich, dann ist das erledigt. Ab morgen bis Sonntag Nachmittag schon wieder, ja, sturmfreie Bude, huchhu. Ronny³ ist kein WG-Typ und es nervt ihn schon, wenn da noch jemand herumhuscht, über’n Gang auf die Toilette, zur Küche ins Bad, hin- und her, jedesmal an seinem Zimmer vorbei. Da fühlt sich Ronny³ in seiner Privatsphäre gestört, ist ein wenig empfindlich.
Ronny³ raucht zuviel. Das Problem, es tut nicht weh. Denn die Zigaretten hatte er ja bereits vor ‘nem Monat auf Vorrat gekauft, dass die richtig teuer sind, dies ist deshalb schon halbwegs in Vergessenheit geraten. Irgendwann muss Ronny³ anfangen zu drehen. Leisten kann er sich die Zigaretten schon, leisten könnte er sich vieles, nur werden dadurch die Reserven nicht mehr. Kino, Donnerstag. In die Sneak Preview, wahrscheinlich, muss ‘mal wieder.

 
 

Wrigley’s Spearmint

Archivist • Montag, 3. Januar 2005 2033 Uhr

Ronny³ ist immer noch ganz platt von dem Platten. Und dem damit zusammenhängenden MehringHof-Wucher. “Ohne Dich” von Ramstein im Radio. Selten gscheite Musik auf den paar wenigen Sendern, die Ronny³ empfängt. Ronny³ zahlt keine Rundfunk-Gebühren. GEZ interessiert nicht, diese ganzen Drücker-Bluthunde können ihm gestohlen bleiben. Das nächste Mal schaut Ronny³ nebenan. Neben dem Enzian hat nämlich ‘n Fahrradladen aufgemacht. So’n ganz kleiner. Und neben dem PC², ebenso ganz neu dieses Jahr, ein Landkost-Geschäft. Ronny³ bezweifelt die Rentabilität solcher Geschäfte stark an, gerade in der Lage. Die Yorckstraße ist ziemlich tot, keine Laufkundschaft, keine Parkplätze.
In der Hagelberger parkt Ronny³, wenn er ein Produktionsfahrzeug fährt, oder er versucht es in der Möckernstraße, wenn’s was Größeres wie’n Langer Mercedes Sprinter oder Wohnmobil ist. Generell verträgt sich Auto und City nicht. “Soundgarden” auf Fritz. Irgendwie langweilig. Ronny³ wäre echt schlauer, wenn er sich DSL und ‘ne Flat zulegen würde, solange er im Netz herumgurkt. Ein Jahr wohnt er nun schon hier, viel zu lange. Das mit dem Modemkabel nervt nach wie vor. Muss Ronny³ aus seinem Zimmer über den Flur in das Zimmer seines Mitbewohners legen. Heißt klopfen und so, oft telefoniert der immer Ewigkeiten, dann geht eh nix. Wie Ronny³ das hier aushält, das versteht er selbst nicht, ohne DSL und Kabelanschluss. Wobei, klar, letzteres ist wohl auf dem Flur vorhanden, aber dann muss man die Tür angelehnt lassen. Außerdem ist Kabel nicht billig. Und da Cableguy und GEZ-Heinis zusammenarbeiten, ist nicht, das ist es Ronny³ nicht wert. Eine neue Wohnung, das wär’s. Ja. Ein Kaugummi geht noch. Das Fritz-Gelaber nervt, tunen, Wolfsheim, yo, jeder Song klingt gleich., 94.3 RS2, abwarten. Beim Videodrom Kommentare zu “Ken Park”, “Spider” und “Mindhunters” reinkopiert, grottenschlechte Filme. Nö, die labern, kommt nix, weiter, 104.6, der Sound ist so mies, das muss RTL sein, oh so schlecht, das Mieseste aus den 80ern “Wanna be my Lover” mit dem Beat von “Mr. Vain”.
Die Batterien bei seinem Frontlicht wollte, ah, La Bouche war das und klar, RTL, jetzt Bryan Adams, austauschen. So, leuchtet wieder ganz hell. Jetzt hat Ronny³ zwei leere Batterien. Da ist er jedes Mal in Versuchung die einfachhalber in den Hausmüll zu pfeffern, das Gewissen hielt ihn bisher davon ab. Shania Twain. Komm, weiter die Internet-Rechnung hochtreiben. Viel machen tut Ronny³ meist nicht, surft bei SG durch die Profile, das war’s, und löscht diese täglichen Massen an Spammails, welche an hippiesspot.net gesendet werden. Ein Filter wäre ganz klar eine sinnvolle Angelegenheit. GMX und Web.de taugen nur sehr bedingt. Bei Web.de haben sie die Blacklist schon lange in den Bezahlbereich geschoben.

 
 

Die perfekte Welle

Archivist • Montag, 3. Januar 2005 1554 Uhr

Fahrrad abgeholt, vom Fahrradladen Mehringhof in der Gneisenau 2a. 19,80 €uro! Gut, dafür hat Ronny³ vorne nun einen neuen Schlauch und ist auch sicher, das alles richtig montiert ist, ist nämlich ein Meisterbetrieb. Interessant, gelle, Ronny³ wusste bislang auch nicht, dass man als Fahrradmechaniker einen Meister machen kann. Oder halten die sich ganz simple für Meister Ihres Fachs. Egal. Schon beim Abgeben fragte Ronny³ nach, was es ihn denn kosten würde und wiederholte ungläubig “19,80?”. Yep, mit Splitter suchen. Ob der Ronny³ Werkzeug haben wollte, dann könnte er’s selber machen? Wie nett, frech einfach. Also bei 19,80 für ‘nen platten Reifen, da kann man doch ‘mal nachfragen. Sind immerhin 40 Märker, das ist eben echt kein Schnäppchen für die Viertelstunde Arbeit, welche Peter damit hat. Was soll’s, ist passiert. Ronny³ wollte die Fahrradwerkstatt einmal ausprobieren. Ist so ein linker Laden, deshalb hatte Ronny³ angenommen, dass die ebenso soziale Preise hätten. Mitnichten. Ist recht verständlich, dass die so viel verlangen müssen. Acht Mitarbeiter sind’s laut Homepage, was los außer tote Hose ist dort nicht, dann so Miete, wobei die sicher ‘nen uralten Mietvertrag haben werden, tja, dann zockt man eben seine Kunden ab. Klar, wenn man das Geld übrig hat, dann kann man sich sein physio-therapeutisch optimale Radl zusammenbauen lassen. Aber wenn man einen Platten hat, dann hat man keinen Bock 19,80 hinzulegen. Mampften gerade Spaghetti, als Ronny³ aus dem Regen kam.

Es regnet, rieselt, tröpfelt. Ned schön. Am Mehringdamm hat ‘ne neue Videothek aufgemacht, Ronny³ gleich reingeschaut. Voll für’n Allerwertesten. So ein Türkenschuppen, weiß’d, so’n All-in-One-Geschäft, Telefonkarten, Telefonieren und Faxen, sowas eben. Sortiment nicht besonders. Wenn die “The Company” gehabt hätten, dann wären sie Freunde geworden. Dem war jedoch nicht so. Hey, sogar in Ulm hatte die Videothek dort beim Getränke Finkbeiner dreimal soviel Auswahl als die in der Bergmannstraße 90, schön sortiert. Video World, logisch hat da Ronny³ die Tage wieder einmal reingeschaut. Kostet weiterhin 1,70 pro Geschäftstag, nix Neues. Programm, nur mangelhaft. Wie man’s gewohnt ist. Warum sollte sich etwas ändern, wem’s nicht passt springt einmal um die Ecke ins Videodrom in der Mittenwalder, hat auch die 3,50 bis zum nächsten Tag über. Übrigens gab’s von denen zum ersten Mal eine Infomail am 23sten 12ten. Auf die “überarbeitete Verleih-Website” hat Ronny³ bislang noch ned geguckt, später.

Ach, diese CD springt hin- und her, Titel und Nummerierung stimmen nicht, mag keine selbstgebrannten .CDAs der DVD-Player. Heute Nacht ist’s vorbei mit sturmfreier Bude, schade, schade, schade. Dann kommt Ronnys³ Mitbewohner aus Karlsruhe zurück. Passbilder muss Hippe machen lassen, denn sein Perso ist gestern abgelaufen. Den wird er dann wieder verloren haben. Will den nämlich als Erinnerungsstück behalten, dort steht noch die Meliesallee 10 drin, Beamte haben für so etwas kein Verständnis, lochen oder schnippeln einfach rein. Deshalb wird der dem Ronny³ halt irgendwie abhanden gekommen sein, so wie die letzten beiden.
Post aus Potsdam, auch die nutzen nicht die Deutsche Post, sehr vorbildlich. Die Briefboten, so heißt dort der private Dienstleister, Ronny³ hatte bei den Berliner Neujahrsgrüßen auf die PIN AG vertraut. Wäre blödsinnig der Deutschen Post seine Moneten zu füttern, wo es doch wirklich Alternativen gibt, alles ist besser, zumindest innerstädtisch. Studio Babelsberg, die letzte Abrechnung, das Dealm*mo, Lohnsteuerkarte und Sozialversicherungsausweis. Scheint mit dem überwiesenen Betrag doch in Ordnung zu sein, Ronny³ rechnet nun nicht nach oder doch, wenn, später, gleich. Stimmt schon.
‘Ne Milch kaufen, das könnte er erledigen. Och, und dann auf’s Rathaus, wie furchtbar, irgendwann die Woche. Dieses alte Lied, erst ewig am Nummernautomaten warten bis der eine Stunde vor Öffnungszeit losgeht, und dann später wiederkommen und weiterwarten. Bürgerservice in Berlin, miserabelst. Ob diese E-Plus-Karte aus Brühl noch kommt, wohl kaum. Cellway, och so’n Saftladen. Zum Ende Februar gekündigt, keine Antwort bzw. Bestätigung, Ronny³ faxte das. Die sollen gerade ‘mal probieren den Ronny³ zu vera#schen, mit O2 ist Ronny³ easy fertiggeworden, und auf seine Frage ob es möglich wäre die Dezember-Rechnung schon Anfang Januar zu erhalten statt Mitte, keine Reaktion. Nelly Furtado.

 
 

Donner

Archivist • Montag, 3. Januar 2005 119 Uhr

Es regnet, es gießt richtig, ungemütlich. Na hier ist’s o.k., der DVD-Player spielt seit vielen Stunden dieselbe CD, gebrannt am 2ten Weihnachtsfeiertag. Ronny³ hatte sich Soulseek runtergeladen gehabt und gleich ‘mal ausprobiert. 20 Titel auf der CD, 3 Tracks, welche ihn wirklich interessieren, “Perfekte Welle” von Juli, dann dieser eine Titel von dem Püppchen, “Ich will doch nur spielen”, Annett Louisan, & “Biscaya” von James Last, das dudelt hoch und runter.
Mit Benny etwas telefoniert, ein wenig Erinnerungslücken hat der, kein Wunder, Ronny³ hatte dem auch die ein und andere gute Mischung eingeschenkt. Roman war da erst aufgestanden. Lilly, doch ‘mal wieder probiert, und tatsächlich, frei, ja, ein Freizeichen. Aber ging nicht ran. Wohl im Zug auf dem Weg nach Braunschweig. Die Mitfahrgelegenheit hatte abgesagt, wolle in Sri Lanka helfen, na logisch. Passend zu dem Thema, neuer Banner, schnell einmal zusammengebastelt. Der löst für ein paar Wochen die “Uptowngirls” ab. “Spenden für die Opfer der Flutkatastrophe, Telefon 0900-1002005 / 5 €, SMS mit Text ‘Unicef’ an 81190 / 2,99 €, on- & offline über www.Unicef.de”, sieht gut aus. Dass Ronny³ spendet, na, nein, wird nicht passieren, da ist er echt zu geizig. Wie dieser Heini da aus dem Weihnachtsmärchen. Liegt auch daran, es tut ja jeder, von daher, was jeder macht, das macht Ronny³ erst recht nicht. Im Ernst, Ronny³ ist nicht sooo hartherzig, das scheint nur so. Na sicher.

 
 ad lunam retroque 
© Archivist  Dich krieg'n'wa auch noch!