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The Bourne Identity

Archivist • Samstag, 29. Juni 2002 000 Uhr

The Bourne Identity Unruhige See, Wellen peitschen, Regen, düster ist es. Nichts ‘drumherum, dunkles Wasser. Was treibt dort, ein Körper. – Wir befinden uns auf einem italienischen Fischerboot, von dessen Mannschaft ein junger Mann, scheinbar leblos, aus den Fluten gerettet wird. Er besitzt keinen Namen, keine Vergangenheit, keine Geschichte, keine Identität. Aus seinem Rücken holt der Käptn zwei Kugeln und einen unter die Haut eingesetztes Objekt, so ein Ding wie diese blauen Schlüsselanhängerbeamer, nur scheint der hier rot und zeigt die Nummer eines Schweizer Bankkontos an. Als unsere Hauptperson zu sich kommt, weiß er erst nicht wie ihm geschieht, er wähnt sich bedroht und erwehrt sich seiner scheinbaren Widersacher, seiner Retter. Und dabei merkt er direkt, obwohl er sich an nichts erinnert, Kämpfen, das kann er sehr wohl, das checkt er richtig ab.

Im Hafen trennen sich ihre Wege wieder, vom Käptn bekommt er Geld für die Suche nach seinem Ich und die Reise nach Zürich zugesteckt.

In Zürich erhält er problemlos Zugang zu seinem Schliessfach, das von Jason Bourne (Matt Damon), darin tausende Dollars, zahlreiche Pässe mit den verschiedensten Identitäten und eine Pistole. Ein Stückchen schlauer packt er flink alles in einen rote Tasche, bis auf die Pistole, und verläßt schnell die Bank. – Was er noch nicht weiß, ja, er wird vermisst und jetzt hat man ihn wieder gefunden. Aber das wird ihm schnell klar, als er die Amerikanische Botschaft aufsucht. Und dort beginnt die Action, das Abenteuer, seine Flucht. Er hat sich zügig zu entscheiden, er will nach Paris, denn dort wohnt Jason Bourne. Auf dem Rückgebäude der Botschaft trifft er auf Marie Kreutz (Franka Potente), die auch nur irgendwie durch die Lande zieht und ihr Leben nicht wirklich auf die Reihe bekommt. Er bietet ihr 20 Tausend Dollar, wenn sie ihn nach Paris chauffiert, und sie nimmt, wie überraschend, das Angebot an.

Bald merkt sie, dass das nicht unbedingt die beste Idee war, nun will man auch ihr ans Leder. Jason Bourne, ein perfekt ausgebildeter Attentäter, kennt die Zusammenhänge noch nicht, zwar ist er sich darüber im Klaren, dass ihn scheinbar jeder zur Strecke bringen will, aber ihm ist da noch nicht bekannt, dass seine Widersacher beim CIA ganz oben sitzen und ihn tod sehen wollen. Und damit jagt ihn nicht nur die Polizei und Interpol, auch alle europäischen Agenten des Geheimdienstes werden auf ihn angesetzt. Und so bleiben sie mit ihrem Mini gerade in Paris angekommen nicht lange ungestört.

“The Bourne Identity” basiert auf dem Roman von Robert Ludlum, ein Spionagethriller, welcher auch Vorlage für ein 1988er TV-Movie war. Eine Stunde und 58 Minuten dauert der von Universal Pictures in die Kinos gebrachten Movies, zwei weitere (The Bourne Supremacy & The Bourne Ultimatum) werden in dieser Trilogie folgen, Doug Liman führt Regie. – Ach ja, selbst auf der offiziellen deutschen Seite steht so was, wie dass Bourne an das Ufer gespült worden sein, etc., Blödsinn, offensichtlich sind da bei UIP Redakteure von gestern am Werk.

— Echt empfehlenswert, der mit einem Budget von 75 Millionen Dollar ganz in Europa gedrehte Film ist wirklich Topunterhaltung. Klar ist die Story, ein Einzelkämpfer gegen alles Böse, so anspruchsvoll nicht, eben straight forward, aber er ist das Eintrittgeld auf alle Fälle wert. Kein Vergleich zum letzten Hollywoodstreifen mit deutscher Besetzung, “Driven”, ein absolut total peinlicher und höchst mißerabler Streifen. Franka Potente wird ihren Weg gehen, auch overseas. Eine schöne Mischung von Action, Spannung und Herzschmerz! Wahnsinnig rasante Verfolgungsjagden, heftige übermenschliche Kämpfe, es fehlt nur noch, dass Jason wie die in Tiger & Dragon durch die Lüfte schwebt – und a bissl Romantik ist auch inklusive. Etwas schmunzeln läßt einen Julia Stiles als taffe CIA-Agentin, sowie die Machenschaften in Virginia, aber der Film wird eh keinen Preis für die Glaubwürdigkeit gewinnen. Zum Abschluss: Angucken, sichersicher!

Cinema Sneak Preview: 28.06.’02
Offizieller Kinostart D: 26.09.’02

 
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