Archivist • Samstag, 11. Januar 2003 000 Uhr
Nachdem wir uns schon über die Kindheitsphotos unseres Pärchen belustigen durften geht’s los auf einer Abrissbirne der Wade Corporation, gekennzeichnet durch das allgegenwärtige Logo der Brüder Georg und Howard, wo wir Lucy Kelson (Sandra Bullock) antreffen, eine einsame gemeinnützig sehr engagierte und gewandte Harvard-Anwältin, welche sich in ihrer Freizeit gerne den großen alles plattmachenden Immobilienhaien entgegentritt. Gegen die Bagger jedoch nützt das im Moment nicht wirklich was, ihre beiden Mitstreiter verloben sich und von ihren Eltern wird sie dann später von der Polizeiwache ausgelöst. – Als nun ein Community Center einem Baugroßprojekt weichen soll, passt Lucy den Millionär, Playboy und das Aushängeschild der Wade Corporation ab, Georg, um ihn mit den Belangen ihrer Nachbarschaft zu konfrontieren. Wirklich interessieren tut das den smarten und charmanten Georg nicht, doch er bietet Lucy überraschend direkt einen Platz an seiner Seite als Chefberaterin an. Dafür soll das Gemeindecenter stehen bleiben und sie erhält natürlich auch die Entscheidungsgewalt über die Verwendung der jährlichen Charitygelder.
Sie gibt alles für den Job, Georg nimmt regelrecht Besitz von ihr und vertraut alsbald ausschließlich auf ihre Entscheidung, sei es nun, wenn es um die Auswahl der neuen Briefumschläge geht, seine Reden, welchen Anzug er bei welchem Event tragen soll oder seine Scheidung. Privatleben hat sie schon lange nicht mehr, er raubt ihr regelrecht den Schlaf. Nach fünf Jahren zieht sie den Schlussstrich und spricht ihre Kündigung, eben die sogenannte "two weeks notice" aus, was ihm aber gar nicht gefällt. Und er lässt es nicht zu, was sie schnell bei ihren Bewerbungsgesprächen bemerken muss, doch sie dreht den Spieß um. Letztendlich lässt er sie unter der Bedingung gehen, dass sie adäquaten Ersatz rekrutiert. Ohne einen Termin zu haben platzt im weiteren die aufreizende, berechnende und ehrgeizige junge Anwältin June Carter (Alicia Witt) in das Geschehen ein und Georg akzeptiert sie beim ersten Anblick als Lucys’ Nachfolgerin. Aber Lucy findet das gar nicht gut und langsam wird ihr eines klar, es liegt ihr etwas an Georg, sie ist eifersüchtig und Georg?
Georg lebt in dieser Welt, wo ihm jeder das erzählt, was er hören will. Lucy ist die einzige Person, welche im face to face die Wahrheit sagt. Zwar schmeichelt es ihm eine hübsche und intelligente Frau wie June an seiner Seite zu haben, die ihm mitteilt wie perfekt er sei, dass er großartig ist, dieses Leben, welches er verdient auch genießen muss, das einzig Geld zählt. Doch die wegen seinem Reichtum ihm schuldeinflössende Lucy will er nicht verlieren. Denn insgeheim weiß er, dass er sie braucht und kein Geld, keine umwerfenden Frauen ihren Rat, ihre Meinung, die Ehrlichkeit aufwiegen können. George liebt Lucy, was ihm erst beim Verlust, als es wohl zu spät ist, klar wird. Er muss sich entgültig entscheiden, ob er, egal welche Konsequenzen dies nach sich ziehen mag, ob er mutig genug ist seinem Herzen zu folgen.
Im Februar startete der Dreh im Financial Destrict von Manhattan, Außenkulisse für die ‘Wade Corporation’ ist das Lucent Building. Georgs’ Penthouse Apartment wurde im Sky Studio, einem Greenwich Village Loft mit Swimmingpool und Garten auf dem Dach gefilmt und Lucys’ Apartment lag in Brighton Beach. Um Reichtum und Prominenz der Wade-Familie zu demonstrieren wurde sogar Upstate NY auf einem Besitz der Trump Organization in Seven Springs gedreht, nebenbei hatte Trump ‘nen kurzen Gastauftritt. Fulton’s Landing bot den zirkuslichen Schauplatz des Wendepunkts in Lucys’ Beziehung zu George. Auch das Coney Island Community Center existiert wirklich wie zahlreiche weitere Drehorte in New York. Village Roadshow Pictures, Castle Rock Entertainment und Bullocks’ Fortis Films bringen uns diese romantische Comedy des Drehbuchautors und Regiedebütanten Marc Lawrence mit einem Produktionsbudget bei $ 60 Millionen unter dem Gewand von Warner Brothers.
— Ziemlich am Anfang habe ich noch so einen etwas missglückten Schnitt in Erinnerung, kann mich aber gerade nicht daran erinnern, in welcher Szene. Egal, es ist Comedy und ja, es ist auch Romantik. Selbstverständlich wissen wir schon vor dem ersten Dialog, meist sogar bevor wir das Kinoticket erwerben, wie das Happy End aussehen muss und wird, is’ ja klar! Dennoch ist der Streifen durchweg angenehme Unterhaltung, ‘mal mehr, ‘mal weniger originell, glaubhaft, nett einfach. Es ist ein schönes Zusammenspiel der beiden Hauptcharaktere. Insbesondere Hugh Grant überzeugt wieder durch seine einfach trocken elegante Art. Anspruch, nein, nicht wirklich, eine neue nie dagewesene und außergewöhnliche Story, sicherlich auch nicht. Dafür duftes Popcornkino, amüsant, gute Unterhaltung. Kann man gucken.
Cinema Sneak Preview: 10.01.’03
Offizieller Kinostart D: 13.02.’03
Archivist • Freitag, 10. Januar 2003 2113 Uhr
"The Roof is on Fire" trällert meine Anlage, eisig draussen, ich will weg, na, nicht nur wegen der Kälte. Cola light ist aus, schon seit Tagen, sicher, ein Dosen habe ich noch. Vielleicht beim Plus fragen, ob die das mit dem Pfand immer noch so handhaben wie anfangs. Fressen tue ich heute, was geht, drei Mal fette Portionen Paprika-, Karotten-, Mais-, Bohnen-, Gurkensalat und bei mir ist eine Portion kein Löffelchen, sonder eher eine Schüssel. Klar, der Markus hat zurückgetippt, ganz nett, erst Juli gehen die terrestrisch, deshalb ist jetzt nichts, "Ich würde trotzdem gerne Ihre Unterlagen in Evidenz halten. Wie gesagt: hier ist sicher noch viel in Bewegung in den nächsten halben Jahr bis Jahr". Na schauen wir ‘mal, vielleicht haben sie doch einfach das Bewerbungsset vermüllt, sonst würden sie es doch zurücksenden und ‘ne Kopie behalten. Na denn, was nun, puh. Natürlich habe ich vom Ingo Alex und seiner EM AG auch nix mehr gehört, erwartet, nein, sicherlich nicht, gehofft, na klar. MME, Viva, Tresor, Grundy, TAV, Nokia, ZDF, Swiss Re, yep, warten tun wir. NeunLive hat wenigstens nach einem Weilchen ein Vertrösterlie gesendet, obwohl ich denen gemailt hatte, dass ich München den Rücken kehren wollte. Schon erwähnt, dass mir der DaimlerChrysler-Seb mein Ding zurückgesendet hatte, mit Datum vom 07.01.: "Anbei Ihre Unterlagen zurück, wie per e-mail gefordert", ja ach was, persönlich und handschriftlich und mein Anschreiben war dabei, soll’s denn bei Ihnen vergammeln oder wie? Was nervt das immer, mein Leben dreht sich derzeit nur um diesen Sche#ss! O2, ja, zwar bin ich abends noch mal da bei denen am Stachus vorbeigelaufen, habe es aber nicht abgegeben sondern auf dem Weg zum Sendlinger Tor in einen Postkasten geworfen. ‘Mal gespannt, ob es zurückkommt, adressiert an deren Kundencenter in Nürnberg, ist in einem Fensterumschlag, so einer wo das Porto schon bezahlt ist, von O2 selber eben, würde mich wundern aber egal. Das heißt nun bin ich wieder ganz ohne Handy. Bei RTL wollte ich mich eigentlich für’n Job bewerben, ‘mal nicht initiativ, aber ich habe keine Set, verdammt noch ‘mal und die suchen ganz kurzfristig. "I’m gonna soak up the sun …"
Archivist • Freitag, 10. Januar 2003 1609 Uhr
Das ist immer so voll in der Stadt, Freitag sowieso, die Lilly getroffen, die hatte noch was von mir und ich hatte eine Selbstgebrannte für sie dabei. Bisschen herumgeguckt, bei Beate Uhse vorbeigeschaut, sie wurde nach ihrem Ausweis gefragt, wohl nicht zum ersten Mal und die Verkäuferin, welche aller Wahrscheinlichkeit sicherlich jünger als sie war entschuldigte sich sodann. Aber da gab’s eh nix Interessantes, nur Videos, Dildos und so, voll öde, der andere in der Kaufingerstraße ist interessanter. Der Schlingensief hatte doch da in seiner Show die Alte hinter dem Konzern attackiert, weil bei den Drehs sich die Leute Aids holen, sehr genial. Noch bisschen weiter, hier rein und dort, beim Kaufhof habe ich’s dann gepackt. Vor der Eingangstür unten stand das Postbotenfahrrad. Ein junger Kerl, brachte dann später die Post, mir nichts, um 14h27, vier Stunden später als sonst und das jetzt regelmäßig. Bei der Post angerufen, dann sei wohl die Tour umgestellt worden, na genial, das bleibe so, danke A#schlöcher. Gemüse und etwas Dosenbohnen und -mais gekauft, ich ernähre mich ja so gesund, trotzdem verschlinge ich noch größere Portionen als je zuvor und mir scheint es fast, als würde ich zunehmen, vielleicht sollte ich lieber wieder mit dem Rauchen anfangen.
Heute Abend Cinema, beim Markus Andorfer angefragt, wie’s ausschaut, noch habe ich nicht geschaut, ob er etwas zurückgetippt hat. Die zersäbelten SIM-Karten habe ich noch nicht los, später, na sicher. Morgens zuerst einmal die Dusche säubern, bevor ich meinen Fuß hineinsetzte, dieser Franzose nervt voll, nichts gegen Ausländer – der ist widerlich, kommt hierher, um ein Praktikum zu suchen, das sollte er vielleicht vorher haben, er fände nichts, och wie tut der mir leid, hat der zuviel Geld, wahrscheinlich ein verkappter Terrorist um die Spinnerei weiterzutreiben. Mein Weihnachtsgeschenk habe ich von der Lilly bekommen, "Aldidente mini", "die besten 55 besten Rezepte Schnelle Küche", toll, bei mir gibt’s nur Fertigzeugs oder eben gerade Salat. Und so ein Glas, wo an der Seite Glitzer schwimmt und so, und ein süßes Tütchen, dass ich schon mehrmalig in der Hand hatte, aber nicht weich geworden bin, noch nicht. Shakira dominiert heute meinen mp3-Player, insbesondere "Ciega, Sorda, Muda", in meinem letzten Zeugnis eine Spanisch Eins, aber keine Ahnung, was das heißt.
Archivist • Donnerstag, 9. Januar 2003 1928 Uhr
Münchner Filmhaus e. V., da habe ich morgens vorbeigeschaut. Davor bei der Andrea Heinz vorbeigeschaut wegen Berufsberatung. So dolle war’s auch nicht, doch wenigstens wurde mir zum ersten Mal in dem letzten halben Jahr was Annehmbares angeboten, so ein "Intensivkurs für Medien- und Filmschaffende" unter der Topic "Von der Idee zum Filmpreis", für mich nichts Neues, Wiederholung eben, aber o.k.. Musste mich dann dort anmelden, in der Ungererstraße 25, das geht vom 21.01. bis zum 9. April. ‘Habe dann mitbekommen, dass der "IHK-zertifizierter Aufnahmeleiter" bei denen nur ‘ne Woche länger dauert. Außerdem, das verstehe wer will, mehr kosten tut der auch nicht. Und ums Geld würde es dem Aamt nicht gehen, so höre ich. Dafür ‘n Zertifikat von der IHK und nicht von weiß der Himmel wem, was ich mir auch selbst machen könnte. Später wieder zum Arbeitsamt, ewig vor der Tür von der gewartet und dann musste sie schnell weg, hat mein Anliegen direkt abgelehnt und weg war sie. Und gewartet habe ich, ‘ne Stunde. Und dann? Aufnahmeleitung IHK" haut nicht hin :-(. Da habe ich nicht die entsprechenden Zugangsvoraussetzungen, die da u.a. wären nachweisbar jahrelange Berufserfahrung als AL oder/und Produzent bei wirklich namhaften Produktionen oder eben ‘ne Einstellungszusage als solche. Sonst würde es ja jeder machen. Total daneben und nein, dass sind nicht die offiziellen Voraussetzungen, ganz im Gegenteil! So ein Schwachsinn kann nur vom Arbeitsamt kommen. Dann hat die angefangen diese Geschichte im Warteraum breitzutreten, ich hätte doch überhaupt keine Erfahrung und so, weißt, weiß kein Fatz über mich, aber großes Blabla. Später ging es bei ihr im Büro weiter, bisschen herumgelabert, umstimmen hat sie sich nicht lassen, man hat sich friedlich getrennt. Zurück, nach 13 Uhr, keine Post, was geht? Salat gemacht, in die Dusche geschaut, total verdreckt, der neue Nachbar, so ein Franzose, mmh, wie soll man sagen, na nicht caucasion eben, der hier in München ein Praktikum sucht. So eine Drecks#u! Später klopfte er an, sagte Hallo, ein paar Worte gewechselt, bis ich den endlich los hatte, wie nervig. Wollte dann das Anmeldeformular und das andere bürokratische Dingsda in der Kapuzinerstraße abgeben, doch Post, na super, heute noch. JanusFilm, DaimlerChryslerTV und Süddeutsche zurück. Gleich drei weitere rausgeschickt, eine nach Ulm, eine nach Unterföhring und eine nach Mainz.
Cosma Shiva Hagen im Playboy, das is’ halt schon ein hübsches Mädel. O2 wollte ich noch meine beiden durchgesäbelten SIM-Karten vorbeibringen, heute die Warnung, dass sie ein Inkassoinstitut einschalten wollten, was wollen die überhaupt!!! Ich werde vielleicht nachher ‘mal schauen, ob der Shop hier in der Augustenstraße einen Briefkasten hat, dann würde ich’s da einwerfen, zusammen mit ein paar lieben Zeilen. Die Altsal*mer Vereinigung, der hatte ich doch die Mitgliedschaft gekündigt, kam so ein Schreiben von der Geschäftsstelle, welches mich an das nach meiner letzten KV-Kündigung erinnert hat. So ungefähr, was haben wir falsch gemacht, na ja, will das hier nicht ausführen. Das ist kompliziert. Aber die Emailkündigung mit der BKK Zollern-Alb werde ich gleich rausschicken, nachdem ich heute das Magazin im Briefkasten hatte, 13 irgendwas, erst letztes Jahr hatten die erhöht. Und dieses Mal nehme ich die Kündigung nicht zurück. Österreich, das Wort fiel heute auch aus dem Munde der Andrea H., ja, auch auf die warte ich, meine die Austrians, das wäre schon verdammt cool, wenn da was gehen würde. Hoffen, jain, träumen, na sicher, realistisch, nööö. Ich habe Hunger, habe Hunger, habe Hunger, Hunger. Aber nein, darf ich nicht, erst, wenn ich ‘mal diesen Rettungsring irgendwann in ferner Zukunft los habe. Das schaffe ich nie, ist nicht viel, aber trotzdem würde ich’s gerne loshaben.
Frauen stehen auf Glatze, so ein Blödsinn RTL Explosiv. Das ist doch nicht echt so oder? Uhhh. Gestern, Buffy hat Pause, dafür “und jetzt noch eine neue Folge” nach Charmed, von wegen, war noch mit der Shannon Doherty.
Archivist • Mittwoch, 8. Januar 2003 1836 Uhr
Hammer heute wieder, gegen 13 Uhr aus dem Haus zur U-Bahn, die war zu spät und schön voll. Fast hätte ich verschlafen bei der Silberhornstraße aussteigen. Die 25 zum Bavariafilmplatz, nun die 72 gesucht, bis zum Ende gelatscht, zurück, umgeguckt, da war’s. In den ersten Stock, Tür auf, wo denn die Heike sitze fragte ich die eine am Kopierer, direkt da, das erste Büro rechts, die telefonierte, sagte Hi und gut war’s. Fünf vor 2 Uhr nachmittags dürfte es gewesen sein. Auf dem engen Flur habe ich gewartet, neben mir lärmte der Kopierer, setzte mich dann irgendwann auf zwei so Papierkartons, sie sei gleich da meinte sie beim vorbeigehen und bat mich auf dem Rückweg rein. Meine Email lag auf’m Farbdrucker ausgedruckt wohl mit anderen zusammen obenauf in einer Folie auf dem Schreibtisch. Hätte sie noch fünf Minuten mehr telefoniert, ich wäre direkt wieder gegangen. Verpasst hätte ich eh nichts. Die Heike Käbisch saß schräg von mir, was ich so gemacht hätte, machen wollte und so fragte sie, was ich schon in der Mail getippt hatte. Also ein bisschen wiederholt, Blabla. Letztendlich verabschiedeten wir uns auf Nimmerwiedersehen. Warum, sie wollte lieber jemandem eine Chance, der eben keine Ahnung und keine Erfahrung hat. Tatsächlich so eine/n "Ich bin jung, geil und arbeite beim Film/Fernsehen Typ/Tussi". Und das sagt sie mir auch ganz unverhohlen, zumindest ehrlich scheint sie zu sein. Super, langsam bekomme ich einen richtigen Hass auf diese Branche, wenn ich den nicht schon längst habe. Produktionsassistentin ist die wahrscheinlich, mehr traue ich der nicht zu. Nervig, so viele Dumme und Möchtegerns auf einem Haufen oder habe ich da einfach Pech?
Nach ewigem Telefonat mit Ulm bei Boetronic ‘ne Bewerbung vorbeigebracht, die sind direkt um die Ecke. Absage von der BAW und per Email von der Vera Gottwald. 01760001050 schrieb mir am 17.12.2002 um 10:06 Uhr: "Ihr Anschluss wurde gesperrt, da uns keine Zahlung vorliegt. Die automatische Entsperrung erfolgt nach Verbuchung der Zahlung. Ihr o2 Team". Sowas, frech. "Mach Du nur,du kannst ja eh mit mir machen,was du willst :-) Also tu dir keinen Zwang an.Notfalls lass ich dich halt nicht rein,nö? In Liebe,Deine Sklavin ;->" – Von wem diese SMS am 04.11.2002 um 14:18 Uhr kam, ja das wird nicht verraten. Wann wird denn die Uhr umgestellt, habe nämlich noch die Sommerzeit auf’m Handy, folglich eine Stunde zurückrechnen. Weit über 20 Euro haben die mir für die Sperrung berechnet, was haben die einen Knall. Die Genion-Duo-Karten werde ich irgendwann die Tage ‘mal bei irgendeinem O2-Shop auf den Tisch knallen.
In der Stadt die vier Bildchen bei Meinen abgeholt, habe die telefonisch nachbestellt, andere Größe als erwartet, nur halb so groß, wie’n Passphoto, blöd, hat aber trotzdem 20 Euro gekostet, dafür hat’s ‘nen weißen Rand, sieht ganz nett aus. Eine Levis 516 gekauft, hat ‘nen Schlag, ganz cool, zumindest beim Hertie funktioniert die Karte, nicht so beim Kaufhof, keine Chance. ‘N Job bei McDonalds, so zum Spaß, das wäre doch ‘mal was Anderes. Verdienen tun die nur nix, obwohl das Personal bei diesen Preisen allesamt Großverdiener sein müssten. Eine Sache ist geil daran, dass diese Geschichte mit dem Sat.1 Fernsehspieldreh bei Film Line nicht geklappt hat, ich muss nicht wieder schachtelweise rauchen und andauernd das Catering in mich reindrücken. Außerdem dieses ganze Scheinsein, f#ck Fake! Et f#ck da RTL-Exclusivreporter! Gestern, Buffy hat Pause, dafür “und jetzt noch eine neue Folge” nach Charmed, von wegen, war noch mit der Shannon Doherty.
Archivist • Dienstag, 7. Januar 2003 1853 Uhr
Kalt draussen. Die Heike von der Film-Line Productions Filmproduktions GmbH hat zurückgerufen, die brauchen jemanden ab übermorgen für’n Dreh bis Mitte Februar, ‘n Fernsehspiel für Sat.1. Da schaue ich morgen um 14 Uhr vorbei und sage ‘mal Hallo. Bei der Süddeutschen habe ich endlich die Richtige erwischt, total nett, Adelheid Kollmeier, drei Monate lag bei denen meine Bewerbung herum, jetzt sei sie auf dem Rückweg. Bei der Gelegenheit auch 9live und JanusFilm angemailt. Und außerdem wieder eine Erinnerung an den Sebastian Storm, zum 1000sten Mal, echt unverschämt, dass der sich nicht rührt. Morgens beim Arbeitsamt vorbeigedackelt, rausgesucht, wer meine nächsten Bewerbungen erhält, wenn ich denn ein Set zurückbekomme. Danach Gemüse, Öl, Essig, Maggi, Knoblauchsoße, Dosenöffner und so weiter gekauft, ich will doch ein paar Kilos abnehmen, ich denke heute nicht, soviel Karotten und Gurken habe ich gehobelt, dass ich’s gar nicht auf einmal geschafft hatte. Jetzt hätte ich gerne noch mal so ‘ne Portion. ‘N Mixer ist echt praktisch, diese Hobelei mit diesem kleinen Ding ist voll mühsam.
Der Chaosflug von Frankfurt, uhhhh, ein Psychologiestudent, sag ich ja immer, die haben den größten Schaden. Dann dieses Sektenclonaidzeugs, aber die Presse greift das gerne auf, was ein Humbug. Achje, Problem is’ nur, wenn ich Wohnmobilfahren gehe, dass ich sicherlich das rauchen nicht lassen kann. Außerdem, blöd ist auch immer da hin zu kommen und mein blödes Handy ist gesperrt. Warum ist denn alles so kompliziert. Die K. Minouge will Punkerin werden, wie süß. Pink ist so cool. 18:30 auf Sat.1, das sieht so lächerlich aus, diese riesige Bluebox, das fette Pult. Frauen im Irakkrieg, huchje, wenn das losgeht.
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Archivist
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Dich krieg'n'wa auch noch!