Archivist • Sonntag, 2. Mai 2004 000 Uhr
Zu dem gibt es so einige Geschichtchen zu erzählen.
Es war die Woche vor der Schlammschlacht, ein Donnerstag Nachmittag, Weckerlein war mit ein paar THWlern schon im Himmelreich um noch so ein paar Unsicherheiten verschwinden zu lassen, als ich dann mit dem Laster hinterherkam. Die Straße zum Schwandorfer Hof, ich bog nach links ab, und fuhr bis zu dieser Verzweigung, wo das Jahr davor alle Baden waren. Ich nahm den falschen Weg, fuhr nach rechts statt nach links und legte den Rückwärtsgang ein um zu Wenden. Irgendwie waren es ein paar Zentimeter zuviel und rums, schlitterte die hintere Stoßstange über einen sich dort befindlichen Baumstamm. Die folgenden Manöver machten es noch schlimmer, jetzt hing der Laster wirklich fest und blockierte die Waldeinfahrt. Ich stieg aus und schaute mir die Bescherung nocheinmal an, also wirklich, wie hatte ich das schon wieder hinbekommen, na super, da lag er, ein Baumstamm, zum Abtransport markiert, mit einer Länge und Durchmesser, unverrückbar, keine Chance.
Wir hatten etwa eine halbe Stunde zur These, die Nase, wie war sein Name, hatte keinen Humor, und konnte mich nicht leiden, er leitete die Feuerwehr in Spetzgart und sein Name fällt mir pardu nicht ein, auch egal, was ein Idiot, doch bei dem hatte ich These, der hatte so einen schlechten Unterricht.
Nach einer Weile des Hupens erschienen dann die Mannen mit den Motorsägen im Handgepäck, es blieb uns keine andere Möglichkeit als der Angriff. Als die Motoren dann durch die Stille des Waldes hallten, nahm ich den Transporter wahr, welcher sich mit einem Affenzahn dem im Weg stehenden Laster näherte und kurz davor mit einer Vollbremsung zum Stillstand kam, wow, wieder so ein Glück, welches ich habe, es war der Forstwirt, welcher diese Angelegenheit kein bisschen lustig fand. Ich versicherte ihm den beschädigten Baumstamm im Forstamt zu melden und er schaute zu wie die Späne flogen.
Später hatte sich dieser Forstwirt als eine sehr nützliche Verbindung herausgestellt. Wir waren fünf Minuten zu spät, der Unterrichtende schob einen wahnsinnigen Aufstand, Ar..loch eben. Am nächsten Tag war ich dann im Rentamt und meldete das von uns fabrizierte Kleinholz und wir kamen ungeschoren davon.
Mir war der Laster echt lieb, da man immer so abgehoben alles überblicken konnte, da denke ich an diese holprige Fahrt von unserer Flügelfete, erinnere auch die Geschichte als Kalle Axmann Gärtner fliegen ließ, wie Kropf die Wand zum Clubhaus bearbeitete, bei dem in’s Wasser gefallenen Sommerfest, wie wir bei Mulisch die Anlage abholten, Kropf mit seinen Sonnengläsern zu cool aussah, Gärtner den Laster abwürgte als wir uns auf dem Weg zu unserer 11er Verabschiedung befanden, Axmann als Beifahrer sein Pfeifchen paffte, wie ich zu schnell die Abbiegung, Mulisch mit seinem Jeep hinter mir, nahm und ich richtig herumschlitterte, wenigstens hatte ich üblicherweise, wenn das so eine halb legale Sache war, wieder das Benzin übernommen…und weiter könnte es gehen…
Der THW Bus darf aber nicht vergessen werden, mit seiner ganz vermurksten Schaltung, echt gewöhnungsbedürftig, da waren wir über Nacht zu einem Geburtstag bei den Heidenreichs in Heiligenberg eingeladen, wir sorgten für unseren eigenen Transport, ich lieh den Bus vom Spetzgart aus. Mit Hanne schaute ich in Heiligenberg vorbei, es war erst Nachmittag, da war noch nichts los, auf ging es nach Überlingen, wo wir es uns im Galgen gemütlich machten. Auf dem erneuten Weg nach Heiligenberg, klar fuhren wir ein Weilchen durch die Gegend, da wir nichts besseres zu tun hatten, stoppten wir für eine Anhalterin, die gar nicht wusste was sie davon halten sollte als der blaue Bus vor ihr hielt, wir setzten sie dann wieder zwei Kreuzungen weiter ab und waren wenig später in Heiligenberg.
Langsam drudelten die Gäste ein, plötzlich tauchte ein S*lembus in der Auffahrt auf, ups, direkt hinter dem THW Bus, das ist doch garantiert Ronny³ mit dem Bus, merkte Margie an, welche ein paar S*lemer hierherchauffierte. Klar doch, die Fete war nicht so besonders, was nicht an den Gastgebern sondern an den Dorfgästen lag, welche schon einen Aufstand schoben als ich ein Stroboskop anschaltete, dumme Säcke, naja, war nicht zu ändern. Übernachtet wurde auf dem Speicher, ich legte mich auf die Hinterbank des Fahrzeugs wo es mir dann irgendwann echt zu ungemütlich wurde und ich ankündigte zurückzufahren. Der Bus war auch ganz schnell voll, ich war schon am Abend davor zurückgefahren gewesen um eine Alkoholleiche am S*lemer Clubhaus abzuladen, wobei mir Maetzke sowohl auf dem Hinweg, als auch auf dem Rückweg mit seiner Vespa begegnete, welcher den Bus aber, in der Dunkelheit die Umrisse des Warnlichtes von einem Blaulicht nicht unterscheidend könnend, für ein Bullenfahrzeug hielt und Reißaus nahm. Da fuhr ich dann am Frühen Morgen zurück, stellte den Bus im Hinterhof unseres Forstwirtes ab und nahm eine Mütze Schlaf.
Es gäbe noch mehr zu erzählen doch ich will hier nur nocheinmal erwähnen, dass einige Feste nur so gut waren weil Schüler die Schulfahrzeuge fahren durften und nicht andauernd auf irgendwelche Mentoren warten mussten, welche, wie sie Bock drauf haben, sich nur manchmal herunterlassen einen Transport zu machen, nicht vergessen werden zu diesem Thema darf das Pärchen Maier & Maier, welche — …
Archivist • Sonntag, 2. Mai 2004 000 Uhr
Wochenende, ‘mal wieder, die Zeit wo immer was los ist, ich hatte, wie so selten, noch den Schlüssel der grünen Minna, was wurde getan, klar wollte ich noch etwas herumheizen, zwei Kumpanen wurden überredet, die Minna wurde vom Parkplatz am Hausmeisterkabuff geholt, am Stockacher Tor abgestellt, eingestiegen und los ging die Spritztour. Richtung Frickingen, auf die Feldwege wurde abgebogen, es wurde rumgeheizt bis wir uns für eine Zigarettenpause entschieden. Ich setzte zurück in eine Wiese, abgegrenzt auf beiden Seiten von Apfelbäumchen, ruhig wurde sich unterhalten, eine geraucht, bis so etwa 20 nach 9, zehn Minuten vor’m Anmelden. Da saßen wir alle wieder, ich fuhr an, die Wiese lag etwas unter dem Weg, erster Gang, Gas, Kupplung und, und nichts, die Räder drehten durch, es war ein bisschen regnerisch gewesen, die Bereifung war echt Müll und wir saßen fest, erneut mit etwas Anlauf, und wieder nichts.
Da war es wenige Minuten zur Flügelzeit und wir hingen hier fest, was sollten wir nun tun, das Adrenalin vernichtete den Alkoholspiegel, sollten wir zum nächsten Ort laufen, nach Salem telefonieren: “Wir haben uns ‘mal die Minna ausgeliehen, könnten Sie ‘mal Herrn Axmann verständigen, dass sein THW uns rauszieht…”, wohl kaum, also machten sich meine Beifahrer an’s Schieben, vergeblich, und schlammgebadet waren die Beiden, Panik, ein letztes Mal, ich fuhr so schräg an, wie es nur mit der Abgrenzung möglich war, ein Wunder, wir waren frei. Gepehst wurde, ich stellte die Minna wieder ab und machte mich auf den Weg zu meinem Zimmer, perfekt, sofort bei Prüser melden sollte ich mich, so sagte es dieser Zettel, klar kein Problem, kurz später stand ich in Maiers Büro.
Wo ist der Hausmeisterbus, so wurde ich gefragt, er wusste dass mir der Schlüssel übergeben worden war, klar stellte ich mich zuerst ganz dumm, der wäre doch abgestellt, genau vor seinem Fenster. Da ist er aber nicht, meinte er und ich wies ihn an einen Blick aus dem Fenster zu werfen. Dann gab’s eben noch Leitungsrat, ich war ‘mal kurz zum Clubhaus und wieder zurückgetuckert, mach’s nicht wieder und aus ist diese Geschichte.
Die Grüne Minna 2
Sonntag Morgen, Fabi war da gewesen, trotz Saalemverbot, und klar, er hatte sich auch erwischen lassen. Ich kann mich nicht mehr daran erinnern wie es dazu kam, auf jeden Fall war er schon auf dem Bahnhof und wir, einige mehrere Leute wollten ihn verabschieden, doch der Weg war uns echt zu lang, Taxi Kugler war auch nicht, auf ein Taxi von Überlingen wollten wir nicht warten, da lag’s dann wieder an mir, ich sprach einen Hausmeister an und erhielt den Schlüssel zur Minna, an der Einbuchtung beim Clubhaus hielt ich an, eine Gruppe von Gestalten machte es sich auf der Ladefläche bequem, auf gings, schneller als es die Polizei erlaubt, meine Passagiere wurden durch meine Fahrweise schön durchgerüttelt und da standen wir dann und blockierten den Parkplatz am Salemer Bahnhof. Das Warten auf den Zug war mir dann zu langweilig, ich machte mich auf den Rückweg. ich bog zum Schwanenparkplatz ein um meine Mitfahrer rauszulassen, ist besser alleine als mit Passagieren erwischt zu werden, setzte zurück und der Zaun hinter mir war Kleinholz.
Warum sich meine damaligen Mitfahrer nie wieder von mir fahren lassen wollten verstehe ich noch heute nicht.
Archivist • Sonntag, 2. Mai 2004 000 Uhr
Archivist • Sonntag, 2. Mai 2004 000 Uhr
Leichter Segelflieger, die Stadt steht unter Schock, die Menschen fühlen sich an den 11. September erinnert aber Frankfurt ist gerade noch an einer Katastrophe vorbeigeschrammt. Ein Horrorszenario, gespenstisch, die Stadt wurde evakuiert, was ein Chaos, die Stadt wurde lammgelegt, ebenso war der Flughafen gesperrt. Haben die einen Knall, meine die Medien, die Verantwortlichen? Lächerlich, das ist so lächerlich! Nur Katastrophen, egal wo man hinschaut, was soll das bitte? Das Fernsehen sinkt ihr Niveau auf das der Bild, der Abendzeitung, der TZ, des Merkur und wie diese ganzen trivialen Schmierblätter alle heißen mögen. An der Spitze RTL aktuell, sie geben dem Volk, was es haben will und was es verdient. Und es geht weiter, “dramatische Stunden”, sogar das ZDF haut in dieselbe Kerbe, obwohl man zumindest von den Öffentlichen etwas Seriösität erwarten sollte, bzw. erwartet hat. Aber wie getippt, was würde die Masse, das dumme Volk ohne Mord & Todschlag nur tun, es wäre einsam, wäre nicht mehr abgelenkt von dem eigenen kleinen unwichtigen Leben. Und damit ein fettes Danke an alle Verrückten, Terroristen, Spinner, Unterbelichteten, Prollos, Amokläufer, Mörder, danke an alle die, welche tagtäglich Schlagzeilen produzieren! Auch und gerade die Presse dankt Euch, damit sie nicht soviel Kreativität in das Erfinden von Geschichten verschwenden muss. Das Schlechte, die Welt liebt es und braucht es, kann ohne nicht existieren, dem Menschen würde der Lebenssinn abhanden kommen. Hubschrauberunfall bei ‘nem Auslandseinsatz der Bundeswehr, Soldaten kommen um. Trauerfeiern folgen, massig Betroffenheit, die Republik weint, wie viele waren es noch mal? Uhhh, Peter Struck, was ein widerlicher Rotzfänger, 9 Stück, so denke ich. Und deswegen machen die hier voll den Aufstand, woran man wieder sieht, dass die einfach sonst nichts Besseres zu tun haben. Wegen neun Deutschen, theoretisch müssten dann doch nur noch Übertragungen aus Kirchen laufen, jeder dauernd in schwarz herumlaufen, und jede Sekunde ihres Lebens schweigen. Die spinnen die Deutschen, ja, o.k., nicht nur die, aber die kenne ich nun ‘mal am Besten. Aber gut, dass der Staat mich zwingt dieses Alles zu unterstützen, nicht aktiv, aber dennoch, Deutschland verrecke! Es ist nicht schön, gegenteilig, egal wann man wo auch immer hinblickt, die Zeitung aufschlägt, den Fernseher einschaltet, vor die Haustür tritt, schrecklich. Gott hilf!!!
Archivist • Sonntag, 2. Mai 2004 000 Uhr
Es war eines dieser Wochenenden, die gar nicht mehr turbulenter sein könnten. Samson hatte Dienst, zusammen mit der Körber, was ein nettes Team. Im Photolabor wurden Überstunden geschoben, man hatte eine Ausnahmeregelung getroffen.
Ronny³, J.J., Chris, Greg und Konsorten saßen ganz unbekümmert in der Pizzeria, es war, wie immer, nach Flügelzeit, als sie einen Anruf erhielten. A.G. wurde gesucht, kein Problem, er erhielt einen unserer Schlüssel und wurde am Unteren Tor abgesetzt. Die Zeit ging vorüber, und wir waren die letzten Gäste, als wir uns auf den Rückweg machten.
Der Bus, ein Schulfahrzeug natürlich, wurde am Schwanen abgestellt, im Gepäck eine Pizza für Gregs’ Schwesterchen passierten wir, uns laut unterhaltend, in breiter Formation, das Untere Tor. Niemand machte sich Sorgen über Lehrer oder Nachtwächter, als wir dann zwei Gestalten bemerkten, welche aus dem oberen Mädchenausgang kamen und sich uns entgegenbewegten. Wir ‘latschten’ weiter, hatten beinahe den Münsterplatz erreicht als irgendjemand die sich uns immer schneller näherten Personen als Mentoren identifizierte. Ups, ohne ein weiteres Wort zu wechseln nahmen wir die Beine unter die Hand und rannten zwischen dem Langbau und der Alten Post dem Sportplatz entgegen. Da fiel mir ein, dass ich ja noch den Clubhausschlüssel dabei hatte. In der Eile trennten wir uns, ich huschte in’s Clubhaus, wobei alle Anderen auf dem Sportplatz Aufwärmübungen machten. Da stand ich an der Clubhaustür, hörte Schritte um das Clubhaus ziehen und hoffte nur, dass Niemand auf die Idee kam im Clubhaus zu fanden.
Die Athleten dagegen praktizierten eine Art Staffellauf, die Pizza verstreute sich auf der Aschenbahn, egal, wieder aufgelesen, zurück in den Karton. Es wurde ein netter Lauf der auf einer Hochzeit in einem der Nachbardörfchen endete.
Nach einem Weilchen hatte ich genug der Warterei, ich steckte den Schlüssel in das Schloss und merkte, dass ich nicht einmal von innen abgeschlossen hatte. Ich bewegte mich zu den Dienstegaragen und nahm das Telefon in die Hand um herauszufinden wo unsere so aktiven Mentoren abgeblieben waren.
Im Mädchenbau wurde die Operation ‘Outbreak’ geplant, als sie dort einen Besuch von der Novizen- und dem Hauptbaumentor/in bekamen.
Da war ich gerade mit jemandem auf dem Novizen telefonieren als ein Lichtkegel über die Alte Post streifte, wenig später durfte ich dem Nachtwächter ein nettes ‘Guten Abend’ wünschen. Ich fragte ihn wo sich denn die Mentoren befanden, im Chronikraum so wurde mir mitgeteilt, langsamen Schrittes bewegte ich mich über den Münsterplatz, schloss auf, hoffte, dass ich bloß keine böse Überraschung im Kreuzgang vorfinden werde.
Wieder einmal mehr Glück als Verstand gehabt. Meine Kumpanen traf ich erst am nächsten Morgen zum Frühstück wieder.
Archivist • Sonntag, 2. Mai 2004 000 Uhr
Die Sonne scheint, herrlich, ganz relaxed. Ein paar Meter weiter lässt sich ein Grüppchen Studenten auf dem Grün nieder. Hihihaha, andauernd am Kichern und Gackern, ganz im Ernst. Können die nicht ‘mal den Rand halten, ‘will doch nur Ruhe. Sind die schon besoffen oder wie, nein, für die ist das ganz normal. Alles ist lustig, jedes Wort, das ganze Leben. Das kann’s nicht sein. Haben die Ernst noch nie kennen gelernt, ist das Kommunikation? Wo man herumwandert, Alles im Haha-Taumel. Nein, Spielverderber, nönö, und die Stimmung will ich Niemandem verhageln. Aber es stört, diese naive oder gespielte Lustigkeit. Manche Leute können wahrscheinlich nicht anders.
Da sitzen wir in der Kantine und die Orsolya dabei, super, Blablabla, nichts mehr und all paar Sekunden eine Lachsalve. Oh Gott, da würde man am liebsten das Weite suchen, dazu eine super penetrante, ätzende Lache. Und das in der Kantine, wie unangenehm. Sie is’ natürlich ein nettes Mädel, wenn sie nichts getrunken hat, wirklich, trotzdem hat sie eine unangenehme Art an sich. Die hat jeder irgendwo, genug abgeschweift.
BravoTV, diese beiden Kiddi Moderatoren, ist es weil ich da was zwischen den Beinen habe, dass ich den Bubi für ‘ne Wurst halte, der seinen Job zwar gut macht, trotzdem ‘ne Witzfigur ist, ist es Neid, klar, nein. Sicher verzerrt der TV einiges und persönlich mögen die alle korrekt sein, fast alle. Jedoch bei dem Anblick einer Daisy Yoyo Dee, einer Milka und erst recht bei einem Alles Pocher. Ach, gäbe es mehr der Moses Ps, die dieser abgehobenen Gruppierung einen Dämpfer geben. Moment, Schuld ist eh der Zuschauer, der Plebs, die, und das ist dumm, diese Gesellschaft, die Masse. Die bekommen, was sie verdienen und solange die ihr Vergnügen damit haben, bitte. Abstreiten, dass ich der Unterhaltung hin und wieder gerne fröne, das verfolge, das will ich nicht. Nebenbei, was sind das für Mädels, die diese komischen Boytypen geil finden, sich nach ihnen verzerren, schreien, Liebesbriefe schreiben. Oft sind diese Musikerbubis nicht einmal besonders hübsch und die Musik nach meinem Geschmack totaler Müll. Selbst wenn es diese Einheitsgesichter sind, weißt, diese ganzen Modelfresen, na, ich werde es nie verstehen.
Ich denke, und damit zurück zu den Hühnern und Hähnen überall, es fällt an Reife und die Meisten werden ein bestimmtes Level nie erreichen und sterben unbekümmert. Gut für sie. Diese Besauferei, dieses “Ich brauche Drogen um lustig zu sein”, ist die andere Fraktion, die Biergarten- oder Kunstparkfreaks. Maßlos betrinken, um aus sich herausgehen und damit Alles entschuldigen zu können, was sich in dieser Zeitspanne ereignet. Auch krass, dass Alkoholisierung strafrechtlich mindernd wirkt. Die spinnen, die Richter. Das hat jeder selbst entschieden, ob er Alkohol zu sich nimmt oder nicht. Das kann ich Alles guten Gewissens tippen, da ich mich gerade in Abstinenz übe, im Moment. Ja, ich bin auch ganz anders, wenn ich einen im Tee habe. Klar, im Suff ist es lustig und vieles wird erst dann erträglich. Ein Psychologe meinte, man sollte sich vor einer Bindung mit seinem Partner zuerst einmal total betrinken, das ist echt klug. Es ist lockerer, ungezwungen, voll leger. Party. Genug.
Zum Thema der ungezwungene Heiterkeit, da gibt es Leute, die meinen lustig zu sein. Humor zu haben. Nein, sie sind nicht lustig. Oder es ist nicht meine Art von Humor. Übrigens, ich bin überhaupt nicht lustig und ich vermag auch keine amüsanten Situationen schmunzelnd wiederzugeben. Das ist eine Eigenschaft, die einem gegeben sein muss. Es gibt Leute, die brauchen gar nicht den Mund aufzumachen und sie tragen zur Erheiterung bei. Andere schüren mit ihrer Möchtegernlustigkeit verborgene Aggressionen.
Oder es liegt an dem eigenen Standpunkt, weil man nicht dabei ist, die Leute nicht kennt. In der Gruppendynamik sind ausschließlich wir die Besten & Größten. Dies ändert nicht daran, dass es stört, lauthals Lacherei, ununterbrochenes Gagern, es nervt. Haltet die Fre#e!
- 2002 -
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Archivist
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Dich krieg'n'wa auch noch!